Alles zum Coronavirus und den Folgen für Thüringen vom 17. bis 20. Mai 2020

In diesem Archivtext lesen Sie alle Entwicklungen zum Coronavirus, die sich vom 17. bis 20. Mai 2020 in den Thüringer Städten, Landkreisen und Gemeinden ereignet haben.

Ab Freitag dürfen im Landkreis Greiz die  Restaurants und Kneipen wieder öffnen.

Ab Freitag dürfen im Landkreis Greiz die Restaurants und Kneipen wieder öffnen.

Foto: Tobias Hase / dpa

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20. Mai

19.30 Uhr: Gaststätten im Kreis Greiz dürfen ab Donnerstag öffnen

Der Landkreis Greiz erlaubt Gaststätten die Öffnung des Innenbereiches ab Donnerstag und damit eine Woche früher als bisher geplant. "Die vom Thüringer Gesundheitsministerium zum 14. Mai angewiesenen schärferen Regeln für den Landkreis Greiz sind damit aufgehoben", teilte die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) am Mittwochabend mit.

18.30 Uhr: Regierung verlängert Lohnfortzahlungen

Eltern in der Zwickmühle zwischen Kinderbetreuung und Job können weiterhin auf Hilfe vom Staat hoffen. Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält weiterhin 67 Prozent des Nettoeinkommens. Die Regelung galt seit dem 30. März und war auf sechs Wochen begrenzt. Jetzt hat sich die Bundesregierung auf eine Verlängerung geeinigt.

18.08 Uhr: Umfrage: Viele Händler warten auf Kunden

Die Hoffnung der Händler, nach dem Stillstand in der Corona-Krise schnell wieder viele Kunden bedienen zu können, hat sich nicht erfüllt. Die Umsätze bei den meisten Händlern lägen nach wie vor unter dem Niveau vor der wochenlangen Schließung. Das ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostthüringen unter 155 Händlern. 32 Prozent der befragten Ladeninhaber berichteten von einem Umsatzrückgang von bis zu einem Viertel, 19 Prozent sogar von der Hälfte. Zehn Prozent verbuchten höhere Erlöse als vor der Corona-Pandemie.

18.04 Uhr: Drei weitere Sterbefälle im Landkreis Greiz

Das Gesundheitsamt des Landkreises Greiz meldet drei weitere Sterbefälle infolge einer Infektion mit dem Coronavirus, die damit auf 45 ansteigen. Zudem wurden zwei Neuinfektionen registriert.

17.40 Uhr: Erfurts OB Bausewein fordert Normalbetrieb der Kitas

Mit einem offenen Brief an die Landessozialministerin Heike Werner und deren Kollege für die Bildung, Helmut Holter (beide Linke), fordert Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) eine schnelle Änderung der Voraussetzungen für den Wiederbetrieb von Kindertagesstätten. „Wir müssen ganz schnell zum Regelbetrieb wieder übergehen“, sagte Bausewein. Das Infektionsgeschehen in der Stadt rechtfertige nicht mehr, dass nur eine „erweiterte Notbetreuung“ angeboten werde.

17.20 Uhr: Firma aus Ilmenau entwickelt Desinfektionsroboter

Der Ilmenauer Roboterentwickler Metralabs GmbH Neue Technologien und Systeme hat ein neues Produkt auf den Markt gebracht, das gerade in der Corona-Krise von hohem Wert sein könnte: Der „Sterybot“, ein Desinfektionsroboter, kann bis zu 99,99 Prozent aller Viren und Bakterien in Räumen abtöten. Noch in diesem Monat soll er in Kliniken zum Einsatz kommen.

17.18 Uhr: Gastronomen demonstrieren in Greiz

„Ein Landkreis geht in S(i)uppenhaft – So nicht!“ war das Motto der gestrigen Demonstration, zu der unter anderem Stefan Marek vom Verein thearter Greiz und Martina Högger über die sozialen Medien geladen hatte. Kurz nach 16 Uhr waren über 30 Vertreter aus Gastronomie, Politik, Vereinen und anderen Gewerben vor Ort an der Bundesstraße 94, um in Formation einer Menschenkette entlang der Straße vom Kreisverkehr bis in Richtung Innenstadt zu demonstrieren.

