Hermsdorf bei jungen Familien beliebt

Hermsdorf.  Die Holzlandstadt als Magnet: Hermsdorf erfährt Zuwanderung aus Gera oder Jena.

Das Ortsschild von Hermsdorf. Immer mehr junge Familien zieht es in die Holzlandstadt.

Das Ortsschild von Hermsdorf. Immer mehr junge Familien zieht es in die Holzlandstadt.

Foto: Foto: Andreas Schott

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Sie kommen aus Gera, Jena oder dem Umland: Laut dem Hermsdorfer Bürgermeister Benny Hofmann ist die Stadt zunehmend ein Magnet für Zuwanderer geworden. „Wir haben mehr Geburten und noch mehr Zuzüge“, erklärte das Stadtoberhaupt zur jüngsten Einwohnerversammlung im Saal des Rathauses vor rund 50 Bürgern.

Hintergrund der Zuzüge sind vor allem die neuen Wohngebiete, wie der Wohnpark „An der Rauda“ oder die Wohnsiedlung an der Lahnsteiner Straße, die weitgehend ausgelastet sind. Zudem soll auf dem Gelände der ehemaligen Holzwerke Hermsdorf ein weiteres Wohngebiet entstehen, was die Sogwirkung verstärken dürfte. Dutzende neue Eigenheime oder Doppelhaushälften können auf dem weiträumigen, gut vier Hektar großen Areal errichtet werden, der Bebauungsplan liegt vor.

Platz in Hermsdorf wird knapp

Perspektivisch wird der Platz allerdings knapp. Schon jetzt zählt Hermsdorf laut Hofmann zu der Stadt mit der größten Bevölkerungsdichte, auf gerade einmal 319 Hektar Siedlungsfläche leben derzeit rund 8100 Menschen. Weil die Stadt nur begrenzte Flächen zur Verfügung hat, setzte man in der Vergangenheit auch auf eine Wohnbebauung in dritter oder vierter Reihe.

1031 Kinder zählte man im vergangenen Jahr in Hermsdorf, der Anteil der Erwachsenen an der Gesamtbevölkerung liegt bei rund 4500. Hinzu kommen rund 2500 Senioren. Dass die Zahl der Älteren nicht abnimmt, liegt nach Angaben des Bürgermeisters auch daran, dass es Senioren aus den umliegenden Dörfern in die Holzlandstadt zieht. Diese würden sich gern eine Wohnung in der Waldsiedlung nehmen, weil es dort eine gute Infrastruktur gebe.

Neue Kita in diesem Jahr

Insbesondere wegen der vielen jungen Familien in Hermsdorf sieht es Hofmann als vordergründigste Aufgabe für dieses Jahr an, die Erweiterung der Kindergarteneinrichtung „Pfiffikus“ zum Abschluss zu bringen. Es zeichne sich zudem schon jetzt ab, dass die Erweiterung der Kindergartenplätze nicht ausreichen werde. In der sanierten Villa und dem Anbau sollen einmal 25 Krippenkinder betreut werden. Die Stadt investiert knapp eine Million Euro in das Projekt.

Auch beim Thema Sport und Freizeit sieht sich die Stadt in der Pflicht. So möchte man in diesem und den kommenden Jahren verschlissene Sportanlagen erneuern oder diese völlig umgestalten.

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