Hermsdorf: Entsorgung des Klärschlammes als gemeinsame Aufgabe

Hermsdorf.  17 Thüringer Aufgabenträger der Abwasserentsorgung gründen Zweckverband zur kommunalen Klärschlammverwertung.

Verbandsvorsitzender Hans-Peter Perschke (links) mit Werkleiter Steffen Rothe bei der Unterzeichnung der Verbandssatzung des neuen Zweckverbandes zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen (KKT).

Verbandsvorsitzender Hans-Peter Perschke (links) mit Werkleiter Steffen Rothe bei der Unterzeichnung der Verbandssatzung des neuen Zweckverbandes zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen (KKT).

Foto: ZWA Thüringer Holzland

Wie der ZWA „Thüringer Holzland“ informierte, haben bereits Anfang Oktober in Neustadt/Orla 17 Vertreter von Thüringer Aufgabenträgern der Abwasserentsorgung mit ihrer Unterschrift unter der Verbandssatzung die Gründung des neuen Zweckverbandes zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen (KKT) bestätigt. Diese Aufgabenträger sind kommunale Dienstleister für etwa 810.000 Thüringer Bürgerinnen und Bürger

Ziel sind langfristig stabile Entsorgungskosten

Die Entsorgung des Klärschlamms als ein Abfallprodukt der Abwasserreinigung unterliegt deutschlandweit immer strengeren Vorschriften. Die umweltpolitischen Zielvorgaben führen dazu, dass immer weniger Landwirte den Klärschlamm als organischen Dünger ausbringen können. Damit wird der Verwertungsweg über die Verbrennung des Klärschlamms eine dominierende Rolle einnehmen. Darüber hinaus enthält der Klärschlamm Phosphor. Wegen der Endlichkeit der natürlichen Phosphorvorkommen muss dieser wichtige Nährstoff und essenzielle Rohstoff schon in wenigen Jahren aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden. Diese Veränderungen haben bereits dazu geführt, dass sich die gesamte Klärschlammentsorgung explosionsartig verteuert hat.

Die drastischen finanziellen Aufschläge treffen auch direkt die Thüringer Bürgerinnen und Bürger, weil die Kosten von den kommunalen Aufgabenträgern der Abwasserentsorgung durchgereicht werden müssen. Mit dem Zusammenschluss von 17 Aufgabenträgern der Abwasserentsorgung aus allen Landesteilen Thüringens wird die kommunale Aufgabe der Klärschlammentsorgung zukünftig gemeinsam wahrgenommen.

Die kommunalen Mitglieder (Kläranlagenbetreiber) sicherten damit im Solidarprinzip eine hochwertige und entsorgungssichere Klärschlammverwertung bei maximaler und transparenter Kostenkontrolle. Den Thüringer Bürgerinnen und Bürger sollen somit langfristig stabile Entsorgungskosten garantiert werden. Der ZWA „Thüringer Holzland“ will diese thüringenweit einzigartige kommunale Gemeinschaft mitentwickeln, teilte der ZWA mit.