17.14 Uhr: Umsatz sinkt - Erste Corona-Auswirkungen auf Industrie

In Thüringens Industrie werden erste Auswirkungen der Corona-Pandemie sichtbar. Von Januar bis März sank der Umsatz nach einem langen Aufwärtstrend erstmals wieder deutlich um 244 Millionen Euro auf 8,0 Milliarden Euro. Das sei ein Rückgang von 2,9 Prozent im ersten Quartal, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Erfurt mit. Lediglich die Hersteller von Verbrauchsgütern - von Lebensmitteln bis zu Toilettenpapier und Seife - verbuchten ein deutliches Umsatzplus von 18,8 Prozent. Alle anderen Industriebereiche mussten Umsatzeinbußen hinnehmen, die Investitionsgüterindustrie beispielsweise um 6,0 Prozent. Vor allem das Exportgeschäft sorgte dafür, dass der Auftragseingang mit 0,3 Prozent leicht über dem ersten Quartal 2019 lag; die Binnennachfrage sank jedoch um 4,0 Prozent. Die Automobilindustrie, bisher das Umsatzschwergewicht der Thüringer Industrie, verbuchte einen Rückgang der Aufträge um 8,0 Prozent. Thüringens Industrie beschäftigte nach Angaben des Landesamtes im ersten Quartal mehr als 145.000 Arbeitnehmer. Das waren knapp 4000 weniger als im Vorjahreszeitraum.

17.01 Uhr: Generalarzt informiert sich in Greiz

Der Generalarzt des Kommandos der Sanitätsärztlichen Einsatzunterstützung hat sich ein Bild von der Lage im Landkreis Greiz gemacht. Sechs Sanitäter unterstützen hier seit vergangenem Dienstag die mobilen Abstrichteams zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.

16.10 Uhr: Testergebnisse aus Schleizer Klinik Donnerstag erwartet

Etwa 100 Mitarbeiter und Patienten des Krankenhauses in Schleiz wurden bereits auf das Corona-Virus getestet. Die Ergebnisse aber stehen noch aus. Einen umfänglichen Lagebericht könne man erst am Donnerstag erwarten, heißt es aus dem Landratsamt des Saale-Orla-Kreises. Um einer Evakuierung des gesamten Klinikums zu entgehen und die Versorgung der Patienten zu sichern, bekamen einige der Ärzte Ausnahmegenehmigungen. Bisher wurden etwa 70 Personen vorsorglich in Quarantäne geschickt.

15.55 Uhr: Thüringer Kegler brechen Saison ab

Aus der Stimme von Siegfried Zipprodt klingt noch die Überraschung heraus: „Die Saison wird abgebrochen“, war der erste Satz des Mitgliedes des Spielausschusses des Thüringer Kegelverbandes (TKV) nach der entscheidenden Sitzung. Überraschend ist die Entscheidung vor allem deshalb, weil ein Großteil der Punktspiele in Thüringen absolviert waren, man quasi auf der Ziellinie war

15.50 Uhr: Greiz und Sonneberg deutlich unter kritischer Infektionsgrenze

Die Landkreise Greiz und Sonneberg liegen jetzt deutlich unter der kritischen Grenze von 50 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. In Greiz erreichte der Wert am Mittwoch (10 Uhr) 35,7, in Sonneberg 28,5, wie aus Zahlen der Thüringer Staatskanzlei hervorgeht. Beide Landkreise bleiben allerdings auch damit Corona-Brennpunkte in Thüringen. Bund und Länder hatten die Zahl 50 als Obergrenze bei der Infektionsrate festgelegt. Wird diese überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden - wie in den beiden Thüringer Regionen geschehen.

15.33 Uhr: Ansturm auf Camping-Plätze im Ilm-Kreis

Meyersgrund und Lütsche sind komplett ausgebucht. Großbreitenbach hat noch wenige freie Plätze. „Ich hätte den Platz zwei Mal vermieten können, so viele Anfragen gab es“, sagt Toralf Kühlmann. Der Campingplatzbetreiber vom Meyersgrund bei Manebach hat eigenen Angaben nach noch nie so viele Absagen machen müssen. Ähnlich ist die Situation an anderen Standorten.

