Spielplatz soll ins Wohngebiet

Ein Spielplatz, der keinen Platz hat

Triebes.  Nachdem im Frühjahr des Jahres der Spielplatz im Wohngebiet Kühbergsflur abgebaut wurde, besteht keine Klarheit für den neuen Standort.

Das Areal, auf dem noch ein Rückbau erfolgen müsste, ist schon eingezäunt, bietet für die Erwachsenen einen schönen Blick auf Triebes und hat einen Stromanschluss.

Das Areal, auf dem noch ein Rückbau erfolgen müsste, ist schon eingezäunt, bietet für die Erwachsenen einen schönen Blick auf Triebes und hat einen Stromanschluss.

Foto: Heidi Henze

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Es war im Frühjahr des Jahres, als der langjährige Standort des Spielplatzes im Triebeser Wohngebiet Kühbergsflur geräumt wurde. Der Grund dafür: Der Verkauf des Baugrundstückes an einen Bauherrn, der hier ein Wohnhaus errichten möchte. Die Stadtverwaltung von Zeulenroda-Triebes lagerte die Spielgeräte ein, denn das Ansinnen, einen neuen Standort für einen Spielplatz zu finden, besteht.

Fast ein Jahr ist vergangen und es werden immer noch Diskussionen über den Ort der Spielanlage geführt. Mittlerweile gab es eine Umfrage unter den Bewohnern der Kühbergsflur, die klar ihr Votum für den Standort des WAZ-Geländes abgaben. Mehrheitlich stimmten sie für den wohnortnahen Platz in der Kühbergsflur. Hier befindet sich ein stadteigenes Grundstück, das nicht mehr benötigte Areal des Zeulenrodaer Wasser-Abwasser Zweckverbandes (WAZ). Auf dem Areal müsste ein Rückbau der alten Kläranlage des Zweckverbandes erfolgen, bevor es umgenutzt werden könnte. Zu dieser Zeit war Andreas Senkowski (Bürgerinitiative für erträgliche Kommunalabgaben in Zeulenroda-Triebes und Umgebung) noch Ortsteilrat. Er vertrat den Standpunkt, dass man vor dem Abbau mit den Bürgern und vor allem den neuen Grundstücksbesitzer hätte sprechen sollen. Auch wusste er, dass der Grundstücksbesitzer das Areal maximal in zweieinhalb Jahren erst selbst bebauen möchte und den Platz bis dahin kostenfrei zur Verfügung stellt. Diese Aussage, so betonte Andreas Senkowski, Ortsteilratsmitglied (Fraktion BIZ), auf der Ortsteilratssitzung am Mittwochabend, kann ich erneut bestätigen. „Ich habe zeitnah noch einmal mit dem Grundstückseigentümer gesprochen, so Senkowski.

Spielplatz war Thema Nummer eins auf der Ortsteilratssitzung

Auf der Ortsteilratssitzung am Mittwochabend war die Sachlage zum Standort des Spielplatzes wieder Diskussionspunkt Nummer eins. Axel Wagner, Ortsteilbürgermeister in Triebes (Fraktion „Triebeser Bürger) informierte darüber, dass die Stadtverwaltung zwei Grundstücke favorisiert. Dazu zählen das Gelände des Wasser-Abwasser Zweckverbandes und das Gelände der ehemaligen Jute inmitten von Triebes. Der Standort „Teilfläche der Grünanlage am Kiefernberg/ehemaliges Jute-Gelände wurde von den Ortsteilräten einstimmig abgelehnt. Dazu hatte die Fraktion „Triebeser Bürger“ einen Antrag eingebracht. So heißt es hier, dass das Jute-Gelände sich nicht in unmittelbarer Nähe des Wohngebietes Kühlbergsflur befindet, für Kleinkinder, der Spielplatz soll bevorzugt für Kleinkinder sein, ungeeignet ist, da er sich in unmittelbarer Nähe der Ortsdurchfahrt und stark befahrenen Greizer Landstraße befindet und hier erhöhte Absturzgefahr besteht, durch den bis zu sechs Meter tiefen Bachlauf des Mehlabaches. Zudem befindet sich in 400 Meter Luftlinie ein weiterer Spielplatz.

In dem Antrag wird gefragt, warum die Stadtverwaltung auf das Vorkaufsrecht für das Grundstückes (ehemaliger Spielplatz) verzichtet habe. Sie wollen wissen, wann diese Entscheidung gefallen ist., warum die Mitglieder des Nichttechnischen Ausschusses darüber zu entscheiden haben. Laut Thüringer Kommunalordnung ist die Beratungsfolge klar vorgegeben, die hier nicht eingehalten wurde, da der Nichttechnische Ausschuss ein empfehlendes Organ ist.

Die Ortsteilräte stimmten dem Antrag der Fraktion „Triebeser Bürger“ zu, wo gefordert wird, dass, unabhängig der momentanen finanziellen Situation das gesetzliche Vorverkaufsrecht für das Grundstück 1047/36 (ehemaliges WAZ-Gelände) wahrgenommen wird für die Errichtung eines Kinderspielplatzes. im Wohngebiet Kühbergsflur. Eine Übergangslösung wäre die Errichtung des Spielplatzes auf der verkauften Grundstücksfläche.

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