Hermsdorfer Extremsportler berichtet über Grenzerfahrungen

Gernewitz.  Alles eine Kopfsache: Torsten Hentsch hat zur Winterakademie in Schlöben seine Erlebnisse beim Super-Trail am Mont Blanc erzählt.

Torsten Hentsch aus Hermsdorf bei einem Marathonlauf.

Torsten Hentsch aus Hermsdorf bei einem Marathonlauf.

Foto: Foto: Jens Henning

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Torsten Hentsch (54) ist Extremsportler, dessen sportliche Ziele sich im Grenzbereich und manchmal auch darüber hinaus bewegen. Darüber berichtete der 54-Jährige jetzt zur Winterakademie im Strohatelier des Agrarunternehmens „Wöllmisse“ Schlöben.

Extreme Herausforderung, die er meistern wolle, seien für Torsten Hentsch unter anderem Ultra-Crossläufe in Bergmassiven. Dazu schilderte er unter anderem seine Erlebnisse beim Wettkampf „La Petite Trotte à Léon“ (PTL), an dem er 2014 in einem Dreierteam mit Thomas Delling und Ute Herfurt im Mont-Blanc-Massiv teilnahm. Dabei stehen vor dem Team eine Strecke von etwa 300 Kilometern an, bei dem etwa 30.000 Höhenmeter innerhalb von knapp sechs Tagen gemeistert werden müssen.

Gestartet wird in Chamonix, hier ist auch das Ziel, am Montag, 17.30 Uhr. Sonntag,14.30 Uhr, muss man den Zielstrich erreicht haben. Mit zehn Kilogramm Gepäck werde der Lauf um das Bergmassiv begangen, an dem man Tag und Nacht, bei Wind, Regen, Schnee und auf dem Gletscher unterwegs sei. Nur 13 bis 14 Stunden Schlaf habe er in dieser Zeit bekommen, berichtet Hentsch.

Eindrucksvoll berichtete Torsten Hentsch in Wort und Bild über die gewaltige Herausforderung, beschrieb Glücksgefühle, schilderte Tiefs, die zum Aufgeben drängten, und benannte Gründe, warum es doch weiterging.

Torsten Hentsch beschreibt sich als durchtrainiert, drahtig und sportlich hartnäckigen Menschen. Neben 101 Marathonläufen hat er bereits zahlreiche Wettkämpfe über 100, 200 und mehr Kilometer bestritten. Das seien gute Voraussetzungen, um auch beim PTL-Lauf zu bestehen.

Die entscheidende Sache, um herausfordernde Ziele erreichen zu können, passiere im Kopf. „Zu 90 Prozent ist es Kopfsache. Die körperliche Verfassung trägt nur zu zehn Prozent zum Gelingen bei“, so Torsten Hentsch. Wichtig sei, dass man sich gerade bei solchen Distanzen Zwischenziele stelle, um das Hauptziel überhaupt schaffen zu können. Das sei nicht anderes im Leben, auch hier sei der Erfolg von der Einstellung abhängig, so der 54-Jährige.

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