Kommentar: Ein Wald, ein Ziel

Frank Kalla über eine marode Brücke im Forst

Frank Kalla Stadtroda OTZ Redaktion

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Foto: Jens Henning / OTZ

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Keine Frage: Eigentum verpflichtet. Obwohl jeder im Wald herumstromern kann - sei es, weil wieder mal Pilzsaison ist, sei es, weil man die frische Waldluft in vollen Zügen genießen will - ist letztlich der Waldbesitzer für viele Dinge verantwortlich, mit denen er eigentlich gar nichts zu tun haben möchte. Die Brücke über den Raudenbach bei Hermsdorf ist so ein schönes Beispiel.

Für die Waldbewirtschaftung völlig unbrauchbar, ist der hölzerne Steg praktisch eine Last für die Hatzfeldt-Wildenburg’sche Forstverwaltung. Nun können Hermsdorf oder Bad Klosterlausnitz sagen, das geht uns alles gar nichts an, was vom Grundsatz auch stimmen mag. Tatsächlich aber geht der Wald alle etwas an. Die Forstverwaltung braucht den Wald, um Geld zu verdienen, Bad Klosterlausnitz kann als staatlich anerkannter Kurort nicht auf intakte Waldflächen verzichten. Ohne gute Wanderwege im Wald gibt es keinen richtigen Tourismus in der Region, der Erhalt uralter Trampel- und Schleichpfade verkürzt die Wege für die Alteingesessenen.

Wenn aber alle am Wald partizipieren, dann müssten unterschiedliche Interessenlagen immer unter einen Hut zu bringen sein. Ja, eine neue Brücke über den Raudenbach dürfte nicht billig sein. Teilt man sich in die Verantwortung hinein, kann aber die Last am Ende für alle erträglich sein.

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