Wegen Corona strandeten die Heiligen

Altenburg.  Wertvolle Gemälde des Lindenau-Museums sind mit mehrmonatiger Verspätung aus Portugal zurückgekehrt

Kehrte mit dreimonatiger Verspätung zurück in die Bestände des Lindenau-Museums: Ein Gemälde des Künstlers Alvaro di Piero, das den Heiligen Kosmas  zeigt. Es entstand um das Jahr 1430.

Kehrte mit dreimonatiger Verspätung zurück in die Bestände des Lindenau-Museums: Ein Gemälde des Künstlers Alvaro di Piero, das den Heiligen Kosmas  zeigt. Es entstand um das Jahr 1430.

Foto: Sinterhauf

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Besser spät als nie: Nach einer Corona-bedingten Verzögerung sind mehrere Gemälde des portugiesischen Malers Alvaro di Piero aus der Sammlung des Lindenau-Museums nun wohlbehalten nach Thüringen heimgekehrt. Sie waren mehr als drei Monate länger abwesend als geplant.

Am 29. November 2019 wurden drei kostbare Tafeln des Künstlers Alvaro di Piero (1411-1450) in seine portugiesische Heimat, in das Museu Nacional de Arte Antiga in Lissabon transportiert. In einer umfangreichen Einzelausstellung mit bedeutenden Leihgaben zahlreicher europäischer Museen wurde das Schaffen des Künstlers, der Teile seines Lebens in Italien verbracht hat, nachgezeichnet. Komplettiert wurden die Leihgaben aus Altenburg durch das Gemälde „Kampf orientalischer Reiter“ von Gherardo Starnina.

Durch Coronabeschränkungen war Transport lange unmöglich

Bereits Mitte März endete die Ausstellung in der portugiesischen Hauptstadt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Einschränkungen im internationalen Reise- und Güterverkehr, war ein Rücktransport der wertvollen Tafeln nach Thüringen lange Zeit nicht möglich – die Gemälde „strandeten“ vorübergehend in Lissabon.

Mit rund drei Monaten Verspätung konnten die Werke vor wenigen Tagen wieder von den Restauratoren des Lindenau-Museums in Empfang genommen werden. Nach ihrer Rückkehr in ein Depot in Südthüringen wurden sie sogleich einer professionellen Begutachtung unterzogen, um etwaige Schäden durch Lagerung und Transport festzustellen. Dort ist ein Großteil der Kunstbestände während der rund vierjährigen Umbauzeit des Lindenau-Museums zwischengelagert.

Denn im Interim in der Altenburger Kunstgasse 1 ist längst nicht genügend Platz. Dort kann ab dem 14. Juli nur ein Bruchteil der Werke ausgestellt werden. Erfreulicherweise wurden keine Beeinträchtigungen an den bedeutenden Werken festgestellt. Die Gemälde sind nach ihrer mehr als halbjährigen Abwesenheit in mehr als 2500 Kilometern Entfernung in einwandfreiem Zustand wieder „zu Hause“ angekommen.

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