Stadtrodaer Gymnasiasten beim Digi-Lotsen-Projekt dabei

Stadtroda.  Stifterverband fördert die Verbesserung der Kommunikation am Gymnasium mit 10.000 Euro

Oskar Kölbel, Florentine Fritzsche, Hanna Tänzer und Niklas Sawada vom Stadtrodaer Pestalozzi-Gymnasium (von links) wollen mit einer verbesserten Schul-App die Kommunikation unter den Schülern befördern.

Oskar Kölbel, Florentine Fritzsche, Hanna Tänzer und Niklas Sawada vom Stadtrodaer Pestalozzi-Gymnasium (von links) wollen mit einer verbesserten Schul-App die Kommunikation unter den Schülern befördern.

Foto: Frank Kalla

Freudig überrascht, dass das eingereichte Video zum Thema Digitalisierung den Stifterverband dazu bewog, das Johann-Heinrich-Pestalozzi-Gymnasium in das bundesweite Projekt „Digi-Lotsen“ aufzunehmen, war man in Stadtroda schon. Schließlich stehen mit der Anerkennung 10.000 Euro bereit, welche die Schülerinnen und Schüler im kommenden Jahr in die Erstellung einer Schulplattform investieren können, mit der die Kommunikation unter den Schülern sowie zwischen Schülern, Lehrern und Eltern verbessert werden soll. Der Stifterverband selbst versteht sich als Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Dem Verband gehören DAX-Konzerne, Mittelständler, Unternehmensverbände, Stifter und engagierte Privatpersonen an - insgesamt zählt man deutschlandweit rund 3000 Mitglieder.

Anschaulich hatten Oskar Kölbel, Florentine Fritzsche, Sundrena Bytomski, Niklas Sawada und Hanna Tänzer in ihrem Bewerbungsvideo demonstriert, wie es um die digitale Welt am Gymnasium beschaffen ist: veraltete IT-Technik, die digitalen Schultafeln sind nur noch teilweise intakt und das Internet ist auch nur partiell nutzbar. „Wir sind ja schon dankbar, dass auf Initiative von Landrat Andreas Heller wenigstens für die 11. und 12. Klassen ein Internet-Anschluss gelegt wurde“, sagt Schulleiterin Steffi Xylander.

Doch wie könnte man die Kommunikation gerade in Corona-Zeiten unter diesen Bedingungen verbessern? Bereits kurz vor Corona hatte Steffi Xylander die Einführung der Kommunikationsplattform Sdui an ihrem Gymnasium auf den Weg gebracht, inzwischen nutzen alle der 355 Schülerinnen und Schüler die App, die es unter anderem ermöglicht, dass man Stundenpläne einsehen kann, dass sich Gruppen – ähnlich wie bei Whats-App – untereinander austauschen können oder dass Lehrer in einer Cloud Daten ausgeben und einsammeln können.

Der Schülergruppe ist dies aber nicht genug. „Was die App bislang nicht kann: dass Schüler miteinander - und sei es zu zweit - kommunizieren können“, sagt Oskar Kölbel. Hier und an anderen Stellen setzt das Digi-Lotsen-Projekt „Wir machen mobil“ der Stadtrodaer an. So will man gemeinsam mit der Sdui GmbH, einem jungen Start-Up-Unternehmen, das aus einem Schülerprojekt hervorgegangen ist, einen speziellen Unterordner entwickeln und installieren. Ziel ist es, die Kommunikation unter den Schülern weiter zu verbessern. Zusätzlich soll es einen Briefkasten geben, über den die Schüler Ideen, Anfragen und Wünsche an die Schülersprecher übermitteln können. Weiterhin will man über die Plattform Projekte wie Schulfeste und andere Veranstaltungen organisieren.

Mit den 10.000 Euro sollen überdies zwei digitale Auskunftsdienste in den Schulgebäuden installiert werden, an denen die Schüler Informationen zu Stunden- und Vertretungsplänen, Veranstaltungen oder Nachhilfeangeboten abrufen können.

Zwar befindet man sich derzeit noch in der Planungsphase. Xylander ist aber überzeugt, dass die Arbeitsgruppe noch im Dezember dieses Jahres den Zeit- und Finanzierungsplan für das Projekt „Wir machen mobil“ rund bekommen wird.