Vorteile durch Lernen daheim

Malte Reinstein, Schüler des Friedrichgymnasium Altenburg

Malte Reinstein, Schüler des Friedrichgymnasium Altenburg

Foto: Philipp Brendel

Altenburg. Schulen und Kindertagesstätten sind derzeit darum bemüht, den Regelbetrieb aufrechtzuerhalten. Dennoch mussten Kindertagesstätten schließen, in den Schulen sind strengere Schutzbestimmungen eingeführt worden. An manchen Schulen sollen Home-Schooling und Präsenzunterricht parallel laufen. Welche Erfahrungen nehmen Schüler aus diesen ganz besonderen Schulzeiten mit?

Was sind die Herausforderungen, mit denen Schüler derzeit zu tun haben?

Die Unbeständigkeit ist eine sehr große Herausforderung. Die Organisation des Unterrichts ändert sich ständig. Die Schulleitung und die Lehrer müssen auf neue Schutzbestimmungen reagieren und diese umsetzen. Als Schüler muss man da schnell umplanen können. Gerade für uns in der Oberstufe ist es aber auch eine wichtige Zeit, in der es um unsere Abinoten geht.

Welche Vor- und Nachteile hat der Präsenzunterricht?

Im Präsenzunterricht ist das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler viel persönlicher. Außerdem ist jeder Schüler gewissermaßen dazu gezwungen, etwas im Unterricht zu machen und sich an diesem zu beteiligen. Einen Nachteil sehe ich darin, dass manche Schüler im Klassenverband in der Masse untergehen.

Welche Vor- und Nachteile haben sich während des Home-Schooling ergeben?

Ich bin ein Unterstützer der Idee des Home-Schooling. Für mich bringt es viele Vorteile. So kann ich mir meine Aufgaben selber einteilen und zeitlich organisieren. Man ist nicht auf das Tempo des Lehrers und der Klasse angewiesen. Wenn ich wöllte, könnte ich sogar bis drei Uhr nachts arbeiten. Auf der anderen Seite fehlt vielen jedoch der Druck beim Home-Schooling, etwas abzuliefern. Da wird viel Disziplin vorausgesetzt. Ein positives Beispiel für Home-Schooling war unser Unterricht in Wirtschaft und Recht. Bei diesem sind wir sogar schneller voran gekommen, als im Präsenzunterricht.