Einziger Streitfall in Magdala

Landkreis  Wahlausschuss verweigert der Liste FDP/Freie Bürger und ihrem Ortsteilbürgermeister-Kandidaten die Anerkennung

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Wie in den großen Kommunen des Südkreises und der Landgemeinde Am Ettersberg (unsere Zeitung berichtete) hatten auch in den Verwaltungsgemeinschaften des Weimarer Landes die Wahlausschüsse am Dienstag kaum etwas zu bemängeln. Lediglich in Magdala verweigerte der Ausschuss nach mehr als zweistündiger Diskussion einer Lis­te für den Stadtrat und einem Ortsteilbürgermeister-Kandidaten die Zulassung zur Kommunalwahl am 26. Mai.

Es handelt sich um die Liste „FDP/Freie Bürger“ und deren Kandidaten Harald Reisch, der sich als amtierender Ortsteilbürgermeister von Göttern wieder für dieses Ehrenamt bewerben wollte. Der Wahlausschuss bemängelte letztlich, dass der ursprüngliche Name der Liste, die fünf Kandidaten umfasst, „FDP/Freie Bürger“ lautete und nachträglich handschriftlich das Wort „Bürger“ durch „Wähler“ ersetzt worden sei. Das teilte Wahlleiter Peter Friese gestern Abend dem Verantwortlichen für die Liste, Reiner Scheidt, mit. Dieser hat bis 29. April die Möglichkeit, gegen diese Entscheidung Einspruch einzulegen. Falls er davon Gebrauch macht, würde der Wahlausschuss am 30. April nochmals tagen.

Die beiden anderen Listen (Sport/Jugend und Vereine sowie CDU) stehen in jedem Fall auf dem Wahlzettel. Von den drei Magdalaer Ortsteilen hat vorerst nur Maina (mit Amtsinhaber Wilfried Schwarz) einen Kandidaten zum Ortsteilbürgermeister. Der in Ottstedt bleibt in jedem Fall leer – hier fand sich niemand, der die Nachfolge des gesundheitlich angeschlagenen Siegmund Wimmer antreten will. Nach Reischs vorläufiger Ablehnung droht nun auch Göttern dieses Wahlschicksal, ebenso wie den Großschwabhäuser Ortsteilen Hohlstedt und Kötschau, wo Volkmar Eulenstein kein weiteres Mal antritt.

Bemerkenswert zudem in der VG Mellingen: Für die Gemeinderäte von Oettern und Döbritschen gab es keinerlei Bewerbungen. Dort bekommen die Wähler Zettel mit Leerfeldern, in die sie bis zu sechs Namen eintragen können.

In der VG Kranichfeld passierten alle Gemeinderats-Listen die Ausschüsse problemlos. Hier gibt es zusätzlich eine Bürgermeisterwahl mit gleich drei Bewerbern: Katrin Armstroff (CDU) sowie die beiden Einzelbewerberinnen Franziska Hildebrandt und Jana Ristow kämpfen in Klettbach um die Nachfolge von Ralph Triebel, der künftig „nur“ noch im Gemeinderat mitwirken will.

In der VG Grammetal waren ebenfalls alle Gemeinderats-Listen einwandfrei. Auch hier gibt es einige leere Ortsteilbürgermeister-Wahlzettel: In Sohn­stedt, Eichelborn und Nohra ziehen sich die Amtsinhaber Hans-Jürgen Plog, Reinhard Franke und Wilfried Busse zurück. Auch der bisher in Mönchenholzhausen amtierende Hans-Jürgen Kaiser hört auf. Einziger Kandidat hier ist Henrik Slobodda, der damit eine Doppelfunktion anstrebt – er war bereits im März zum Bürgermeister von Mönchenholzhausen und dessen Ortsteilen gewählt worden. Sein Vorgänger Werner Nolte ist jetzt einziger Anwärter auf das Ortsteil-Amt in Obernissa.

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