Gernewitz lädt ein zum Strohfigurenbau

Gernewitz  Nein, Gold spinnen aus Stroh, das können die Gernewitzer nicht. Aber prachtvolle Strohfiguren basteln, das kann man in dem Stadtrodaer Ortsteil sehr wohl. Seit 22 Jahren richtet das Dorf ein Strohfest aus, an diesem Wochenende wird sich wieder beim Stroh- und Hoffest wieder alles zum den Strohfigurenbau drehen.

Wolfgang Fuchs (li) und Matthias Schmitz freuen sich schon auf das diesjährige Gernewitzer Stroh- und Hoffest. 80 ehrenamtliche Helfer wollen Sorge tragen, dass das Fest auch in diesem Jahr wieder ein Erlebnis für die Besucher wird.

Wolfgang Fuchs (li) und Matthias Schmitz freuen sich schon auf das diesjährige Gernewitzer Stroh- und Hoffest. 80 ehrenamtliche Helfer wollen Sorge tragen, dass das Fest auch in diesem Jahr wieder ein Erlebnis für die Besucher wird.

Foto: Frank Kalla

Was man aus gepressten Strohballen alles basteln kann, das haben unter anderem Gerald Becker und Thomas Zörner mit einer überdimensionalen Eisenbahn, oder zahlreiche Bewohner des Wohngebietes „Hempelquere“ mit den Strohfiguren „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ im Vorfeld eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

„Sechs Mannschaften haben sich diesmal zum Strohfiguren-Wettbewerb angemeldet, der an diesem Sonnabend ab 10.30 Uhr beginnt“, erklärt Matthias Schmitz vom Feuerwehrverein.

Neu ist, dass die Besucher des Stroh- und Hoffestes, das eigentlich schon am Freitag um 20 Uhr mit dem Kabarett „Kurz & Kleinkunstbühne“ startet, diesmal entscheiden können, wer als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen wird. „Wir haben bunte Chips gekauft, welche die Besucher beim Kauf einer Roster erhalten. Mit den Chips, die vor den Strohfiguren in vorgefertigte Kisten eingeworfen werden sollen, können die Besucher entscheiden, welche Figur sie am gelungensten oder besonders originell halten“, erklärte Schmitz das neue System.

Auch wenn sich viel um den Strohfigurenbau dreht, ein Mangel an Abwechslung besteht beim Stroh- und Hoffest, das am Sonnabend um 10 Uhr offiziell eröffnet wird, nicht. So gibt es Auftritte des Jugendblasorchesters Tröbnitz (Sbd. 10.30 Uhr), der Musikschule Fröhlich (Sbd. 15 Uhr), der Jenaer Stadtmusikanten (So. 10.30 Uhr), ein Treffen der Chöre (So. 15 Uhr), einen Tanzabend mit „FOXX the Band“ (Sbd. 21 Uhr/Festzelt) oder ein Konzert im Denkmalhof (So. 18 Uhr).

Stolz sind Wolfgang Fuchs und Matthias Schmitz auch, dass man mit Trainerlegende Bernd Stange und Fußball-Ex-Nationalspieler Harald Irmscher am Sonnabend ab 13 Uhr zwei Prominente zu einer lockeren Diskussionsrunde nach Gernewitz holen konnte. „Die Runden kamen bei den Besuchern bislang überaus gut an“, sagte Fuchs.

Zum Programm dazu gehört aber auch ein Gottesdienst (So. 10 Uhr), Kegeln für Kinder und Erwachsene (So. 11 sowie 13 Uhr), ein Skatturnier (So. ab 9 Uhr) oder die Talentbühne (So. 13 Uhr). Bei einer Baustoffauktion haben zudem Interessierte am Sonntag im Denkmalhof die Chance, ab 14.30 Uhr uralte Teile zu ersteigern.

Eingebettet sind die Auftritte, Diskussionsforen oder Konzerte in eine Vielzahl anderer Aktivitäten am Dorfgemeinschaftshaus, dem Kristallhof, dem Agrarunternehmen Wöllmisse, dem Denkmalhof oder dem Altthüringer Weinkeller. So kann man einmal mit einem richtigen Traktor fahren, gibt es eine große Händlermeile im Bereich des Strohatelier, erwartet die Besucher eine Tierschau oder kann man am Sonntag im Denkmalhof Leckereien frisch auf dem Backofen verkosten. Zudem wurden für die jüngsten Besucher

Wie auch in den Jahren zuvor wird für das Volksfest kein Eintritt erhoben, kostenfreie Parkplätze in Richtung Rausdorf stehen ebenfalls zur Verfügung. „Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, betonte Schmitz.

Zwar sind der Feuerwehrverein, das Agrarunternehmen, der Kristall- sowie der Denkmalhof Ausrichter des Festes: „Ohne die vielen Gernewitzer, die helfen, gäbe es das Fest aber nicht.“

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