Wanderschäfer auf Konfrontation mit Bürgermeisterin

Bad Klosterlausnitz.  Martin Klemm protestiert vor dem Bad Klosterlausnitzer Rathaus gegen vermeintliche Behörden-Arroganz

Wanderschäfer Martin Klemm (Mitte) protestierte gemeinsam mit Dietmar Schmidt (rechts) und Sohn  Arthur vor dem Bad Klosterlausnitzer Rathaus mit satirischen Liedern und Gedichten gegen die vermeintliche Behördenwillkür in dem Kurort.

Wanderschäfer Martin Klemm (Mitte) protestierte gemeinsam mit Dietmar Schmidt (rechts) und Sohn  Arthur vor dem Bad Klosterlausnitzer Rathaus mit satirischen Liedern und Gedichten gegen die vermeintliche Behördenwillkür in dem Kurort.

Foto: Frank Kalla

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Mit teils bitterbösen satirischen Versen und Liedern hat Wanderschäfer Martin Klemm, der jahrelang in Bad Klosterlausnitz lebte, aber seit rund zwei Jahren in Polen eine neue Heimat für seine Familie gefunden hat, vor dem Rathaus in Bad Klosterlausnitz gegen das Amtsgebaren von Bürgermeisterin Gabriele Klotz (CDU) und vermeintliche Behörden-Arroganz protestiert. Mit im Boot waren neben seinem zehnjährigen Sohn Arthur auch der Bad Klosterlausnitzer Dietmar Schmidt, der vor geraumer Zeit seinen Schwarzbau abreißen musste. Unter anderem lautet eine Forderung, dass die Bürgermeisterin stets rechtsstaatlich handeln soll.

Genehmigte Versammlung

Mit der angemeldeten und genehmigten Versammlung hat die Auseinandersetzung zwischen der Bürgermeisterin und dem Wanderschäfer eine neue Eskalationsstufe erreicht. Nachdem sich beide Parteien in der Vergangenheit bereits unversöhnlich wegen Schafskötteln auf der Straße vor Gericht herumstritten, schien nach dem Wegzug von Familie Klemm nach Polen der Burgfrieden in der Kurortgemeinde wieder eingekehrt. Allerdings war die Ruhe nur von kurzer Dauer, als Martin Klemm nach dem Verkauf seines Hauses feststellte, dass der Käufer aus seiner Sicht nur als Strohmann fungierte und letztlich die Gemeinde über diese Schiene an das Grundstück herankommen wollte.

40.000 Flugblätter verteilt

Klemm recherchierte und stellte in einem vom ihm herausgegebenen Flugblatt „Der Strohmann“ seine Sicht auf die Dinge dar. Inzwischen verteilte er eigenen Angaben zufolge rund 40.000 Strohmann-Exemplare in der Kurgemeinde. Durchschlagenden Erfolg zeigte die Aktion nicht, sowohl die Bürgermeisterin als auch der Gemeinderat erklärten die Anschuldigungen für haltlos. Staatliche Aufsichtsbehörden nahmen sich der Sache an, zu Ermittlungen kam es aber nicht.

Gabriele Klotz zeigte sich von der Versammlung vor ihrer Rathaustür wenig amüsiert, sie verwies aber auf das hohe Gut der Versammlungsfreiheit. Zu den Anschuldigungen von Martin Klemm erklärte sie, diese seien schlicht haltlos. Dies gelte auch für den Vorwurf, man habe die Familie aus Bad Klosterlausnitz vertrieben. Der Gemeinderat sei stets in alle Vorgänge eingebunden gewesen.

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