Weichen auf Gemeindeentwicklung gestellt

Kindelbrück.  Die Landgemeinde Kindelbrück will sich weiter entwickeln und dafür Fördermittel anzapfen. Ein Gemeindeentwicklungsbeirat nahm die Arbeit auf

Sören Kube und Juliane Kerst vom Erfurter Büro IPU führten durch die erste Sitzung des Gemeindeentwicklungsbeirates der Landgemeinde Kindelbrück. 

Sören Kube und Juliane Kerst vom Erfurter Büro IPU führten durch die erste Sitzung des Gemeindeentwicklungsbeirates der Landgemeinde Kindelbrück. 

Foto: Annett Kletzke

„Attraktionen haben wir. Wir müssen sie nur sichtbar machen“, nennt Regina Heydrich einen Grund im Gemeindeentwicklungsbeirat der Landgemeinde Kindelbrück mit anzupacken. Ein anderer ist das Zusammenwachsen der vier Ortsteile, um die Landgemeinde nach vor zu bringen.

Dem Gemeindeentwicklungsbeirat gehören 15 Mitglieder sowie Paten aus allen Ortsteilen an. Den Hut hat Roman Zachar, der Bürgermeister der Landgemeinde, auf. Gewählt wurde das Gremium Ende Oktober im Rahmen eines Seminars zur Dorfmoderation unter Leitung des Architekturbüros Walther aus Erfurt.

Möglichst viele Töpfe anzapfen

Am Donnerstag fand die erste Sitzung des Beirates in Kindelbrück statt, dessen Ziel es ist, ein gemeindliches Entwicklungskonzept auf die Beine zu stellen, um damit möglichst viele Fördertöpfe anzapfen zu können. Neben dem „Programm der Dorferneuerung“, sollen die Fühler in Richtung Regionale Aktionsgruppe (RAG) Sömmerda-Erfurt, dem Programm „Ländlicher Wegebau“ oder auch in Richtung Bundesprojekte zu Themen wie Klimaschutz oder Tourismus ausgestreckt werden, erklärte Maik Eßer, Chef der Verwaltungsgemeinschaft Kindelbrück, im Vorfeld der Sitzung die Strategie.

Gute Chancen sieht Juliane Kerst, vom Büro Ingenieur-Planung-Umwelt (IPU) Erfurt, die über langjährige Erfahrung verfügt und die Landgemeinde bei der Erarbeitung des Konzeptes unterstützt. „Gerade Dorfregionen werden vom Ministerium für das Programm der Dorferneuerung als Förderschwerpunkte gewünscht. Ist doch klar, eine Dorfregion hat mehr Potenzial als eine einzelne Gemeinde“, erklärte Juliane Kerst. Sie und ihr Kollege Sören Kube führten durch die erste Sitzung, bei der es darum ging, einen konkreten Maßnahmenkatalog zu erstellen.

Auf Vorhandenes zurückgreifen

Als Vorteil sieht Juliane Kerst, dass alle vier Ortsteile über Erfahrungen verfügen. So waren Kannawurf, Frömmstedt und Bilzingsleben bereits Förderschwerpunkte der Dorferneuerung. Kindelbrück konnte schon über das Programm der Städtebauförderung Fördermittel abschöpfen. Damit gebe es vorhandene Planungen, auf die man nun zurückgreifen könne.

Als sogenannter Pate war Matthias Bergmann aus Frömmstedt von der gleichnamigen Bäckerei zum Treffen eingeladen worden. Anliegen sei es, auch die Sicht junger Leute einzubringen, erklärt Zachar. Bergmann jedenfalls sei froh über jede Entwicklung, die die Landgemeinde attraktiver mache. Gespannt auf die Sitzung war auch Frank Gräßer aus Kannawurf. Gut finde er, dass die Bürger mitreden können.

Das nächste Treffen findet am 19. Dezember um 18.30 Uhr im Bürgerhaus in Bilzingsleben statt.

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