Die Stadt Hermsdorf feierte und nahm die Kirchgemeinde mit

Hermsdorf  Ökumenischer Gottesdienst im Stadthaus Hermsdorf am Sonntag als Teil des Stadtfestes

Die prächtige Deckenmalerei in der im Jahr 1732 erbauten evangelisch-lutherischen Kirche Hermsdorf.

Die prächtige Deckenmalerei in der im Jahr 1732 erbauten evangelisch-lutherischen Kirche Hermsdorf.

Foto: Ute Flamich

Die Stadt Hermsdorf feierte ihr 50-jähriges Stadtrecht und nahm die Kirchgemeinden dabei mit.

Am Sonntag, 6. Oktober, fanden sich die Kirchgemeinden und christliche Gemeinschaften von Hermsdorf und auch Bad Klosterlausnitz im Saal des Stadthauses zusammen, um Dank zu sagen für dieses Ereignis und vor allem, um das Erntedankfest gemeinsam zu gestalten. Es war eine Premiere: Erstmals vereinten sich Christen nicht in einer Kirche oder kirchlichem Gebäude zu Gebet und Gesang. Sondern dort, wo sonst politische Reden oder kulturelle Angebote den Saal erfüllen, prägten diesmal Altar mit Kreuz und Bibel sowie Lesepult die Bühne.

Zahlreiche Christen hatten sich zu diesem Gottesdienst eingefunden und bildeten eine große Gemeinschaft zu Lob und Preis Gottes und vor allem zum Dank für die empfangenen Gaben. Dank auch für die gemeinsam erlebten Jahrzehnte hier in der Stadt und Umgebung. Die Kirchgemeinden erhielten ab Mitte der sechziger Jahre einen kräftigen Schub durch die Vergrößerung des Ortes und des Großbetriebes, der „Hescho“. Denn viele „Zujezuuchne“ hatten hier nicht nur Lohn und Brot sowie Wohnung, vielmehr fanden sie auch Heimat in ihrer Glaubensgemeinschaft. Ganz gleich ob evangelisch, katholisch, freikirchlich, methodistisch oder neuapostolisch – sie alle trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung des Ortes bei, brachten ihre Talente und Fähigkeiten für das Gemeinwohl mit ein.

Festlich die Klänge der Posaunen, nachdenklich insbesondere die Fürbitten, deren Anliegen dem Engagement der Mitmenschen in der Kommunalpolitik, der sozialen Betreuung, den Lehrern und Erziehern, der Nachbarschaftshilfe galten. Dank auch für die gefallene Grenze vor 30 Jahren. Eine Fürbitte galt den Rettungskräften, die unter Einsatz ihres Lebens sich permanent für den Nächsten einsetzen, denn das Stadtfest war zugleich Anlass für das Jubiläum „120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hermsdorf“.

Empfangen heißt auch Teilen, dies wurde in der Kollekte deutlich: 700 Euro erbrachte das gemeinsame Teilen für das Hilfswerk „Brot für die Welt“.

Die Stadt feierte, die Christen auch – für sie war dieser Ökumenische Gottesdienst ein Fest, ein Fest der Gemeinsamkeit vor Ort im Zeichen von Kreuz, Bibel und Bekenntnis.

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