Strengere Schutzmaßnahmen an Schmöllner Kindergärten und Schulen

Schmölln.  Schulen und Kindergärten in Schmöllner Region reagieren auf steigende Coronazahlen

Die Kindertagesstätte Vollmershain ist aufgrund von Corona bis zum 16. November geschlossen. Eine Erzieherin war positiv auf Corona getestet worden.

Die Kindertagesstätte Vollmershain ist aufgrund von Corona bis zum 16. November geschlossen. Eine Erzieherin war positiv auf Corona getestet worden.

Foto: Philipp Brendel

Jeden Tag treffen neue Nachrichten von geschlossenen Kindertagesstätten und von Corona betroffenen Schulen ein. Während die Schulen meist noch geöffnet bleiben können, haben bisher einige Kindergärten ihre Türen schließen müssen. Das stellt die Eltern vor große Herausforderungen, die ihre Kinder zu Hause betreuen müssen.

Roman-Herzog-GymnasiumSchmölln

Die Schulleiterin des Roman-Herzog-Gymnasiums Schmölln, Martina Pleuse, informiert über die aktuelle Situation: „Vergangenen Freitag wurde uns mitgeteilt, dass ein Schüler und seine Familie positiv auf Covid-19 getestet wurde.“ Die Familie sei daraufhin vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden. Da die gesamte Kursstufe 12 Kontakt mit dem positiv getesteten Schüler hatte, mussten 29 weitere Schüler sowie drei Lehrkräfte in Quarantäne. Die Schüler hätten zusammen in der Aula eine Klausur geschrieben. Die Quarantäne dauere nun bis 17. November.

„Nach den Herbstferien haben wir die Hygieneregeln verschärft. Wir haben den Klassen einzelne Räume zugewiesen. So hat eine Klasse den ganzen Tag Unterricht in einem ganz bestimmten Raum“, erläutert Martina Pleuse die strengeren Schutzmaßnahmen. Wenn notwendige Zimmerwechsel wie ins Fachkabinett Chemie erfolgen, so würden die Tische vorher desinfiziert und die Fachräume entsprechend durchgelüftet. Eltern wissen, dass Schüler mit Erkältungen prophylaktisch zu Hause bleiben sollten, erklärt Pleuse: „Unser oberstes Ziel ist es, nicht in die absolute Schulschließung zu gehen.“

Grundschulen Schmölln und Altkirchen

Wie die Schulleiterin Katrin Schulze der Grundschulen Schmölln und Altkirchen sagt, gäbe es bisher in der Altkirchener Schule mit ihren 85 Mädchen und Jungen keinen positiven Coronafall. An der Grundschule Schmölln mit 311 Schülern sei bisher ein Kind positiv auf Corona getestet worden. Der Schüler sowie eine Grundschulklasse mit 33 Schülern, die Kontakt mit dem Infizierten hatten, seien seit 6. November in Quarantäne, die ebenfalls bis 17. November andauern soll. Zudem sind vier Lehrer von den Quarantäne-Maßnahmen betroffen. „Seit Beginn des Schuljahres haben wir darauf geachtet, dass die Lehrer in so wenig verschiedenen Klassen wie möglich unterrichten“, erklärt Schulze die strengeren Hygienemaßnahmen an der Grundschule. So hätten die Schüler einen Großteil der Stunden bei ein und demselben Klassenlehrer. Somit könnten Kontakte gemindert werden, meint Schulze: „Wir tun alles dafür, den Präsenzunterricht aufrecht zu halten.“

Schärfere Schutzbestimmungen für Kindergarten Ponitzer Landmäuse

Der Ponitzer Bürgermeister Marcel Greunke (CDU) erklärt, dass aufgrund der steigenden Infektionszahlen im Altenburger Land vom 16. November bis voraussichtlich 30. November neue Infektionsschutzmaßnahmen in der Kindertagesstätte Ponitzer Landmäuse gelten sollen. Demnach würde der Betreuungsbetrieb in festen Gruppen von 6.30 Uhr bis 16 Uhr aufrechterhalten. Weiterhin gelte ein Betretungsverbot des Kindergartens. Kinder müssten an der Haustür übergeben werden. Kranke Kinder dürften nicht in die Einrichtung. Zudem wird darum gebeten, dass kein Spielzeug von zu Hause in die Kindertagesstätte mitgebracht wird.

Für Kindertagesstätte Nöbdenitz gibt es Entwarnung

Während die Kindertagesstätte Vollmershainer Grashüpfer bis 16. November schließen muss, da eine Erzieherin positiv auf Corona getestet wurde, gibt es für Nöbdenitz Entwarnung, informiert Jana Fuchs vom Altenburger Landratsamt: „Ein Nöbdenitzer Kindergartenkind wurde im Rahmen einer Kontaktnachverfolgung positiv auf das Virus getestet, doch hatte dieses Kind zum entsprechenden Zeitpunkt nicht die Einrichtung besucht.“ Somit habe es keine Kontaktmöglichkeiten mit den restlichen Kindern des Kindergartens gegeben, weshalb der Betrieb bestehen bleiben könne.