15.20 Uhr: Blutkonserven werden knapp

In den östlichen Bundesländern gehen den Blutspendediensten die Reserven aus. Das Problem liegt nach DRK-Angaben nicht an mangelnder Spendenbereitschaft. Vielmehr sei der Bedarf an Blutkonserven in Krankenhäusern deutlich angestiegen und gleichzeitig viele Orte zur Blutspende coronabedingt weggefallen oder nur eingeschränkt nutzbar. Deutschlandweit ruft das DRK zu Blutspenden auf.

15.08 Uhr: Erneut keine neuen Corona-Infektionen im Kyffhäuserkreis

In den vergangenen 24 Stunden gab es erneut keine neuen Corona-Infektionen im Kyffhäuserkreis. Die Zahl der Infizierten bleibt unverändert bei 45 Personen. Ein Patient wird nach Angaben der Kreisverwaltung weiterhin stationär behandelt. Verstorben ist aus dem Landkreis am Coronavirus bislang niemand. 75 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Als wieder genesen gelten 40 Menschen.

15.01 Uhr: Ausflugsschiffe am Hohenwarte-Stausee fahren wieder

Die Saison am Hohenwarte-Stausee ist eröffnet. Sie steht jedoch ganz im Zeichen der Corona-Krise. Um die Fahrten zu ermöglichen, wurde ein Hygiene- und Gesundheitskonzept erarbeitet, dass in etwa dem der Gastronomie entspricht.

14.56 Uhr: Stabile Corona-Fallzahlen im Altenburger Land

Die Zahl der im Landkreis Altenburger Land mit dem Coronavirus infizierten Menschen liegt bei 65, teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Von diesen gelten 49 Personen inzwischen wieder als genesen. Drei Personen befänden sich in stationärer Behandlung, davon aber keine auf der Intensivstation, heißt es. An den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus sind im Altenburger Land bislang drei Menschen gestorben.

14.45 Uhr: Besuchsverbot im Jenaer Uniklinikum bleibt vorerst bestehen

Das Universitätsklinikum in Jena wird sein generelles Besuchsverbot mindestens bis nach Pfingsten aufrechterhalten. Das strikte Vorgehen habe nach Angaben der Pressestelle mit dazu beigetragen, dass es in den vergangenen Wochen keine SARS-CoV-2-Infektionen innerhalb des Klinikums gab. Innerhalb der Klinikmauern will man aber so langsam zur Normalität zurückkehren. Nachdem in einem ersten Schritt schon die Kapazitäten im ambulanten Bereich kontrolliert erhöht worden sind, fährt das UKJ nun auch seinen OP-Betrieb wieder hoch. Das bedeutet, dass wieder zunehmend planbare, also elektive Eingriffe stattfinden.

14.30 Uhr: Thüringens Reisebranche ruft SOS in Richtung Politik

Thüringens Reisebranche steht nach dem wochenlangen Stillstand durch die Corona-Pandemie nach Angaben eines Aktionsbündnisses wirtschaftlich am Abgrund. Bei einer Protestaktion am Mittwoch in Erfurt legten Mitarbeiter von Reisebüros symbolisch die Buchstaben "SOS" mit Katalogen auf den Domplatz aus. Nötig seien schnelle Hilfen von Bund und Land für Reisebüros, Reisebusunternehmen und Tourismusanbieter, erklärte Sebastian Enders als Sprecher des Aktionsbündnisses "Rettet die Reisebranche". Es gehe um Soforthilfen, aber auch den Ersatz von entgangenem Umsatz. Zudem müssten pro Bus 300 Euro an Kosten für jeden Tag des Fahrverbotes vom Staat fließen. Nach Angaben des Bündnisses, das mit Koffern, aber auch fast zwei Dutzend Bussen in Erfurt demonstrierte, haben bereits eine Reihe von Reisebüros und Veranstalter in Thüringen Insolvenz angemeldet. "Und es werden täglich mehr."

