Verstärkung gesucht für das Stadtrodaer Familienzentrum

Frank Kalla
| Lesedauer: 3 Minuten
Doreen Voigt, Gisela Schmidt und Katharina Drawert mit Kleinkind Elisabeth in den Räumen des Stadtrodaer Familienzentrums.

Doreen Voigt, Gisela Schmidt und Katharina Drawert mit Kleinkind Elisabeth in den Räumen des Stadtrodaer Familienzentrums.

Foto: Frank Kalla

Stadtroda.  Die Stadtrodaer Begegnungsstätte steht hoch im Kurs bei Jung und Alt. Sie würde sich über ehrenamtliches Engagement bei den Mitmachangeboten freuen

Nach und nach füllt sich der kleine Raum im Gebäude im Zeitzgrund 6, junge Mütter schälen ihren Nachwuchs aus den dicken Wintersachen, auf dem Tisch wird für ein kleines Frühstück eingedeckt. Es ist das Treffen der „Krabbelgruppe“ für Kinder unter drei Jahren. Die Mütter kommen mit Gisela Schmidt ins Gespräch, die sich ehrenamtlich um das Frühstück kümmert und auch immer einen Blick auf die Mädchen und Jungen hat, die auf einer flauschigen Decke auf dem Boden herumkrabbeln.

Es sind solche und andere Angebote wie Mal- oder Nähkurse und Cafe-Treffs für Alleinerziehende, die das Familienzentrum zu einer begehrten Begegnungsstätte haben werden lassen. Seit Oktober 2021 ist das Projekt des Bildungswerkes „Blitz“ am Start, mit Katharina Drawert hat man eine erfahrene Sozialpädagogin als Leiterin gewinnen können, die Hilfesuchenden auch fundierte Ratschläge mitgeben kann.

Weil die oftmals generationenübergreifenden Angebote überaus gut angenommen werden, sind helfende Hände jederzeit gefragt. „Wir freuen uns über jedes zusätzliche ehrenamtliche Engagement“, sagt Drawert. Ältere könnten ihre Erfahrungen bei der Kinderbetreuung oder bei den Kursen mit einbringen, gefragt seien aber auch Schülerinnen und Schüler oder Studenten. Gerade für die Ferienangebote im Februar würde man sich über zusätzliche Unterstützung freuen.

So lädt man am 13. Februar zu einer Wassergaudi ins Galaxsea Jena ein, am Dienstag, dem 14. Februar, soll es eine Hüttengaudi mit Sause im Familienzentrum geben. Neben sportlichen Spielen will man gemeinsam gesund kochen und backen. Auch an den anderen Ferientagen lädt man Eltern und ihre Kinder, aber auch Großeltern und Jugendliche gegen ein überschaubares Entgelt zu gemeinsamen Unternehmungen ein.

„Ohne eine gewisse Kostenbeteiligung geht es leider nicht“, sagt Koordinatorin Doreen Voigt. Zwar werde das Projekt Familienzentrum zu 80 Prozent über das Thüringer Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ gefördert, von den insgesamt 84.000 Euro müsse man einen 20-prozentigen Eigenanteil beisteuern.

Dass man die Teilnehmergebühren trotz gestiegener Preise derzeit auch für einkommensschwache Menschen moderat halten kann, ist auch zahlreichen Sponsoren zu verdanken, die das Projekt finanziell unterstützen. Dazu gehören nach Angaben von Doreen Voigt unter anderem die Jenoptik, die auch in Zöllnitz ansässige Böttcher AG, der Lions Club Paradies in Jena, die Sanitär- und Heizungstechnik Kranzel GmbH aus Stadtroda, die Filiale der Sparkasse Jena-Saale-Holzland in Stadtroda sowie zahlreiche weitere Unterstützer auch aus dem Privatbereich. „Dafür sind wir sehr dankbar, im April wollen wir zu einer kleinen Dankeschön-Veranstaltung in den Zeitzgrund einladen“, kündigt Voigt an.

Im Durchschnitt acht bis zehn Teilnehmer finden sich pro Kurs in dem Familienzentrum ein, längst sind die gemütlich eingerichteten Räumlichkeiten in dem Gebäude zu einem beliebten Treffpunkt für viele Familien aus Stadtroda und der Umgebung geworden. „Gerade weil der Zuspruch so groß ist, würden wir uns als zweiköpfiges Team sehr über zusätzliche Unterstützung freuen“, sagt Drawert, die Leiterin des Familienzentrums. „Wir wollen vorhandene Angebote ausbauen und haben auch schon Ideen für neue Sachen, beispielsweise Nachhilfe für Grundschüler.“