Steine auf der Datenautobahn: Jana Borath über Visionen und schnöde Realität

Für Behördengänge niemals mehr aus dem Haus gehen, sondern abends in aller Ruhe am heimischen Schreibtisch das Kind im Kindergarten anmelden, den Hund für die Steuer oder das nächste Brauchtumsfeuer für den Verein.

22/02/2017,

22/02/2017,

Foto: Peter Michaelis

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Einfach, ohne Wartezeit, Papierkram – schlicht mit einem Mausklick. Schön wäre das und so entspannt. Schließlich kann man die Zeit, die man mit diesen oftmals sehr trockenen Verwaltungsvorgängen vertut, dann anderweitig nutzen.

Doch ehe in Schmölln die virtuelle Amtsstube rund um die Uhr öffnet, fließt wohl noch einiges Wasser die Sprotte hinunter. Weil Mitarbeiter dafür geschult und vor allem sensibilisiert werden müssen. Der Trend geht weg vom Papier und dem Gespräch von Angesicht zu Angesicht, hin zur Arbeit mit Soft- und Hardware. Nicht jedermanns Sache, zumal gut eingefahrene Arbeits- und Verwaltungsstrukturen so bequem sind. Das größte Problem ist allerdings der Breitband-Flickenteppich Altenburger Land. Schnelles Internet aus der Dose fürs Privatleben und die Wirtschaft – dieses Projekt wird zentral im Landkreis gesteuert. Allerdings geht alles langsamer als ursprünglich geplant. Statt wie avisiert 2020 könnte sich das Projektende bis 2024/2025 hinziehen. Doch Dienstleister, zu denen auch kommunale Verwaltungen gehören, sind zuvorderst auf schnelle Datenautobahnen angewiesen. Ohne die nützt das ehrgeizigste Ziel in Sachen Digitalisierung ebenso wenig wie der durchdachteste Arbeitsplan, es zu erreichen.

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