Verkehrszählung im 126-Seelen-Dorf Zürchau

Zürchau.  Nachgehakt Schwarze Kästen sind erste Zeichen für den Straßenbau in 2022

Der Zählkasten in Zürchau.

Der Zählkasten in Zürchau.

Foto: Petra Lowe

Internet oder doch Geschwindigkeitsmessung? Die Vermutungen der Einwohner in Zürchau, Ortsteil von Nobitz, gingen weit, seit die beiden schwarzen Kästen mit ihrem antennenähnlichen Gestänge an der Kreuzung in der Ortsmitte erblickt wurden.

Wir haben beim Landratsamt in Altenburg nachgefragt: Die Kästen sollen die häufige Nutzung der Straßen messen, dienen also der Verkehrszählung. Auch Einwohner, die gehofft hatten, es werde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf innerdörflich 30 km/h geprüft, sahen sich enttäuscht. „Es wird keine Geschwindigkeit gemessen“, betont Jana Fuchs, Pressesprecherin des Landratsamtes. Da die Kreuzung sowohl in Richtung Saara als auch Zehma und Maltis weist, mussten die unterschiedlichen Verkehrsströme ermittelt werden, so Fuchs. „Zur Berücksichtigung oder Nicht-Berücksichtigung der so genannten Bagatellklausel sind die drei vorhandenen Straßenäste gleichzeitig zu zählen und die jeweiligen Verkehrslasten aus dieser Zählung zu ermitteln“, erläutert die Sprecherin.

Es geht um Kostenverteilung

Hintergrund sind Kosten, die zwischen unterschiedlichen Baulastträgern, hier des Landkreises oder der Gemeinde, zu verteilen sind. Die vom Landkreis zu verantwortende Kreisstraße 515 führt von Zehma nach Maltis über Zürchau. In der Dorfmitte dockt die Gemeindestraße von Zürchau nach Saara an. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, sei der Zürchauer Straßenabschnitt der Kreisstraße für 2022 geplant. Im nächsten Jahr sollen dafür Fördermittel beantragt werden, dafür aber müssen die Daten aus der Verkehrszählung vorliegen. Die Zählung wurde gestern beendet.