Meine Meinung: Tatami durch den Lockdown helfen

Schmölln  Jana Borath über Verluste und Solidarität.

Foto: Peter Michaelis

Das Schmöllner Tatami steht vor einer ungewissen Zukunft. Das Corona-Virus bedroht das beliebte Sport- und Freizeitbad, das durch den zweiten Lockdown erneut schlimme Verluste verkraften muss.

100.000 Euro weniger Einnahmen pro Monat seit der Schließung im November übersteigen die finanzielle Kraft der Stadtwerke Schmölln. Überbrückungshilfe für die zurückliegenden beiden Monate stehen zwar in Aussicht. Erstens werden die aber nur einen Teil der Ausfälle kompensieren. Zweitens ist ein Ende des aktuellen Lockdowns nicht in Sicht. Ungewiss zudem, ob Land und Bund Hilfsgelder für Januar und alle folgenden Stillstand-Monate fließen lassen.

Ob die Sprottestadt künftig noch über ein eigenes Sport- und Freizeitbad verfügen kann, hängt auch davon ab, wie sich Stadtverwaltung und Stadtrat zu immer wahrscheinlich werdenden finanziellen Hilfen für das städtische Aushängeschild positionieren.

Kein Geheimnis ist, dass Freibäder auch ohne Pandemie Zuschussgeschäfte sind. Weshalb der Stadtrat bereits lange vor Corona beschloss, die finanziellen Einlagen der Kommune bei den Stadtwerken aufzustocken. Vor allem der Tatami-Betrieb soll so weiter laufen und im harten Konkurrenzgeschäft an diesem Markt bestehen können.

Jetzt ist zusätzlich Solidarität nötig, die jeder leben kann, damit das Schmöllner Tatami durch die Coronakrise kommt. Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist: Gutscheine in Form von Geldwertkarten gibt es für jede Porte­mon­naiegröße und können nach wie vor bei den Stadtwerken Schmölln erworben werden für die Zeit nach Pandemie und Lockdown.