Straffer Zeitplan für Entwicklungskonzept

Straußfurt.  Ab Januar 2020 bilden Straußfurt und Henschleben mit dem Ortsteil Vehra eine Gemeinde. Dann soll es auch in Sachen Dorfentwicklung vorangehen

Architektin  Katja Schneevoigt (Mitte)  ließ sich von den Mitgliedern des Dorferneuerungsbeirates erst durch Straußfurt und dann durch Henschleben und Vehra führen.

Architektin Katja Schneevoigt (Mitte) ließ sich von den Mitgliedern des Dorferneuerungsbeirates erst durch Straußfurt und dann durch Henschleben und Vehra führen.

Foto: Peter Hansen

Der Zeitplan ist straff. Das sieht auch Katja Schneevoigt von der Thüringer Landgesellschaft nicht anders. Das Erfurter Unternehmen ist beauftragt, für die Orte Straußfurt und Henschleben mit seinem Ortsteil Vehra ein gemeindliches Entwicklungskonzept auf die Beine zu stellen, um 2021 ins Programm der Dorferneuerung aufgenommen zu werden. Die Frist dafür läuft bis zum 15. März 2020. Die Architektin ist dennoch optimistisch. Grund sind viele engagierte Bürger, die etwas bewegen wollen.

Nach der zweitägigen Zukunftswerkstatt, bei der es darum ging, den Iststand zu erfassen, neue Perspektiven und Visionen für die Orte, die ab dem 1. Januar 2020 eine Gemeinde bilden, zu entwickeln, gab es am Samstag gleich den zweiten Streich. Der ins Leben gerufene Dorfentwicklungsbeirat hatte zu einer Ortsbegehung eingeladen. „Gemeinsam wollen wir die wichtigsten Handlungsfelder ausmachen, um ein Finanzierungskonzept zu entwickeln“, erklärte Katja Schneevoigt das Anliegen.

Start war am Morgen das Bürgermeisteramt in der Bahnhofstraße in Straußfurt, das zu einem Bürgerhaus umfunktioniert werden soll. Wie Maik Jahn, Mitglied des Beirates und Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt informierte, liegt der Fördermittelbescheid vor, um das Dach und die Fassade des Hauses erneuern zu können. „Die Planer treffen sich in dieser Woche. Gebaut werden soll 2020 und 2021“, ließ Jahn wissen. Was dabei fehlt, sei der Innenausbau. Auch Barrierefreiheit soll geschaffen werden, damit künftig viele Vereine das Haus nutzen können.

Der Rundgang führte auch zum Domizil des Heimatvereins. Das Dach und die Fassade verlangen Handlungsbedarf. Ebenso Bedarf sieht der Beirat am Sportplatz. Vor allem von den Jugendlichen kam hier der Wunsch nach einem Beachvolleyballplatz und einem Unterstand auf, berichtet Bruno Starroske, Mitglied des Straußfurter Gemeinderates. Er freut sich, dass es gelungen ist, auch Mitglieder des frisch gegründeten Jugendparlamentes mit ins Boot zu holen. So finden es Lara Krickow und Anna Posniak gut, sich für die Dorfentwicklung zu engagieren. Bedarf sehen sie an vielen Stellen, angefangen von den Straßen, den Fußwegen bis zum Bahnhof und der Bushaltestelle. Letztere könnte neu gestaltet und mit einer Bücherinsel versehen werden, sagen sie.

Zwei Stunden nahmen sich die Männer und Frauen für Straußfurt vor, danach ging es weiter nach Vehra und Henschleben. Michael Bauersfeld, Beigeordneter der Gemeinde Henschleben, führte die Gruppe zum alten Konsum, der derzeit zu einem Kontakt- und Informationspunkt umgebaut wird. Die Sanierung des Brunnens, der Neubau einer Bushaltestelle oder die Neugestaltung des Festplatzes waren hier weitere Themen.

In Vehra stehen die Sanierung der Haßlebener Straße, der Mittelgasse und der Straße des Friedens auf der Wunschliste ganz oben. Auch das ehemalige Gut sei stark sanierungsbedürftig. Einen Fahrradweg nach Werningshausen und nach Henschleben haben die Mitglieder ebenfalls aufgelistet.

Schon am 26. November will sich der Dorferneuerungsbeirat das nächste Mal treffen. Eine Bürgerversammlung ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen, informiert Katja Schneevoigt.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.