Unterwegs im Irrgarten

Jana Borath über unschöne Entscheidungen.

Jana Borath

Jana Borath

Foto: Peter Michaelis

Der Inzidenz-Wert im Altenburger Land hat die kritische Grenze von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner längst gerissen. Nun verschärft der Landkreis seine Hygiene- und Schutzmaßnahmen und sattelt personell auf. Nur ein bisschen. Auch, weil man die Rückendeckung aus Erfurt vermisst.

Dort möchte man weiter mit eher lockerer Hand durch die Corona-Pandemie schlendern und die mitunter unpopulären Entscheidungen in Sachen Corona-Schutzmaßnahmen lieber den Kreisen, Kommunen und Gesundheitsämtern überlassen. Das kommt in Altenburg nicht gut an, wo man bloß auf steigende Infektionszahlen reagieren kann – und zwar so streng, wie es die Landesregierung unterstützt.

Ändert sich nichts daran, wird sich der Irrgarten der Corona-Bestimmungen im Freistaat Thüringen so schnell nicht lichten. Womit vor allem eines auf der Strecke bleiben dürfte: Das Verständnis für die Wichtigkeit, sich selbst und andere vor einer Viruserkrankung zu schützen, die weitestgehend unbekannt und unerforscht ist, deren Langzeitfolgen niemand kennt und gegen die es keine Medikamente gibt.