14.12 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Landkreis Gotha

Im Landkreis Gotha gibt es einen weiteren Corona-Toten. Damit stieg die Zahl der Verstorbenen gegenüber Dienstag auf 27 Personen an. Die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen (analog RKI) ist mit 279 Personen unverändert geblieben. Davon erkrankt an Covid-19 sind 56 (- 6) Personen. 14 Menschen werden derzeit noch stationär in beiden Kliniken des Kreisgebietes behandelt. Inzwischen genesen sind 196 (+ 5) Personen.

14.05 Uhr: Der aktuelle Stand in der Wartburgregion

Im Vergleich zum Vortag wurden am Mittwoch aus Eisenach und dem Wartburgkreis drei weitere Infizierte gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen auf 87.

14.02 Uhr: Keine Neuinfektionen im Landkreis Sömmerda

Seit dem 1. Mai hat es keine Neuinfektion im Landkreis Sömmerda gegeben. Von den insgesamt 38 Menschen, bei denen die Infektion mit dem Corona-Virus seit Ausbruch der Pandemie bestätigt worden ist, sind 37 Covid-19-Patienten genesen. Ein Mensch ist verstorben.

13.45 Uhr: Theater Erfurt setzt in Corona-Krise auf intimes Konzertformat

Mit sogenannten "1:1-Konzerten" will das Theater Erfurt auch in der Corona-Krise Konzerterlebnisse ermöglichen. Mit genügend Abstand setzen sich dafür jeweils eine Musikerin oder ein Musiker und eine Zuhörerin oder ein Zuhörer gegenüber. Sie blicken sich stumm an, dann wird zum Instrument gegriffen und gespielt. "Die Idee stammt aus 2019 und wurde für die Sommerkonzerte Volkenroda von einer gebürtigen Erfurterin entwickelt", erklärte Orchesterdirektor Malte Wasem am Mittwoch in Erfurt. Wer ein solches Konzert erleben möchte, meldet sich via E-Mail beim Theater. Das gilt auch für Menschen, die gern einen Raum für die Konzerte bieten möchten. Welche Musikerin oder welcher Musiker mit welchem Instrument dann spielt, sei eine Überraschung, sagte Wasem. Das Angebot ist kostenlos. Allerdings ist es mit einer Spendenbitte verbunden. Die Gelder sollen an den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung gehen, die damit freischaffende Musiker unterstütze. Anti-Corona-Auflagen erschweren seit längerer Zeit herkömmliche Konzerte, oder verbieten diese sogar komplett.

13.30 Uhr: Noch drei aktive Coronafälle im Ilm-Kreis

Keine Neuerkrankungen mit Corona wurden am Mittwoch dem Gesundheitsamt des Ilm-Kreises gemeldet. Nach wie vor gibt es 129 positiv getestete Menschen in der Region. Vier von ihnen sind verstorben. 122 sind wieder gesund. So verbleiben drei bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wurden drei Verdachtsfälle isoliert behandelt. Sie liegen aber nicht auf der Intensivstation. Sie warten derzeit noch auf ihr Abstrichergebnis.

12.40 Uhr: Weiterer Todesfall im Eichsfeld

In den vergangenen 24 Stunden gab es im Landkreis Eichsfeld eine Neuinfektion. Leider musste auch ein weiterer Todesfall beklagt werden. Eine 86–jährige Bewohnerin der Wohngemeinschaft aus Kella ist Dienstag im Zusammenhang mit einer schweren COVID-19-Erkrankung verstorben. Bisher wurden im Eichsfeld 144 Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Neun Menschen sind verstorben und 112 gelten als genesen.

11.10 Uhr: 25-köpfiges Team soll in Altenburg Kontaktpersonen von Corona-Infizierten ausfindig machen

Der Landkreis Altenburger Land baut gerade ein 25-köpfiges Team zur Verfolgung von Corona-Kontaktpersonen auf. Diese von Behördenseite als „Containment-Scouts“ bezeichnete Truppe basiert auf den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums. Das Team rekrutiert sich intern aus Mitarbeitern der unterschiedlichsten Fachdienste, die derzeit entsprechende Schulungen durchlaufen.

