Stadtrodaer feiern ihr Fest des Jahres

Stadtroda.  Hunderte Besucher kommen wieder zum Adventsglühen in die Innenstadt und erleben traumhafte Stunden

Victoria Richter, Jessica Buchda, Michael Vu, Johannes Foitzik und Emily Dyllus (v.li.n.re.) vom Staatlichen Pestalozzi-Gymnasium stoßen mit Punsch auf das Gelingen des Adventglühen in Stadtroda an. Das alljährlich von Vereinen und Gewerbetreibenden organisierte Fest lockte wie schon in den  Vorjahren Hunderte Besucher in die historische Innenstadt von Stadtroda. 

Victoria Richter, Jessica Buchda, Michael Vu, Johannes Foitzik und Emily Dyllus (v.li.n.re.) vom Staatlichen Pestalozzi-Gymnasium stoßen mit Punsch auf das Gelingen des Adventglühen in Stadtroda an. Das alljährlich von Vereinen und Gewerbetreibenden organisierte Fest lockte wie schon in den  Vorjahren Hunderte Besucher in die historische Innenstadt von Stadtroda. 

Foto: Frank Kalla

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Es ist gegen 18 Uhr, und über das Gesicht von Klaus Fickler huscht ein breites Lächeln. „Gott sei dank, dass Adventsglühen hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt.“ Strömten doch nach einem verhaltenen Auftakt Hunderte Besucher durch die Innenstadt, drängelten sich zwischen den Buden auf dem Amtsplatz oder genossen in der Sparkassen-Filiale unter anderem dem Auftritt der „Toledos“.

Das Adventsglühen, zu dem am Vorabend Händler, Vereine und Privatpersonen eingeladen hatten, ist für die Rod’schen und ihre Gäste das Fest des Jahres. „Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr kann man so viele Leute treffen“, sagt Ingolf Weiß, der wie viele andere Mitglieder des Stadtrates auf dem Fest dabei war.

Mit dem Lied „So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit“ hatten die Knirpse der Kindertagesstätte „Haus Sonnenschein“ auf den Stufen der Sparkassen-Filiale an der Roda das Fest eröffnet und jede Menge Applaus für ihre musikalischen Darbietungen erhalten. Auch anderswo waren weihnachtliche Klänge zu hören, die Mitglieder der Musikschule Fröhlich beispielsweise musizierten auf dem Amtsplatz.

Viele nutzten das Fest, um über den Verkauf von Glühwein, Rostern, Soljanka, Fischbrötchen oder Stadtrodaer Klosterbräu Geld für verschiedene Projekte zu sammeln. Mitglieder des Kurses der 12. Klasse am Staatlichen Pestalozzi-Gymnasium Stadtroda nutzten das Adventsglühen beispielsweise, um ihre Kasse für den bevorstehenden Abiball aufzubessern. Neben Schokoladen-Äpfeln boten die Mädchen und Jungen unter anderem Punsch, gebrannte Mandeln und andere Dinge an ihrem Stand an. „Ich finde das Fest wunderschön“, lautet die Einschätzung von Emily Dyllus.

Spontane Aktion fürs Gymnasium

Ganz spontan hatte sich das Team von Zahnarzt Torsten Pretschold entschieden, beim Adventsglühen mitzumachen. Vor der Praxis boten unter anderem Suwanrat Bunchan und Suphapoxu Pretschold selbstgemachte Soljanka, Krapfen, Fettbrote und natürlich Glühwein an. „Das war so eine Idee aus dem Bauch heraus“, erklärte Zahnarzt Torsten Pretschold, der sich vor Ort um neues Holz für die beiden Feuerschalen kümmerte. „Das Team der Praxis möchte den Erlös dem Stadtrodaer Gymnasium zugute kommen lassen.“ Auch andernorts - beispielsweise in der Sparkasse - wurde für soziale Projekte gesammelt.

„Das Fest ist jedes Jahr bombastisch. Stadtroda braucht so etwas einfach“, freute sich auch Janine Deumer. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der „Rod’schen Querschläger“ bot die Vereinschefin am Stand auf dem Amtsplatz neben Stadtrodaer Klosterbräu auch Fischsemmeln an, die auch deshalb reißenden Absatz fanden, weil diese vom Stadtrodaer Buchautor Axel Gutjahr zubereitet waren. „Diesmal gehe ich fremd“, meinte Gutjahr schmunzelnd und verwies darauf, dass es seine Fischsemmeln eigentlich nur zur Hellborner Himmelfahrt gibt.

Gutes Geschäft für Innenstadthändler

Mit vor Ort auch der Stadtrodaer Bibliotheks-Förderverein, der an einem Stand Bücher anbot und auch verschenkte. Nachdem der Förderverein in diesem Jahr ein Heft über die 150-jährige Geschichte der Stadtbibliothek herausgebracht hatte, wäre man froh, mehr geschichtliche Hintergründe über die Einrichtung zu bekommen.“ Gerade über die Zeit in der DDR gibt es praktisch keine Aufzeichnungen oder Quellen“, sagte Friedhelm Berger.

Während man auf der Straße bei Glühwein das Wiedersehen von alten Bekannten feierte, herrschte in den geöffneten Geschäften der Innenstadt dichtes Gedränge. Viele nutzten das Adventsglühen, um nach einem passenden Weihnachtsgeschenk Ausschau zu halten. Gabriele Linse von der Holzland-Buchhandlung kam noch nicht einmal dazu, eine Roster vom Stand des Feuerwehrvereins zu holen.

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