Hauchdünne Mehrheit für CDU-Kandidat Stephan Tiesler im Saale-Holzland

Hummelshain  Wahlkreis 35 Im Kopf-an-Kopf-Rennen setzt sich Stephan Tiesler gegen Markus Gleichmann von der Linken durch.

Die Anspannung stand Stephan Tiesler, CDU-Direktkandidat für den Wahlkreis 35 bis zum Schluss ins Gesicht geschrieben. 

Die Anspannung stand Stephan Tiesler, CDU-Direktkandidat für den Wahlkreis 35 bis zum Schluss ins Gesicht geschrieben. 

Foto: Jens Henning

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Spannender hätte die Landtagswahl im Wahlkreis 35 nicht ausgehen können: Bis gegen 22.40 Uhr war nicht klar, ob der hauchdünne Vorsprung von 97 Stimmen für Stephan Tiesler reichen würde, um für die CDU als Direktkandidat in den Thüringer Landtag einzuziehen. Bereits den ganzen Wahlabend lieferten sich der CDU-Kandidat mit Herausforderer Markus Gleichmann (Die Linke) und zwischenzeitlich auch mit AfD-Kandidat Dirk Luge ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Während bei Luge immer deutlicher wurde, dass die Stimmen nicht ausreichen würden, blieb Gleichmann dem CDU-Mann dicht auf den Fersen. Am Ende reichte es aber doch nicht, 71 Stimmen fehlten nach Auszählung des letzten Briefwahlkreises.

Stephan Tiesler, der zur Wahlparty ins Teehaus in Hummelshain eingeladen hatte, zeigte sich mehr als erleichtert. „Ich habe wie auf Kohlen gesessen“, gestand er. Er dankte allen Wählern, die ihm das Vertrauen geschenkt haben und erklärte, er werde jetzt im Landtag an die Umsetzung der Versprechen gehen, die er gegeben habe.

Markus Gleichmann gratulierte Tiesler nach Bekanntwerden des vorläufigen Wahlergebnisses zum Direktmandat. Offenbar habe der Wähler gewollt, dass künftig zwei Politiker aus der Region im Landtag vertreten sein sollen, spielte Gleichmann auf seinen Sitz im Landtag über die Landesliste an. Er sei sehr zufrieden mit der Wahl. „Die Städte wie Kahla, Hermsdorf oder Stadtroda habe ich gewonnen.“

AfD-Herausforderer Dirk Luge, der das drittbeste Ergebnis einfuhr, bedauerte, den Einzug verpasst zu haben. „Ich wäre schon gern Mitglied im neuen Landtag geworden.“ Sein Wahlkampf sei aber nicht umsonst gewesen, betonte er mit Blick auf das gute Abschneiden seiner Partei im Wahlkreis 35.

Olaf Möller von den Grünen sagte, einfache Parolen wie keine Stimme den Windkraftparteien hätten wohl beim Wähler mehr verfangen. „Uns ist es offenbar nicht gelungen, die Menschen von Dingen zu überzeugen, die notwendig sind.“

Glücklich war FDP-Kandidat Stefan Beyer. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, das über dem thüringenweiten Durchschnitt der FDP liegt.“

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