Meine Meinung

Noch gibt es Hoffnung

Ute Flamich

Ute Flamich

Foto: Peter Michaelis

Ute Flamich über verhärtete Fronten in Stadtroda.

Die Fronten sind verhärtet, ein gemeinsamer Weg mit Kompromissen im Sinne der Sache ist offensichtlich nicht möglich gewesen. Diese Situation führte dazu, dass der CVJM Stadtroda am Montag ein Schreiben von der Stadt erhielt, die darin das Pachtverhältnis für die Freizeit-Ranch aufkündigt. Das ist ganz schwere Kost für einen Verein mit ehrenamtlichem Vorstand, der seit mehr als 20 Jahren gute Kinder- und Jugendarbeit für Stadtroda und die Region leistet und gewillt ist, dies weiterhin zu tun.

Erst kürzlich ist ein neuer mobiler Jugendarbeiter eingestellt worden, der sein Büro im CVJM-Vereinshaus auf der Freizeit-Ranch hat. Man sei auch auf dem Weg einer inhaltlichen Neuausrichtung, sagt Vereinsvorsitzender Reinhard Geiß und sprach über die geplante Zusammenarbeit mit Schülerforschungszentren. Die Kündigung aber könnte für den Verein jetzt das Aus bedeuten. Das kann niemand in Stadtroda, in der Region und im Kreis wollen.

So bleibt die Frage: Hätte es andere Möglichkeiten oder Örtlichkeiten für die Errichtung eines Waldkindergartens gegeben? Bürgermeister Klaus Hempel zufolge nicht. Andere Möglichkeiten seien ausgelotet, und mehr als zwei Jahre sei über die Errichtung des Kindergartens gesprochen worden. Jetzt sei die Zeit zum Handeln gewesen.

Noch aber gibt es Hoffnung: Hempel zeigt sich offen für Gespräche und hat eine gemeinsame Nutzung des Geländes von Blitz-Verein und CVJM noch nicht ad acta gelegt. Hoffentlich die anderen Beteiligten ebenfalls nicht.

Stadtroda kündigt dem CVJM die Pacht der Freizeit-Ranch