Robinie soll am neuen Radweg Schatten spenden

Quirla.  Stadtroda lässt den Baum des Jahres diesmal im neuen Ortsteil Quirla pflanzen

Gemeindearbeiter Dieter Beyer und Bürgermeister Klaus Hempel an der frisch gepflanzten Robinie.

Gemeindearbeiter Dieter Beyer und Bürgermeister Klaus Hempel an der frisch gepflanzten Robinie.

Foto: Frank Kalla

Finanziert über Spenden in Höhe von rund 110 Euro ist im neuen Stadtrodaer Ortsteil Quirla der Baum des Jahres gepflanzt worden: eine vier Meter hohe fünf Jahre alte Robinie. Künftig soll sie Wanderern oder Radfahrern bei einer Verschnaufpause am neuen Radweg zwischen Quirla und Mörsdorf an einem kleinen Rastplatz Schatten spenden.

Seit 2013 wird in Stadtroda jedes Jahr ein Baum des Jahres gepflanzt. Unter anderem steht am Schützenhaus eine Esskastanie, im Ortsteil Gernewitz wurde eine Traubeneiche gepflanzt und in der Beckerleede bereichert seit einigen Jahren ein Feldahorn die Landschaft. Darüber hinaus wurden auch andere Bäume, beispielsweise alte Obstbaumsorten auf städtischen Flächen gepflanzt. „Einerseits tragen die zusätzlichen Bäume zum Erhalt der städtischen Begrünung bei, andererseits sorgen die unterschiedlichen Baumarten auch für mehr Artenvielfalt“, sagte Stadtrodas Bürgermeister Klaus Hempel (Freie Wähler).

Der Standort für die Robinie wurde dabei von der Stadt bewusst ausgewählt. „Robinien wachsen ziemlich schnell und mit ihrem Feinwurzelsystem kann sie zur Bodensicherung auf Dämmen und Böschungen beitragen“, erklärte Bärbel Weske von der Stadtverwaltung und verwies auf den zwischen Radweg und Landesstraße befindlichen kleinen Hang. Zudem sei die Baumart ziemlich salz- und immissionstolerant, auch aus diesem Grund sei der Standort ideal.

„Jeder zusätzliche Baum im Ort ist ein Gewinn für die Menschen“, erklärte Gemeindearbeiter Dieter Beyer, der sich insbesondere darüber freute, dass die Stadt bei solchen Baumpflanzaktionen auch die neuen Ortsteile im Blick behält. „Das ist uns auch sehr wichtig“, betonte Bürgermeister Hempel. So wolle man den nächsten Baum des Jahres im kommenden Jahr in Bollberg pflanzen. Die beiden einstmals selbstständigen Gemeinden Quirla und Bollberg gehören seit knapp zwei Jahren zur Stadt Stadtroda.

Hempel bedankte sich im Namen der Stadt bei den vielen Spendern, die bislang mit ihrem Geld dazu beigetragen haben, dass zusätzliches Grün in die Stadt kommt. „Vielleicht finden sich auch in Zukunft auch Baumpaten“, so seine Hoffnung.