Zwei weitere Todesfälle im Landkreis

Altenburg.  Landratsamt weitet Einschränkungen aus. Diese gelten vorerst bis 20. Dezember

Hier am Klinikum befindet sich ein Abstrichpunkt, der aber mittlerweile überlastet ist.

Hier am Klinikum befindet sich ein Abstrichpunkt, der aber mittlerweile überlastet ist.

Foto: Andreas Bayer

Erneut sind zwei Todesfälle im Landkreis zu beklagen. Nach Angaben des Landratsamtes verstarben ein Mann (32 Jahre) sowie eine Frau (78 Jahre), die mit dem Coronavirus infiziert waren. In Abstimmung mit dem Freistaat hat der Landrat aufgrund einer 7-Tages-Inzidenz mit Werten jenseits von 200 eine Allgemeinverfügung erlassen müssen. Diese tritt am Donnerstag in Kraft und soll vorerst bis zum 20. Dezember gelten.

Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit, die mit Geldbußen bis zu 25.000 Euro geahndet werden können. Einige der Maßnahmen in dieser Verfügung: Weihnachtsmärkte und sonstige Adventsmärkte sind untersagt. Es dürfen nur noch fest gesetzte Wochenmärkte stattfinden. Der Betrieb sämtlicher Einrichtungen der Freizeitgestaltung wird ebenfalls verboten. Darunter fallen nun auch Bibliotheken, Jugendclubs, Volkshochschule, Musikschulen sowie Zoos. Sportplätze, Vereinsräume sowie Tagungs- und Veranstaltungsräume sind ebenfalls zu schließen. Der organisierte Sportbetrieb ist nun auch für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr verboten.

Maskenpflicht wird ausgeweitet

Weitere Einschränkungen gelten bei Besuchen im Krankenhaus und in Pflegeeinrichtungen. So sind Besuche in Kliniken generell untersagt, mit Ausnahme von Geburts- und Kinderstation für engste Angehörige, sowie Palliativstationen und Hospize. Patienten von Pflegeeinrichtungen dürfen höchstens einen Besucher je Tag empfangen, für maximal zwei Stunden. Dasselbe gilt für Menschen mit Behinderungen in der Eingliederungshilfe.

Die Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen wird ebenfalls ausgeweitet. Diese gilt nun auch ausnahmslos für das Personal im Einzelhandel. Ebenfalls muss unter überdachten Flächen von Einkaufszentren und Tankstellen, sowie an sämtlichen Bahnhöfen und Bushaltestellen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Auch für dienstliche, amtliche und kommunale Versammlungen und Beratungen gelten strengere Auflagen.

Bei Dienstberatungen Maske auf

:So ist nur der jeweilige Redner für die Zeit seiner Rede von der Maskenpflicht ausgenommen. Auch muss alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet werden. Wo möglich, solle auf Video-Konferenzen ausgewichen werden. Am Dienstag meldete das Gesundheitsamt zwölf Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt damit auf 212,5 pro 100.000 Einwohner. Derzeit sind 39 Personen im klinischer Behandlung, davon vier intensivmedizinisch.