10 Uhr: Kliniken holen verschobene OPs nach

Nach der Rückkehr zu mehr Regelbetrieb holen die Kliniken in Thüringen verschobene OPs nach. An der Uniklinik in Jena werden betroffenen Patienten derzeit für eine Terminvergabe kontaktiert. "Die Anzahl der Patienten mit gesicherter SARS-CoV-2-Infektion ist auf einem stabil niedrigen Niveau und führt nicht zur Überlastung der Intensivkapazitäten, die Eindämmungs-Strategie wirkt und auch Schutzbekleidung ist ausreichend vorhanden", sagt Klinikgeschäftsführer Jens Maschmann. Für die stationäre Aufnahme gelten nach wie vor Schutzvorkehrungen und besondere Hygienemaßnahmen. So müssen Patienten unter anderem vor ihrem elektiven Eingriff auf SARS-CoV-2 getestet werden. Das generelle Besuchsverbot wird aufrechterhalten.

9.15 Uhr: Jena will Hilfspaket für Kulturvereine beschließen

Kultur sei „systemrelevant“, deshalb müsse die Stadt Kultureinrichtungen jetzt unterstützen und stärken. So hat Jenas Stadtrat Matias Mieth am Dienstag begründet, weshalb seine bündnisgrüne Fraktion gemeinsam mit der SPD- und der Linken-Fraktion am Mittwoch per Beschlussantrag im Stadtrat ein Maßnahme-Paket durchsetzen will. Damit könne man sicher keine "Subjektförderung" schultern, aber darauf hinarbeiten, dass kulturelle Strukturen weiterhin bestehen.

8.20 Uhr: Therapeuten in Thüringen können Ausgleichszahlungen beantragen

Physiotherapeuten, Sprachtherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen und Ernährungstherapeuten, die aufgrund der COVID-19-Pandemie Einnahmeausfälle verzeichnen, können seit heute eine Ausgleichszahlung bei der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Heilmittelzulassung Thüringen beantragen. Darüber informierte am Mittwochmorgen der Verband der Ersatzkassen (vdek). Alle Infos zur Antragstellung sind im Internetportal der ARGE Thüringen unter https://www.zulassung-heilmittel.de/argen/THG.html abrufbar. Heilmittelerbringer, die bis zum 31. Dezember 2019 zugelassen worden sind, erhalten 40 Prozent der Vergütung, die im vierten Quartal 2019 für Heilmittel gegenüber den Krankenkassen abgerechnet wurden. Für Leistungserbringer, deren Zulassung in den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. April 2020 fällt, beträgt der Zuschuss 4.500 Euro. Bei Zulassung im Mai 2020 3.000 Euro und bei Zulassung im Juni diesen Jahres 1.500 Euro. Bislang gab es für diese Berufsgruppen keinerlei Schutzschirm.

8.05 Uhr: Wie ein Unternehmensgründer die Corona-Krise erlebt

Mitten im Shutdown der Corona-Krise, genauer am 1. April, gründet ein Geraer seine eigene Firma. Elektroinstallationen sind das Spezialgebiet von Robert Schumann. Mit guter Beratung klappt der Start, doch dann darf seine Partnerin, eine Friseurin, nicht mehr arbeiten. Eine finanzielle Schieflage droht. Auch andere Jungunternehmer in und um Gera müssen sich mit der Corona-Krise arrangieren.

7.50 Uhr: Baumkronenpfad wird zur Einbahnstraße

Auf dem Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich gelten strenge Hygiene- und Abstandsregelungen. Der Pfad kann derzeit maximal von 50 Menschen gleichzeitig besucht werden. Es gebe eine Einbahnregelung für den zwei Meter breiten Weg in den Wipfeln: .

7.10 Uhr: Kritik an Kita-Planspiel mit vielen Unbekannten

In Erfurt muss sich jeder Kindergarten selbstständig darum kümmern, wie die Wiederaufnahme des Betriebes organisiert wird. Wie viele Tage kann jedes Kind betreut werden? Vormittags, nachmittags, über wie viele Stunden oder nur alle zwei Wochen? Das alles ließen die Vorgaben von Land und Stadt offen. Eine CDU-Stadträtin kritisiert das: .

