Schumacher-Bus bleibt in Laasdorf

Laasdorf.  Der Geschäftsmann Kai Nieklauson aus Jena lässt das historische Fahrzeug gerade aufhübschen.

Der Bus von Michael Schumacher aus den Jahren 2001 bis 2004.

Der Bus von Michael Schumacher aus den Jahren 2001 bis 2004.

Foto: Jens Henning

Der rote Ferrari-Bus des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher ist weiter in Laasdorf.

Seit einigen Tagen steht das Fahrzeug, mit dem Schumacher und sein damaliger Teamkollege Rubens Barrichello, von 2001 bis 2004 von Rennort zu Rennort getourt wurde, aber nicht mehr auf dem Firmengelände von Chrome Cars in Laasdorf. Der aufmerksame Autofahrer, der von Stadtroda nach Jena und umgekehrt unterwegs war, dürfte den auffälligen Bus schon vermissen. „Nein, wir haben den Bus nicht verkauft. Wir hübschen ihn nur etwas auf. Er ist doch ein wenig in die Jahre gekommen“, sagte Eigentümer Kai Nieklauson.

Bus zieht nicht nur Rennsportfans magisch an

Vor einem Jahr kaufte ihn Nieklauson, um ihn bei großen Sportveranstaltungen, Festen oder Firmenfeiern zu präsentieren.

Der Name von Michael Schumacher besitzt international nach wie vor einen sehr guten Klang. Ein Bus mit dem Logo Ferrari, dem Hauptsponsor des Schumacher-Teams, zieht nicht nur die Fans der Formel 1 magisch an. „Auch Leute, die mit dem Automobilrennsport nicht so viel zu tun haben, wollen den Bus sehen und auch die Innenausstattung“, sagte Nieklauson. Über die Echtheit des Fahrzeuges gibt es keine Zweifel. Nieklauson besitzt die Original-Papiere. Er kennt auch die Vorbesitzer.

„Corona kam für uns auch ungünstig. Da müssen wir nicht um den heißen Brei reden. Auch wir hatten einen vollen Terminkalender. Wir wollten bei verschiedenen Messen und Rennen im Ausland dabei sein und wollte auch den Schumi-Bus zeigen. Das ist jetzt nicht möglich. Die Großveranstaltungen in Holland, in England oder in Frankreich sind alle auf einen Schlag abgesagt worden und damit hat sich auch unsere Teilnahme erledigt.“ Jammern will Nieklauson aber nicht. „Ich bin geschäftlich gut aufgestellt. Ich bin Händler von seltenen und einzigartigen Fahrzeugen, da muss man auch mal so eine Zeit überstehen. Das werden wir auch schaffen.“

Ausstellung in der Sparkassenarena in Jena geplant

Nieklauson will im Herbst, wenn es Corona und die Bestimmungen zulassen, wieder durchstarten. Er ist Mit-Gesellschafter der Sparkassenarena in Burgau. Für November, Dezember planen die Arena-Macher verschiedene Events. Dazu gehört auch eine Ausstellung mit Fahrzeugen, die Nieklauson in den vergangenen Jahren in der ganzen Welt gekauft hat. „Wir sind dran. Wir basteln an einem Konzept. Vielleicht wird es für die Ausstellung ein Zeitfenster für die Besucher von zwei Stunden geben. Dann könnten wir gewährleisten, dass möglichst viele Leute diese Fahrzeuge sehen können.“ Einen potenziellen Käufer für den Schumacher-Bus gibt es laut Nieklauson aktuell nicht. „Wir sind da aber tiefen-entspannt. Für Busse von solchen Sportskanonen gibt es immer einen Markt. Man muss hier einfach etwas Geduld haben, gerade jetzt. In Zeiten von Corona stehen die Käufer nicht Schlange“, sagte der Geschäftsmann.

Elvis-Cadillac mit Schuss-Loch

2017 machte Nieklauson mit seinem Team aus Laasdorf schon einmal in unserer Region auf sich aufmerksam, als er mit dem 68er Cadillac Eldorado, den Elvis Presley 1967 kaufte und fast ein Jahr fuhr, auf den Straßen unterwegs war. Anlässlich des 40. Todestages des King of Rock ‘n‘ Rolls war der Schlitten mit dem Einschuss-Loch zu zahlreichen Events gebucht gewesen.