Kromsdorf hofft noch auf Erdbeer-Erntehilfe

Kromsdorf  Die Erzeugergenossenschaft Kromsdorf hat die Hoffnungen nicht aufgegeben, dass bis zur Erdbeerernte wieder Helfer aus Polen einreisen dürfen.

An der B7 sind in diesem Jahr etwa sieben Hektar Feld mit Erdbeeren bestellt.

An der B7 sind in diesem Jahr etwa sieben Hektar Feld mit Erdbeeren bestellt.

Foto: Maik Ehrlich

Kromsdorf. Insbesondere jene Agrarunternehmen, die sich auf den Spargel- und Erdbeeranbau spezialisiert haben, sehen dieser Tage einer ungewissen Saison entgegen. Angesichts der Corona-Pandemie ist es im Moment unklar, ob sie diesmal auf Erntehelfer aus dem Ausland zurückgreifen können.

Bei der Erzeugergenossenschaft Weimar-Kromsdorf gilt momentan das Prinzip Hoffnung. „Wir stehen mit unseren Erntehelfern in Kontakt und warten ab, welche behördlichen Anordnungen zum Reiseverkehr nach dem 19. April gelten. Noch haben wir etwas Zeit“, sagte am Montag Florian Grobe als Vorstand der Genossenschaft.

In einer vom Wetter und vom Vegetationsverlauf her normalen Erdbeersaison nutzen die Kromsdorfer die Dienste von bis zu 30 Pflückern aus Polen. In aller Regel reisen diese zwischen Mitte und Ende Mai an. Von Normalität konnte rund um die Marken-Frucht der Kromsdorfer jedoch schon in den Vorjahren nicht die Rede sein. Vor drei Jahren hatte Hagel im Frühjahr den Ertrag erheblich gemindert. Vor zwei Jahren ließen Trockenheit und Wärme die Beeren so schnell reifen, dass sich die Pflücksaison merklich verkürzte. Und im Vorjahr hatten späte Minusgrade Anfang Mai einen Großteil der Erdbeerblüten erfrieren lassen.

Die Konsequenz aus dem Frostschaden 2019 war es, dass die Erzeugergenossenschaft auf die professionellen Hilfskräfte im gewohnten Umfang verzichtete und ihre verbliebenen Beeren vorwiegend gleich auf dem Feld an Selbstpflücker verkaufte. Das, so Grobe, wäre wohl auch die erklärte Alternative, falls die Corona-Situation auch später im Frühjahr die Einreise von Erntehelfern unmöglich mache.