Stadtroda sucht Abnehmer für Erde

Bollberg.  Große Hügel im Gewerbegebiet Bollberg sollen weg

Blick auf das neue Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Bollberg. Im Hintergrund sind die Erdhügel zu sehen, die die Stadt Stadtroda gern loswerden möchte.

Blick auf das neue Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Bollberg. Im Hintergrund sind die Erdhügel zu sehen, die die Stadt Stadtroda gern loswerden möchte.

Foto: Frank Kalla

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Manch’ neuer Hauseigentümer wäre froh, wenn wenn er genügend Erde auf dem vor wenigen Monaten erworbenen Grundstück hätte, die Stadt Stadtroda ist indes alles andere als glücklich über ihren Reichtum an Erde. Fielen doch mit dem Bau des zweiten Regenrückhaltebeckens im Industrie-und Gewerbegebietes beträchtliche Mengen des Rohstoffes an. Auf 2000 Kubikmeter summiert sich der Erdaushub, der im Gewerbegebiet in Form von zwei Hügeln gut zu sehen ist.

Insbesondere für die Bollberger sind die Haufen ein Ärgernis. Befürchtet man doch in dem Ort, dass beispielsweise spielende Kinder die Erdhaufen als Abenteuerspielplatz missbrauchen oder dass an der Stelle illegal Müll abgelagert wird.

Erde wird auch gebraucht

Beim Bauamt der Stadtverwaltung steckt man in einer Zwickmühle. Einerseits möchte man gern so viel wie möglich von den Erdmassen los bekommen, andererseits geht Bauamtsmitarbeiter Ingo Otto davon aus, dass man im Zuge der weiteren Erschließungsarbeiten im Industrie- und Gewerbegebiet Mutterboden und Erdaushub benötigt. Beispielsweise, wenn die bereits vorbereitete Straße asphaltiert und im Anschluss die Bankette hergerichtet werden. Möglich sei auch, dass künftige Unternehmen, die sich im Gewerbegebiet ansiedeln wollen, Erdaushub benötigen.

Mutterboden für 12 Euro die Tonne

Deshalb fährt die Stadt zweigleisig. Mutterboden beispielsweise - geschätzte 1200 Kubikmeter wurden abgezogen und aufgetürmt - verkauft man für 12 Euro die Tonne an Interessierte. „Der Boden ist nicht gesiebt, es können Steine drin sein, aber deshalb ist er auch preiswert“, sagt Ingo Otto. Abgeben würde man auch größere Mengen Erdaushub.

Sollten die Hügel in absehbarer Zeit nicht an Volumen verlieren, kann Otto sich vorstellen, dass man die Böschung der Anschüttkegel flacher profiliert, um eine Gefährdung auszuschließen, oder notfalls einen Bauzaun um die Erdhügel aufstellt. Letztere Variante hatte auch Bürgermeister Klaus Hempel aus Sicherheitserwägungen ins Spiel gebracht.

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