Müllstreit in Thonhausen: Ämter widersprechen sich

Thonhausen.  Weder Landratsamt noch Landesverwaltungsamt will die Sache auf dem Tisch haben.

Das ist der neue Stellplatz für Sperrmüll, Mülltonnen und gelbe Säcke, die die Oberdorf-Bewohner in Thonhausen nutzen sollen.

Das ist der neue Stellplatz für Sperrmüll, Mülltonnen und gelbe Säcke, die die Oberdorf-Bewohner in Thonhausen nutzen sollen.

Foto: Jana Borath

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Der Müllstreit im Thonhausener Oberdorf geht weiter. Nachdem wir berichtet haben, dass die Bewohner Mülltonnen, gelbe Säcke und Sperrmüll nicht mehr an den angestammten Platz bringen dürfen, sondern 300 Meter davon entfernt stellen müssen, meldet sich nun das Landesverwaltungsamt. Und widerspricht der Aussage von Andrea Gerth, kaufmännische Werkleiterin des Dienstleistungsbetriebes Abfallwirtschaft/Kreisstraßenmeisterei des Landkreises Altenburger Land. Sie hatte gegenüber der Redaktion gesagt, dass der Sachverhalt nach wie vor zur Entscheidung beim Landesverwaltungsamt Weimar liege. Eine von dort geforderte Info zum Sachverhalt habe der Dienstleistungsbetrieb längst beantwortet.

Informationen seien eingereicht

Die Aussage der Werkleiterin treffe nicht zu, so Adalbert Alexy. Wie der Sprecher des Landesverwaltungsamtes informiert, seien die Unterlagen bereits im September ans Landratsamt Altenburger Land zurückgeschickt worden. Begründung: Es sei kein ordnungsgemäß durchgeführtes Widerspruchsverfahren durch das Landratsamt, demzufolge gibt es keine Entscheidung durch das Landesverwaltungsamt. „Es obliegt dem Landratsamt, den Sachverhalt – privatrechtliche Vereinbarung mit den Grundstückseigentümern des Wirtschaftsweges, Verbesserung des Zustandes des Weges – in eine Neubewertung der rechtlichen Gegebenheiten sowie der tatsächlichen Befahrbarkeit einfließen zu lassen“, so Alexy und weiter: „Dem Landesverwaltungsamt liegt derzeit kein anderer Sachstand vor.“

Für Bewohner unzumutbar

Dem sei nicht so, widerspricht nun erneut Andrea Gerth. Die geforderten Informationen seien bereits Ende des Jahres nach Weimar geschickt worden. Ob dem so ist, müsse nun recherchiert werden. Es würde weitere Abstimmungen laufen.

Derweil warten die Bewohner im Thonhausener Oberdorf auf eine Entscheidung. Sie finden es unzumutbar, dass sie die Tonnen nun bis an die Hauptstraße fahren müssen, vor allem, weil sie noch einen steilen Berg zu bewältigen haben.

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