Wirtschaft

Wirtschaftsvereinigung steckt sich große Ziele

Altenburg.  Geringere Mitgliedsbeiträge und mehr Veranstaltungen hat die Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land für das neue Jahr umgesetzt.

Wirtschaftsförderer Michael Apel und WAMM-Vorsitzender Stephan Lichtenstein erhalten eine Betriebsführung vom Geschäftsführer der Metallbau Weber GmbH, Berthold Weber (von links).

Wirtschaftsförderer Michael Apel und WAMM-Vorsitzender Stephan Lichtenstein erhalten eine Betriebsführung vom Geschäftsführer der Metallbau Weber GmbH, Berthold Weber (von links).

Foto: Andreas Bayer

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Stephan Lichtenstein ist voller Tatendrang und will mit Hilfe der Wirtschaftsvereinigung Altenburger Land Metropolregion Mitteldeutschland (Wamm) viel bewegen. Seit dem 26. Oktober 2019 ist der Geschäftsführer der Baumarktkette Leitermann aus Göpfersdorf auch Vorsitzender und präsentierte am Donnerstag das Programm für das erste Halbjahr. „Unser Ziel ist es, den Unternehmern und Wirtschaftsinteressierten im Altenburger Land verschiedene Plattformen anzubieten, um Wissen auszutauschen oder Impulse und Ideen mitzunehmen.“

Der Schwerpunkt der Vereinsarbeit solle auf den drei Säulen Netzwerk, Impulse und Innovation aufgebaut werden, sagt Lichtenstein und erklärt sogleich, was er sich vorgenommen hat: „Bei den regelmäßigen Unternehmensbesuchen können sich die Akteure des Landkreises stärker vernetzen.“ Bereits 2019 hatte die Wirtschaftsvereinigung die erste Betriebsbesichtigung organisiert, ab diesem Jahr soll daraus eine feste Größe werden, die sechs Mal im Jahr stattfindet, jeweils dienstags um 19 Uhr. Erster Gastgeber wird am 21. Januar die OKM GmbH in Altenburg sein. Diese Termine stünden nicht nur Mitgliedern, sondern auch anderen Wirtschaftsinteressierten offen. „Wenngleich wir uns natürlich über einen Zuwachs an Mitgliedern freuen würden“, so Lichtenstein.

Jugend forscht und RB Leipzig

Aktuell habe der Verein weniger als 20 Mitglieder, das wolle man in den nächsten zwei Jahren deutlich steigern. Eigens dafür habe man die Beitragsordnung angepasst, der Mindestbeitrag liege nun bei 180 Euro pro Jahr. Beim Thema Innovation werde die Vereinigung weiterhin tragende Säule des Wettbewerbs „Jugend forscht!“ bleiben. „Die Bedeutung dieses Wettbewerbs ist unglaublich groß. Hier werden frühzeitig Engagement gefördert und Kontakte geknüpft“, so der Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises, Michael Apel.

Am 26. Februar wird der gemeinnützige Verein einen „Aschermittwoch der Wirtschaft“ im Kulturhof Kosma organisieren. Mit Frank Theeg sei es gelungen, einen der innovativsten Unternehmer der Region als Sprecher zu verpflichten, so Lichtenstein. Dieser gelte als großer Visionär beim Thema „Start-ups“. Daneben wird der Sportredakteur Guido Schäfer mit seinem Insiderwissen Einblick hinter die Kulissen des Erfolgsvereins RasenBallsport Leipzig geben.

Innovation organisieren

Am 14. April stehen Unternehmer des Landkreises im Dialog beim Innovationskolleg. „Viele Unternehmen stehen vor den gleichen Herausforderungen. Vielleicht gelingt es, aus zwei Problemen eine Innovation zu machen. Denn auch diese lassen sich organisieren“, ist Lichtenstein überzeugt. Am 30. April wird das Thema Unternehmensgründung beim ersten Start-up-Campus auf dem Gelände des Aus- und Weiterbildungsverbundes Altenburg (AWA) im Mittelpunkt stehen.

Kurz vor den Sommerferien schließt der WAMM das erste Halbjahr mit einem Sommercampus im Altenburger Teehaus ab. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion soll der Frage nachgegangen werden, ob es wirtschaftliche Chancen außerhalb der Metropolen gibt. „Natürlich gibt es Argumente, die dafür sprechen, lieber die Metropolen zu stärken. Wir haben im ländlichen Raum aber unzweifelhaft auch Stärken“, so Lichtenstein.

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