6.45 Uhr: Zeiss verschiebt Projekte wegen Corona: Ist der Bau in Jena betroffen?

Carl Zeiss reagiert mit einer Reihe von Maßnahmen auf die schwächere Geschäftsentwicklung durch die Corona-Pandemie. Unter anderem stellt das Unternehmen einige Projekte zurück, kündigt der Vorstand auf der Pressekonferenz zu den Halbjahreszahlen an: Ist auch der Jenaer Zukunftsbau davon betroffen?

6.30 Uhr: Erfurter Domstufen-Festspiele finden in abgespeckter Form statt

Das Theater Erfurt und die Thüringer Landeshauptstadt wollen die Domstufen-Festspiele trotz Anti-Corona-Auflagen in einem reduzierten Format durchführen. Dafür werde ein Programm erarbeitet, das kompatibel mit Pandemie-Einschränkungen sei, erklärten Generalintendant Guy Montavon und Erfurts Kulturdezernent, Tobias Knoblich. „Die Festspiele finden statt, das Motto heißt: Wir sind da!“, sagte Montavon am Dienstag in Erfurt. Er räumte aber ein, dass nur ein Corona-Fall in Chor und Orchester, oder auch verschärfte Auflagen des Gesundheitsamts das Vorhaben platzen lassen könnten.

6 Uhr: Was Männertag erlaubt ist und was nicht

Ob „Christi Himmelfahrt“ oder Männertag – 40 Tage nach Ostern wird gefeiert. In Deutschland ist der Tag seit 1936 ein Feiertag. Christen begehen das Fest seit Jahrhunderten mit Wallfahrten, aus denen sich die Himmelfahrtswanderungen entwickelt haben. Für viele ist der Tag aber auch einfach eine schöne Gelegenheit, mit Freunden und Bollerwagen loszuziehen. Das ist in diesem Jahr anders.

19. Mai

18.30 Uhr: Alle Kinder dürfen ab 2. Juni zurück in die Kitas in Jena und Weimar

In den Jenaer Kitas findet ab Dienstag, 2. Juni, ein eingeschränkter Regelbetrieb statt. Darauf einigten sich die Stadtverwaltung, die Vertreter der AG Kita und die Vorsitzenden des Stadtelternbeirats. „Damit können alle Kinder zurück in die Kitas“, heißt es. In jeder Kita werde eine tägliche Betreuungszeit von mindestens sieben Stunden abgesichert. Die bisherige Notbetreuung entfällt. Auch in Weimar soll jedes Kind, dessen Eltern es möchten, ab Dienstag nach Pfingsten wieder in seinem Kindergarten betreut werden. Das hat Oberbürgermeister Peter Kleine am Dienstag bekräftigt. Er reagierte damit auf Nachfragen von Eltern im Familienamt. Es gehe dabei nicht um das „sogenannte Wechselmodell“, das mal dem einen, mal einem anderen Kind Betreuung ermögliche. „Das ist nicht praxistauglich und den Eltern auch nicht zuzumuten“, betont der OB.

18.05 Uhr: Tiefensee schlägt Familienkarte für Thüringen-Urlaub vor

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will Familienerholung und -urlaub in Thüringen fördern. Es sollte vor allem bedürftigen Familien geholfen werden, die in der Corona-Krise besonderen Belastungen ausgesetzt seien und Erholung dringend nötig hätten, erklärte Tiefensee am Dienstag auf Anfrage in Erfurt. Das könnte über eine thüringenweite Familienkarte nach dem Vorbild des Erfurter Familienpasses erfolgen.

