Rot-Weiß Erfurt holt bei Hertha BSC II einen Punkt

Berlin.  Rot-Weiß Erfurt erkämpft sich durch ein 0:0 bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC Berlin einen Punkt.

Kein Durchkommen: Rot-Weiß-Mittelfeldspieler Selim Aydemir (2. v. r.) gegen die Herthaner Tony Fuchs (links) und Pal Dardai.

Kein Durchkommen: Rot-Weiß-Mittelfeldspieler Selim Aydemir (2. v. r.) gegen die Herthaner Tony Fuchs (links) und Pal Dardai.

Foto: Frank Stelnhorst

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Während Fußball-Berlin am Freitag gespannt der Bundesliga-Rückkehr von Jürgen Klinsmann im Duell gegen Borussia Dortmund entgegenfieberte, pilgerten Freitagabend nur die hart gesottenen Fans von Hertha BSC zum Regionalliga-Kick der Zweiten gegen den FC Rot-Weiß Erfurt. Die Übermacht auf den mit gerade einmal 606 Fans gefüllten Rängen hatten die 195 mitgereisten Fans.

Auch auf dem Rasen gaben die RWE-Kicker beim Tabellendritten lange Zeit den Ton an. Obwohl es beim 0:0 dennoch nicht zum Sieg reichte, durfte Erfurt dennoch als einen Schritt aus der Talsohle werten. Beim zweiten erfrischenden Auftritt unter Interimstrainer Robin Krüger nach dem 1:1 gegen Spitzenreiter Altglienicke war eine Steigerung nach zuvor drei Niederlagen erkennbar.

Die Thüringer, die zuletzt im April beim 1:0 in Bischofswerda ein Regionalliga-Auswärtsspiel gewinnen konnten, gerieten zunächst unter Druck. Die technisch versierten Hertha-Bubis, mit 47 Toren die gefährlichste Elf der Liga, drückten aufs Tempo. Aber der nach seiner Gelb-Sperre zurückgekehrte Kapitän Lukas Novy klärte beim ersten Angriff der Gastgeber (5.).

Erfurt versteckte sich nicht und präsentierte sich mit einer ganz anderen Körpersprache als zu Saisonbeginn. Der zuletzt starke Marcel Bär durfte nach seinem Regionalliga-Debüt gegen Altglienicke (1:1) gestern im Mittelfeld ran und setzte mit seinem Schuss (8.) ein erstes Achtungszeichen. Auch diesmal überzeugte der 20-Jährige durch eine engagierte Leistung.

Bei lausigen vier Grad erstarrte der FC Rot-Weiß alles andere als in Ehrfurcht. Das neue Selbstvertrauen war ebenso zu sehen, als Francis Adomah nach einem Eckball sogar einen Fallrückzieher wagte, auch wenn der Schiedsrichter jene Aktion im Strafraum-Getümmel als gefährliches Spiel wertete (25.).

Ganz dicht dran war der FC Rot-Weiß an der Führung, als schließlich Velimir Jovanovic nach einer Adomah-Flanke den Ball ins Tor bugsierte, aber am Abseits stand (27.). Für den Angreifer war jedoch wenig später aufgrund einer Knieverletzung das Spiel beendet.

Erfurts Torhüter hatte gegen die sonst treffsicheren Berliner (2,9 Tore im Schnitt) zwar im ersten Abschnitt vergleichsweise wenig zu tun, aber Jannick Theißen musste vor allem nach dem Wechsel stets auf der Hut sein. Wenn nämlich Hertha vor das Tor kam, wurde es ziemlich gefährlich. Aber der 21-Jährige war auch beim 25-Meter-Kracher von Muhammed Kiprit zur Stelle, den er mit einer Faustabwehr unschädlich machte (51.). Mehr gelang der Hertha-Reserve auch nicht.

Rot-Weiß Erfurt holt Punkt in Berlin

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