Investition in den ländlichen Raum

Landkreis.  Was es mit dem Spielplatz 2.0 auf sich hat, können Kinder jetzt in Sömmerda, Kindelbrück, Straußfurt und Buttstädt herausfinden

Die Schüler der Kindelbrücker Wippertal-Grundschule haben den Sona Spielbogen gestern ausgiebig getestet.

Die Schüler der Kindelbrücker Wippertal-Grundschule haben den Sona Spielbogen gestern ausgiebig getestet.

Foto: Annett Kletzke

250 interaktive Spielgeräte hat Jeroen Reinderink in Deutschland bereits aufgestellt. „In Thüringen jedoch sind sie einzigartig“, sagte der Geschäftsführer der Yalp-GmbH und wies noch auf eine weitere Besonderheit hin. So wurden die Geräte in den vier Mitgliedsgemeinden des Zweckverbandes „Allianz Thüringer Becken“ im öffentlichen Raum aufgebaut. „Damit kommen sie allen Bürgern der Mitgliedskommunen zugute“, hob auch Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) gestern bei der offiziellen Einweihung des Spielplatzes 2.0 und des Bewegungsparcours in Kindelbrück hervor.

Gleiche Lebensverhältnisse für alle

Die Investitionen in die Entwicklung des ländlichen Raumes, insbesondere das Sicherstellen von gleichen Lebensverhältnissen für alle, sei ein Ziel des Zweckverbandes. Dies betreffe nicht nur die Versorgung, sondern auch die Investitionen in den öffentlichen Raum. „Dabei sollen Highlights in den Kommunen geschaffen und die Orte verbunden werden“, nannte er das Anliegen.

Unter dem Titel „Gemeinsam die Städte von morgen entwickeln“ gab es für die Mitgliedsgemeinden unterschiedliche Spielgeräte. So konnten die Kinder in Kindelbrück einen sogenannten „Sona Spielbogen“ in Beschlag nehmen. Er vereint Tanz , Spiel und Spaß. Den Straußfurter Mädchen und Jungen steht ein „Toro Spielfeld“, bei dem es um Sport und Wettbewerb, aber auch um Taktik geht, zur Verfügung. In Sömmerda und Buttstädt können sich Kinder über „Memo Spielsäulen“ freuen. Hier werden Gedächtnis, Schnelligkeit und Kooperation trainiert.

Darüber hinaus wurde in jeder Kommune ein Bewegungsparcours aufgebaut. Es handelt sich um jeweils vier Fitnessgeräte, die die Beweglichkeit und Koordination fördern oder die Muskeln lockern. Fachlich begleitet wurde die Umsetzung durch das Ingenieurbüro Pöppich & Albrecht aus Sömmerda. Ihnen sprach Hauboldt genauso seinen Dank aus, wie den bauausführenden Firmen. Dazu gehören die Frank Schäfer GmbH Rastenberg, die Firma Yalp sowie Michael Schümann Beleuchtungs- und Elektroanlagen Sömmerda. Den Aufbau der Fitnessgeräte übernahm die Firma Tief- und Naturbau Sömmerda Paul Jorcke aus Sprötau.

Fördermittel vom Land

Dass das Geld gut angelegt ist, davon zeigte sich Klaus Sühl überzeugt. Der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnung dabei zu sein. Wichtig sei es ihm, den ländlichen Raum und die regionale Entwicklung zu stärken und lobte dabei die Aktivitäten der Zweckverbandes. Das Ministerium hat den Kauf der interaktiven Spielgeräte unterstützt. Für die Investitionskosten von rund 350.000 Euro fließen Fördermittel in Höhe von rund 280.000 Euro. Eine Finanzspritze gibt es ebenso für die Fitnessgeräte. Für die Gesamtkosten von rund 112.000 Euro fließen Fördermittel in Höhe von rund 90.000 Euro. Wie Projektmanagerin Julia Ansorg mitteilte, liegen die Endabrechnungen für beide Projekte noch nicht vor. Wie sie ankündigte, stehen neue Projekte ins Haus. So wird es 2020 in den Mitgliedsgemeinden eine „Allianz-Thüringer Becken-Olympiade“ geben.

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