17.59 Uhr: Thüringer Hospiz- und Palliativverband nimmt Seminarbetrieb wieder auf

Nach dreimonatiger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie nimmt der Thüringer Hospiz- und Palliativverband (THPV) Anfang Juni seinen Seminarbetrieb wieder auf. Um Abstand und Hygiene einhalten zu können, werde in den großen Tagunsräumen des Erfurter Augustinerklosters unterrichtet. Vermittelt wird Wissen rund um die Begleitung sterbender Menschen und ihrer Familien. Wegen der dabei unmittelbar zu machenden Erfahrungen wurde in den vergangenen Wochen auf Online-Angebote verzichtet. Komplett abgesagt bleibt aber der Thüringer Hospiz- und Palliativtag mit jährlich bis zu 250 Teilnehmern. Zwar hätte der erst Anfang September stattgefunden, im Augustinerkloster gebe es jedoch keine Möglichkeit, eine so große Anzahl an Menschen den neuen Regeln entsprechend unterzubringen.

17.50 Uhr: Gesundheitsministerin verteidigt Entscheidungen zum Landkreis Greiz

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat ihre Entscheidung, Gaststätten im Landkreis Greiz zunächst nur den Außenbetrieb zu erlauben, verteidigt. „Ich stehe zu dieser Entscheidung“, erklärte Werner am Dienstag in Erfurt. Es handele sich um einen maßvollen Eingriff. „In geschlossenen und schlecht belüfteten Räumen kann das Coronavirus durch sogenannte Aerosole längere Zeit im Raum stehen. Unter solchen Bedingungen kann eine infizierte Person gleich mehrere andere Personen anstecken“, erklärte Werner. Die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg hatte das Agieren des Gesundheitsministerium moniert und insbesondere einen Fragenkatalog scharf kritisiert, den das Ministerium an den Kreis schickte. Schweinsburg hatte das Vorgehen und die Forderungen des Ministeriums als „sinnentleert und unverhältnismäßig“ beanstandet. Zudem forderte sie mehr Beratung. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren das Landesverwaltungsamt und das Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz inzwischen in dem Landkreis und „haben eine enge Beratung in unserem Auftrag gewährleistet“, wie es in einer Mitteilung hieß.

17.41 Uhr: IHK: Thüringer Veranstaltungsbranche droht Pleitewelle

Der Veranstaltungsbranche droht nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt eine Pleitewelle, sollte es nicht gezielte staatliche Hilfen geben. Verlangt werde ein bundesweiter Rettungsschirm als Reaktion auf die wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, teilte die Kammer am Dienstag in Erfurt mit. In einer IHK-Umfrage unter rund 400 Unternehmen in Thüringen gaben zwölf Prozent an, sie sähen sich akut von einer Insolvenz bedroht. „Eigentlich gesunde Betriebe erleiden wegen angeordneter Schließungen einen historisch einmaligen Einbruch: Messen werden abgesagt, wissenschaftliche Kongresse auf unbestimmte Zeit verschoben, die großen Thüringer Veranstaltungen, wie die Bachwochen oder das Erfurter Krämerbrückenfest werden in diesem Jahr nicht stattfinden“, erklärte IHK-Geschäftsführerin Cornelia Haase-Lerch. Die Firmen verlangen, dass bis zur Freigabe eines Corona-Impfstoffes, mindestens aber bis Jahresende ihre Betriebe auf einem überlebensnotwendigen Minimum erhalten werden. Das müsste ohne neue Kredite geschehen, aber mit einer öffentlichen Bürgschaft für laufende Kredite und deren Stundung.

17.35 Uhr: Notbetreuung vor allem an Grundschulen im Saale-Holzland-Kreis

Auch am Dienstag (Stand Mittag) sind dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises keine neuen Corona-Infektionen gemeldet worden. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Sieben Infektionsfälle sind aktuell noch aktiv. Mit den gelockerten Regelungen für die Notbetreuung von Kindern während der Corona-Pandemie steigt die Zahl der zu betreuenden Kinder an den Schulen im Landkreis. Der größte Teil der Schüler wird in den Grundschulen betreut.

17.12 Uhr: Himmelfahrt in Jena mit Kontrollen und Verboten

Männertag, Vatertag, Christi Himmelfahrt: Welcher Schwerpunkt am Donnerstag auch immer gesetzt wird, Gläubige, Männer und andere Ausflügler müssen sich angesichts der Corona-Pandemie auf Kontrollen und mitunter Verbote einstellen.

