Wo Ost und West seit 30 Jahren Freundschaft pflegen

Stadtroda/Homberg (Ohm).  Vor 30 Jahren, am 21. Oktober 1990, ist die Städtepartnerschaft zwischen Stadtroda und Homberg (Ohm) besiegelt worden.

September 2012 in Stadtroda: Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Stadtrodaer Feuerwehr waren auch Vertreter von Stadtrodas Partnerstadt Homberg (Ohm) zu Gast.

September 2012 in Stadtroda: Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Stadtrodaer Feuerwehr waren auch Vertreter von Stadtrodas Partnerstadt Homberg (Ohm) zu Gast.

Foto: Andreas Schott

Vor 30 Jahren, am 21. Oktober 1990, ist die Städtepartnerschaft zwischen Stadtroda und Homberg (Ohm) besiegelt worden. Die damaligen Bürgermeister Walter Seitz (Homberg) und Karl-Heinz Herrmann (Stadtroda) unterzeichneten die Urkunde.

Morgen, am 18. Oktober, soll das Jubiläum in Homberg gefeiert werden. Aufgrund der Corona-Pandemie allerdings anders als geplant. „Ursprünglich sollten die Feierlichkeiten im Rahmen des Homberger Stadtfestes und des traditionellen Kalten Marktes stattfinden“, sagt Klaus Fickler, der Vorsitzende der 1993 gegründeten Partnerschaftskommission Stadtroda.

Weil Fest und Markt aufgrund der Corona-Verordnungen des Landes Hessen zu Großveranstaltungen aber abgesagt sind, kommen Vertreter beider Städte nun zum Festakt in der Homberger Stadthalle zusammen – genau dort, wo die Freundschaft zwischen der ost- und der westdeutschen Kommune nach der Wiedervereinigung Deutschlands per Unterschriften vereinbart worden war.

Vorgestellt werden soll bei der Festveranstaltung dann auch ein zeitloser Kalender, der anlässlich des Jubiläums gestaltet wurde. „Die Kalenderblätter zeigen zum Beispiel Bilder aus 30 Jahren Städtepartnerschaft sowie verschiedene Stadtansichten die verdeutlichen, wie sich beide Kommunen im Laufe der Jahre entwickelt haben.“ Auch in der Tourist-Information Stadtroda soll der Kalender schon bald erhältlich sein, sagt Fickler.

Statt mit einem Bus und zahlreichen Bürgern der Stadt, machen sich am Sonntag gegen 7.30 Uhr nun etwa 25 Stadtrodaer in gemieteten Fahrzeugen auf die Reise nach Hessen. Bürgermeister Klaus Hempel (parteilos) sei dabei ebenso wie die Partnerschaftskommission und Vertreter von Vereinen. Es sei ein wichtiges Zeichen, das Jubiläum trotz des Corona-Virus nicht ausfallen zu lassen, ist sich Klaus Fickler sicher. „Natürlich war nicht immer alles optimal, einfach und von Erfolg gekrönt, wie beispielsweise die Zusammenarbeit von bestimmten Vereinen und Personen. Trotz allem konnten und können auch wir dazu beitragen, dass Vorurteile abgebaut und Freundschaften geschlossen werden und Deutschland somit wieder ein Stückchen mehr zusammenwächst.“