Zeitschenker und Ideenfinder stellen sich in Altenburg vor

Norman Börner
Die Ehrenamtsbeauftragte des Kindergartens „Zwergenland“, Mandy Jahr (links), und die Mutter eines Kindes zeigen, wie man Kräuterbutter selbst herstellt.

Die Ehrenamtsbeauftragte des Kindergartens „Zwergenland“, Mandy Jahr (links), und die Mutter eines Kindes zeigen, wie man Kräuterbutter selbst herstellt.

Foto: AWO im Altenburger Land

Altenburg.  Beim Aktionstag „Ehrenamt tut gut“ präsentieren sich Projekte der Arbeiterwohlfahrt.

Unter dem Motto „Ehrenamt tut gut“ lud die Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Altenburger Land jetzt in den Naschgarten ein. Der Gemeinschaftsgarten ist nur eines von zahlreichen ehrenamtlichen Projekten, die unter dem Dach der Awo organisiert werden. „Ehrenamt tut der Gesellschaft gut“, sagt Mitorganisatorin Cornelia Schulze. Ob als Geschichtenerzählerin in der Kita, als Schachpartner oder Vorleser im Pflegeheim oder beim Singekreis in der Seniorenbegegnungsstätte gibt es bei der Awo viele freiwillige Mitmachangebote. Am Samstag stellten die Kindereinrichtungen selbst gemachte Kräuterbutter her oder auch Information über Bienen und Honig vor.

Austausch zwischen Generationen und Kulturen

Ebenso vor Ort war das Projekt mobile Werkbank. Hier lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit Werkzeugen und dem Arbeitsmaterial Holz. „Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule unseres Konzeptes. Wir versuchen Angebote in allen Einrichtungen aufzubauen“, so Schulze. Dafür gibt es die sogenannten Ehrenamtsbeauftragten: Mitarbeiter der Einrichtungen, die ehrenamtliche Projekte organisieren und immer wieder Mitstreiter unter Angehörigen, Eltern und Interessierten suchen. Durch die vielfältigen Aufgaben, die Menschen innerhalb und außerhalb der Einrichtungen übernehmen, findet ein reger Austausch zwischen Generationen, Kulturen oder von Menschen mit und ohne Behinderung statt.

Immer wieder gibt es neue Ideen für Projekte. Manche gibt es aber auch schon sehr lange. Im Jahr 2001 beispielsweise wurde im Gößnitzer Ortsteil Naundorf ein Jugendcamp mit dem Motto „Für Gewaltlosigkeit und die Umwelt“ ins Leben gerufen. Noch heute findet es jährlich statt. „Kinder, die damals im Camp waren, unterstützen heute als junge Erwachsene das Projekt“, sagt Cornelia Schulze. Als Awo-Teenies verkauften sie am Samstag Waffeln, um Geld für neue Zelten zu sammeln. „So funktioniert Ehrenamt“, sagt Schulze.