Brehm-Haus Renthendorf vor zwei wichtigen Sanierungen

Auch wenn die Gedenkstätte viel Geld verschlingt, soll sie Renthendorf erhalten bleiben.

Pfarrer Christian Ludwig Brehm musste einst aus dem Pfarrhaus ausziehen als seine Amtszeit vorbei war. Die Brehms kauften vom Bauern Senf das Grundstück, auf dem heute die Brehm-Gedenkstätte steht. Wenn Alfred Brehm früher von seinen Reisen zurückkehrte, suchte er Erholung unter den Linden vor dem Haus.Foto: Stefanie Kob

Pfarrer Christian Ludwig Brehm musste einst aus dem Pfarrhaus ausziehen als seine Amtszeit vorbei war. Die Brehms kauften vom Bauern Senf das Grundstück, auf dem heute die Brehm-Gedenkstätte steht. Wenn Alfred Brehm früher von seinen Reisen zurückkehrte, suchte er Erholung unter den Linden vor dem Haus.Foto: Stefanie Kob

Foto: zgt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Renthendorf. Die Gemeinde Renthendorf bekam das dritte Jahr keinen Haushalt zusammen. "Ein Haushaltssicherungskonzept wurde eingereicht", sagt Bürgermeisterin Karla Knoll. Allerdings wartet die Gemeinde derzeit noch auf die Antwort der Kommunalaufsicht. Das "größte Sorgenkind" wie Karla Knoll die Brehm-Gedenkstätte auch nennt, bereitete in den letzten Jahren den höchsten Aufwand. 13 100 Euro zahlte die Gemeinde, 5 100 Euro der Landkreis und 38 000 Euro steuerte das Land Thüringen bei. Die Gemeinde wird voraussichtlich in den kommenden Jahren Eigentümer bleiben müssen, da beim Notar ein Schreiben existiere, wonach die Gemeinde für das ehemalige Anwesen der Brehms zuständig sei. "Wir können es nicht verkaufen"; sagt Karla Knoll. "Das Gebäude samt Inventar wurde der Gemeinde überschrieben."

Die Bürgermeisterin von Renthendorf ist froh, dass inzwischen ein Zweckverband für die Brehm-Gedenkstätte gegründet wurde. Sechs Gemeinden kümmern sich nun um den Erhalt des ehemaligen Brehmschen Anwesens. Neben Renthendorf gehören Kleinebersdorf, Lippersdorf-Erdmannsdorf, Ottendorf, Eineborn und Tautendorf zum Zweckverband. Karla Knoll bedankt sich bei den Bürgermeistern und Gemeinderäten für deren Beitritt. "Wir stehen kurz vor zwei wichtigen Sanierungsvorhaben der Brehm-Gedenkstätte", berichtet die Renthendorfer Bürgermeisterin. "Die elektrische Anlage und die Fenster müssen erneuert werden", sagt sie. Auch das Dach hätte ein Reparatur dringend nötig. Für gestern Abend 20 Uhr war die Auftragsvergabe für die Elektrik und die Fenster angesetzt. Karla Knoll erachtet es als wichtig, dass die Brehm-Gedenkstätte erhalten bleibt - auch wenn die Finanzierung für die Gemeinde problematisch ist. Die Gedenkstätte ist von überregionalem Interesse für die Menschen in weiterer Entfernung.

Karla Knoll würde sich über mehr Sponsoren freuen, auch wenn sich bereits viele Initiativen entwickelt haben. Vor allem Hartmut Weidemann, der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Hügelland-Täler, habe die Fäden zusammengehalten und zum Bestehen der Brehm-Gedenkstätte beigetragen. "Ohne seine Mithilfe wäre sie geschlossen worden", sagt Karla Knoll.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren