Stilles Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg

Landkreis.  Vielerorts ist gestern der Opfer der beiden Weltkriege gedacht worden. Der Landkreis Sömmerda richtete seine Gedenkfeier in Alperstedt aus

Alperstedts Bürgermeister Peter Hehne, Landrat Harald Henning und Beigeordneter Heiko Koch  legen Kränze nieder. Mit dabei Mitglieder anderer Fraktionen. 

Alperstedts Bürgermeister Peter Hehne, Landrat Harald Henning und Beigeordneter Heiko Koch legen Kränze nieder. Mit dabei Mitglieder anderer Fraktionen. 

Foto: Annett Kletzke

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„Das Lied vom guten Kameraden“ erklang gestern zum Volkstrauertag am Kriegsdenkmal in Alperstedt. Der Landkreis Sömmerda hatte in diesem Jahr zur seiner Gedenkfeier in den Ort eingeladen. Nach einem Gottesdienst in der St.-Martin-Kirche wurden am Kriegsdenkmal Kränze nieder gelegt. Neben Landrat Harald Henning, dem 2. Beigeordneten des Landrates Heiko Koch und Alperstedts Bürgermeister Peter Hehne nahmen auch AfD-Landtagsabgeordneter Torsten Czuppon, Christopher Harsch, Kreisvorsitzender der SPD, sowie weitere Kreistagsmitglieder an der Veranstaltung teil. Auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Alperstedt sowie Bürger der Gemeinde gedachten der Opfer.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Matthias Pollney die Würde in den Mittelpunkt. Sie stehe ohne Diskussion jedem Menschen zu, appellierte er. Landrat Harald Henning erinnerte an die Botschaft des Volkstrauertages. „Wir dürfen die Opfer niemals vergessen. Ihr Schicksal muss uns Mahnung für die Zukunft sein.“ In seiner Rede ließ er auch seine Befürchtungen anklingen. „Wenn wir zulassen, dass rechtsextreme Einstellungen selbstverständlich werden, menschenverachtende Parolen unwidersprochen bleiben, Hass und Gewalt wachsen, riskieren wir, dass sich Geschichte wiederholt.“ Die Aufgabe aller sei es, aus den Lehren der Vergangenheit die Fähigkeit zur Versöhnung und zur Wahrung von Demokratie und Freiheit zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. Die Jugend müsse verstehen, dass der Volkstrauertag auch um ihretwillen begangenen werde. „Es ist ihr Leben, ihre Zukunft, die auf dem Spiel stehen, wenn sie vergisst, warum wir Frieden halten müssen“, sagte Henning. Anni Köllner und Leni Stöckle lasen das Totengedenken vor. Die Gedenkfeier wurde von der Blaskapelle Nöda und dem Chor des Kirchspiels musikalisch begleitet.

In Weißensee wurde gestern auf dem Markt der Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht. „Die Ergebnisse von Krieg und Gewalt sind unermessliches Leid, Tod und tiefe Trauer. Auch deshalb stehen wir hier am Denkmal zur Erinnerung an die gefallenen Männer aus Weißensee“, sagte Bürgermeister Matthias Schrot. An der Feier nahmen die Soldaten der 4. Kompanie des Panzerbataillons 393 „Thüringer Löwe“ der Kyffhäuser-Kaserne Bad Frankenhausen teil. Darüber hinaus wurden in vielen anderen Orten des Landkreises an die Opfer der beiden Weltkriege erinnert.

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