Reichenbacher zeigen in Paris die Zugspitze und Kois

Reichenbach.  Reichenbachs Porzelliner fahren zur Pariser Deko-Messe Maison & Objet. Anhaltende Streiks vor Ort führen aber zu Unsicherheiten.

Caroline Leier trägt ein Edelmetallpräperat auf ein Designerstück, eine Koi-Vase von Paola Navone, auf. Ab Freitag ist die Reichenbacher Porzellanmanufaktur auf der Pariser Messe Maison & Objet, eine Messe für Haushaltswaren und Dekorationen, zu Gast.

Caroline Leier trägt ein Edelmetallpräperat auf ein Designerstück, eine Koi-Vase von Paola Navone, auf. Ab Freitag ist die Reichenbacher Porzellanmanufaktur auf der Pariser Messe Maison & Objet, eine Messe für Haushaltswaren und Dekorationen, zu Gast.

Foto: Foto: Andreas Schott

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Schon vor einer Woche per Container auf Reise gegangen seien die Messeprodukte der Reichenbacher Porzellanmanufaktur für die internationale Pariser Messe Maison & Objet, erzählt Annett Geithe, Prokuristin der Reichenbacher Porzellanmanufaktur. Die Porzelliner gehören mittlerweile zu den Messe-Stammgästen in der französischen Metropole. Doch in diesem Jahr scheint aufgrund der anhaltenden Streikaktivitäten alles ein bisschen unsicherer, meint die Prokuristin.

Sie reise mit dem Zug nach Paris und hoffe, dass alles reibungslos verlaufe. Doch von der Hauptstadt bis zum außerhalb der Metropole gelegenen Messegelände sei sie gleichfalls auf öffentliche Verbindungen angewiesen. „Wir haben zwar vom Veranstalter positive Signale erhalten und hoffen, dass alles mit den Verbindungen auch klappt. Das gleiche trifft ja auch für die Besucher der internationalen Messe zu, die ja auch irgendwie zur Ausstellung gelangen müssen“, schöpft Annett Geithe ein bisschen Mut.

Vorfreude und Spannung zugleich

Und wie im Vorfeld vor jeder Ausstellung wechseln sich Vorfreude und Spannung ab. „Wir freuen uns auf die Messe, weil wir uns als Manufaktur präsentieren können. Und wir haben wieder ein paar Neuigkeiten im Gepäck und hoffen auf eine gute Resonanz“, schaut die Prokuristin voraus. Darunter unter anderem die neueste Idee der italienischen Designerin Paola Navone. Sie habe eine besondere Vase kreiert, die sich aus drei modulierten Kois zusammensetzt.

Die handgefertigten Vasen seien mit kräftigen Farben und Glanzgold versehen. „Noch Ende Dezember haben wir mit Paola Navone letzte Absprachen getroffen und dem Designerprodukt den letzten Feinschliff gegeben. Bis zuletzt haben wir noch akribisch daran gearbeitet. Eine erste kleine Auswahl in verschiedenen Farben werde wir in Paris erstmals vorstellen“, kündigt Annett Geithe an.

Und noch eine Besonderheit soll auf der Pariser Messe präsentiert werden. Die Reichenbacher Porzellanmanufaktur stellt einen Teller vor, der am Rand von einem plastisch gehaltenen Gebirgszug durchzogen werde.

„Ein Gebirge im 3-D-Effekt, je nach Lichteinfall verstärkt sich der Effekt, zieht sich den Rand entlang. Die abgeformte Gebirgskette zeigt das Zugspitzmassiv, mit dem höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze“, erzählt sie.

Für den 31 Zentimeter großen Teller haben die Reichenbacher vom Deutschen Manufakturverein bereits einen Designerpreis erhalten. Die Idee für die Herstellung des Tellers mit dem Gebirgszug stamme von zwei jungen Designern aus Darmstadt.

Die Manufaktur habe sich der besonderen Aufgabe gestellt und die nicht ganz einfache technologische Herausforderung gemeistert. „In Vorbereitung haben wir noch eine weitere Gebirgskette, die sich ganz aus Porzellan über den Tellerrand erheben soll. Das Matterhorn, einer der höchsten Berge der Alpen, wird es sein“, verrät Annett Geithe.

Bewährtes im Messegepäck

Komplettiert werde der Messestand der Reichenbacher Porzellanmanufaktur mit den erfolgreichen Serien „Colour“ von Designer Gerd Sommerlade sowie „Taste“ von Paola Navone. Die Reichenbacher gehen die Messetage mit Zuversicht an und versprechen sich eine gute Resonanz für ihre Ausstellungsprodukte. Zudem wolle man mit Besuchern, Messeanbietern und vor allem mit Designern ins Gespräch kommen. „Daher werden wir am Messestand verstärkt darauf hinweisen, dass wir ein Handwerksunternehmen sind, das vielerlei Ideen umsetzen kann“, blickt Annett Geithe auf Kommendes.

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