Meine Meinung: Ohne Hilfe nicht realisierbar

Andreas Schott über ökologische und ökonomische Zwänge für Waldbesitzer.

Andreas Schott

Andreas Schott

Foto: Jens Henning

Klimakrise hin, Klimakrise her: Der Wald leidet. Erfüllt der Wald als Speicher von Kohlenstoffdioxid und als Wasserspeicher nicht mehr seine Funktion, droht das Ökosystem offenbar zu kippen. Sichtbares Zeichen ist die Fichte. Die extreme Trockenheit in den letzten Jahren führt bei dem Flachwurzler zum Absterben.

Aber auch Kiefern, je nach Bodenbeschaffenheit in der Region, bilden zum Teil nur ein flaches Wurzelsystem aus, sie leiden unter Wassermangel. Stehen die einst als Monokultur aus Gründen der Holzgewinnung gepflanzten Prachtbäume noch dicht an dicht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Wasser den Waldboden erreicht, eher gering.

Waldumbau hin zum Mischwald, Licht und Luft schaffen, damit junge Bäumchen sich entwickeln können, das wird seit Jahren praktiziert. Das alles braucht seine Zeit. Was Waldbesitzer heute bereit sind zu leisten, können sie erst nach mehreren Jahrzehnten ernten. Doch hier treffen ökologische auf ökonomische Zwänge.

Wer Wald nachhaltig bewirtschaften will, hat Kosten, die durch den Niedergang der Holzpreise schon lange nicht mehr zu kompensieren sind. Deshalb sehe ich es als eine gesellschaftliche Aufgabe, Waldbesitzer mit Finanzmitteln von Bund und Land zu unterstützen.