Altenpfleger-Ausbildung in Stadtroda: „Ich mag diesen Beruf“

Stadtroda.  Ein 22-Jähriger lässt sich in Stadtroda zum Altenpfleger ausbilden. Was macht diesen Beruf so spannend? Wir haben ihn gefragt.

Henning Bischoff, Azubi im DRK-Seniorenheim Stadtroda

Henning Bischoff, Azubi im DRK-Seniorenheim Stadtroda

Foto: Foto: Jens Henning

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Ich mag diesen Beruf einfach“, sagte Henning Bischoff (22) aus Stadtroda. Der junge Mann absolviert sein drittes Ausbildungsjahr zum Altenpfleger. Wenn alles klappt, beendet er im Mai seine Ausbildung.

Im Stadtrodaer Seniorenheim „Rodatal“, in Trägerschaft des DRK, freut man sich schon auf den jungen Mann. „Wir haben Interesse, dass er im Herbst bei uns anfängt“, sagt die zuständige Pflegedienstleiterin Sindy Bartsch. Für diese Woche war geplant gewesen, Henning Bischoff mit Aufgaben vertraut zu machen, die er künftig als Fachkraft Tag für Tag erledigen wird. Da der Krankenstand zu hoch war im DRK-Haus, musste Bartsch die Intensiv-Ausbildungswoche verschieben, wahrscheinlich auf die Osterferien. „Das ist leider nicht zu ändern. Herr Bischoff hätte die Woche eine ausgebildete Fachkraft an seiner Seite gehabt. Sie hätte ihn wie ein Schatten begleitet und ihm stets über die Schulter geschaut“, so Bartsch.

Dabei hätte Bischoff den direkten Kontakt zu den Ärzten gehabt. Er hätte die Hausbewohner, wenn nötig, spritzen müssen. „Diese Aufgaben sind Herrn Bischoff nicht fremd. Er hätte so aber das Gefühl bekommen, was ab Herbst auf ihn zukommt. Dann macht er nicht mehr die Arbeiten einer Pflegekraft, sondern die einer Fachkraft. Die Verantwortung ist höher“, erklärt Bartsch. Statt der geplanten Intensivwoche wurde es für ihn nun eine „normale“ Ausbildungswoche.

Henning Bischoff stammt aus Nordrhein-Westfalen. Dass er im Herbst 2017 nach Thüringen zog, lag am neuen Freund seiner Mutter. Er stammt aus Jena. Beide, seine Mutter und der Freund, sind in der Altenpflege tätig.

„Ich hatte im Juni ein Vorstellungsgespräch beim DRK Jena. Ein Wochenende habe ich in Stadtroda mitgearbeitet. Für mich stand schnell fest, das ist mein Ding. Der Umgang mit den Bewohnern hat mir gefallen. Hier geht es familiärer zu als in einem großen Krankenhaus“, sagt der 22-Jährige.

Das Seniorenheim in Stadtroda hatte 2019 zum ersten Mal die Woche organisiert. Die Erfahrungen waren positiv: Für die drei Frauen, die damals teilnahmen, war es eine aufschlussreiche Woche.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren