Neugeboren in Jena: Mutter Natur hat zugeschlagen

Jena.  Uniklinik Jena: Warum eine junge Mutter dringend etwas richtig stellen muss

Romana Schirmer aus Kleineutersdorf mit Tochter Rosalie

Romana Schirmer aus Kleineutersdorf mit Tochter Rosalie

Foto: Jens Henning

Romana Schirmer (36) aus Kleineutersdorf hatte so sehr gehofft, dass der Reporter der Baby-Serie, einer Gemeinschaftsaktion des Jenaer Klinikums und der Tageszeitung, vorigen Freitag bei ihr am Krankenbett im Zimmer 7 der Wöchnerinnen-Stadion im Jenaer Klinikum vorbeischaut. „Ich muss unbedingt etwas richtigstellen.“ Mit diesen Worten begrüßte sie den Zeitungsmann. Dabei zeigte sie auf ihre Tochter Rosalie Romana. Sie wurde am Freitagmorgen um 5.33 Uhr im Kreißsaal geboren. Sie wog 3940 Gramm und war 54 Zentimeter groß. Es ist ihr fünftes Kind.

Aber warum Richtigstellung? „Sie kennen mich wohl gar nicht mehr? Ich war doch schon einmal in der Zeitung, zum Valentinstag im Februar 2019, mit meiner Tochter Aurelia. Damals hatte ich gesagt, dass die Familienplanung abgeschlossen ist“, sagte sie.

Romana Schirmer musste schmunzeln: „Was soll man machen! Mutter Natur hat wieder zugeschlagen. Bei uns im Dorf hatten uns schon einige komisch angeschaut. Sie hatten mich an meine Aussage erinnert.“

Rosalie ist bereits das fünfte Kind im Hause Schirmer – nach Julius (12), Florentine (11), Lieselotte (3) und Aurelia (1) „Jetzt ist aber wirklich Schluss“, sagt die fünffache Mutter.

„Als klar war, ich bin schwanger, haben wir alles genau überlegt, wie wir unseren Alltag mit dem fünften Kind schaffen. Es geht“, sagte sie.

Beruflich hat sich bei Romana Schirmer auch einiges getan seit dem Februar 2019. Nach dem Ende ihrer Zeit als Soldat bei der Bundeswehr begann sie an der Kahlaer Regelschule ein Referendariat. „Dass ich dann auch gleich schwanger war, das war aus beruflicher Sicht natürlich nicht so optimal“, sagte sie.

Die Elternzeit nimmt ihr Mann Frank (43) in Anspruch. Er arbeitet in Teilzeit, „damit kann ich weiter arbeiten gehen.“ In Gumperda haben die Schirmers eine „Top-Tagesmutter“ gefunden. „Dort ist auch schon Aurelia. Künftig bringen wir dann auch unsere Rosalie hin.“

Viel zu erzählen hatte auch Alexandra Werner (33) aus Stadtroda. Sie hatte am 29. September um 15.12 Uhr ihren Sohn Elias Gabriel Arthur zur Welt gebracht, als Frühchen. Mutter Alexandra Werner befand sich erst Ende der 37. Schwangerschaftswoche. Das errechnete Geburtsdatum war eigentlich der 21. Oktober. Elias ist Alexandras drittes Kind nach Tochter Aalliyah Beatrice ist schon zwölf und Darian Constantin, der 2014 geboren wurde.

Vater der drei Kinder ist Tobias Hauptmann (31) aus München. 2007 hatten sich die damals noch in Eisenberg wohnende Alexandra und der Bayer bei einer Familienfeier kennengelernt. 2007 zog Tobias nach Eisenberg. Die Anfänge der Beziehung waren nicht so einfach. Alexandra war bei Aaliyahs Geburt 21, Tobias erst 18. Beide hatten ihre Ausbildung noch vor sich. Doch die kleine Familie wuchs nicht nur zusammen. Auch beruflich ging es aufwärts bei beiden. Heute ist Tobias bei Kaufland in Gera als Warenbereichsleiter tätig.

Seit April 2020 wohnen sie zusammen in Stadtroda zur Miete. Vergessen ist die Zeit davor, als sie dreieinhalb Jahre getrennt lebten. „Jetzt haben wir uns wieder, hoffentlich für immer“, sagt Alexandra Werner.

Die Zahl der Geburten im Jenaer Universitätsklinikum kletterte auf die Zahl 1182 für das Jahr 2020. Zum gleichen Zeitpunkt waren es 2019 „nur“ 1097.