17 Uhr: Staatsanwalt ermittelt gegen Corona-Spaziergängerin in Arnstadt

Erneut gingen am Montagabend in Arnstadt 200 Menschen ohne Veranstaltungsanmeldung auf die Straße. Gegen die „Stadtführerin“, die beim Spaziergang am 11. Mai das Wort ergriffen hatte, ermittelt inzwischen sogar die Staatsanwaltschaft.

16.51 Uhr: Drittes Todesopfer im Kreis Nordhausen

Ein Mann (Mitte 60) aus dem Landkreis Nordhausen ist nach längerem Krankenhaus-Aufenthalt an Covid-19 gestorben, berichtet das Landratsamt. Er ist das dritte Todesopfer der Corona-Pandemie im Kreis Nordhausen. Zwölf Bewohner des Landkreises sind gegenwärtig noch am Virus erkrankt. Insgesamt liegt die Zahl der bisher Infizierten bei 60. Davon gelten 45 Personen als genesen.

16.35 Uhr: Erfurter Domstufen-Festspiele finden in abgespeckter Form statt

Das Theater Erfurt und die Thüringer Landeshauptstadt wollen die Domstufen-Festspiele trotz Anti-Corona-Auflagen in einem reduzierten Format durchführen. Dafür werde ein Programm erarbeitet, das kompatibel mit Pandemie-Einschränkungen sei, erklärten Generalintendant Guy Montavon und Erfurts Kulturdezernent, Tobias Knoblich. „Die Festspiele finden statt, das Motto heißt: Wir sind da!“, sagte Montavon am Dienstag in Erfurt. Er räumte aber ein, dass nur ein Corona-Fall in Chor und Orchester, oder auch verschärfte Auflagen des Gesundheitsamts das Vorhaben platzen lassen könnten. Unter den aktuellen Voraussetzungen sei es aber möglich, am 10. Juli zu beginnen. „Nabucco“ werde in der abgespeckten Auflage aber nicht zur Aufführung gebracht werden können. Stattdessen sollen nur Höhepunkte aus Giuseppe Verdis Oper mit Chor und Orchester ohne Ausstattung in neun Vorstellungen gespielt werden. Daneben solle es neun Vorstellungen mit Stücken aus Musicals und Operetten geben.

16.29 Uhr: Keine Neuinfektionen im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

In den vergangenen 24 Stunden gab es keine neuen Corona-Infektionen im Kyffhäuserkreis. Die Zahl der Infizierten bleibt unverändert bei 45 Personen. Ein Patient wird nach Angaben der Kreisverwaltung weiterhin stationär behandelt. Verstorben ist aus dem Landkreis am Coronavirus bislang niemand. 75 Kontaktpersonen befinden sich derzeit in Quarantäne. Als wieder genesen gelten 40 Menschen. Mit Stand vom Dienstag sind im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt weiterhin 69 Personen seit Beginn der Corona-Krise positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden. Aktuell sind sechs Personen mit dem Virus infiziert. Zwei Personen mit bestätigter Infektion befinden sich in stationärer Behandlung in den Thüringen-Kliniken. Für 91 Personen besteht die Anordnung zur Quarantäne.

16.15 Uhr: Unstrut-Hainich-Kreis korrigiert Zahl der Corona-Infektionen

Seit zwölf Tagen sind im Unstrut-Hainich-Kreis keine neuen Fälle von Corona-Infektionen registriert worden. Am 8. Mai waren es seit Ausbruch der Krankheit insgesamt 78 Fälle. Die Zahl ist seitdem unverändert, sank nun sogar auf 77 nach einem Wiederholungstest.

15.49 Uhr: Hoff fordert Rettungsschirm für Nahverkehr mit Beteiligung des Bundes

Thüringens Infrastrukturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) hat einen Rettungsschirm für den öffentlichen Personennahverkehr gefordert. „Der Nahverkehr ist systemrelevant. Damit er auch in der Krise sein Angebot weiter aufrechterhalten kann, benötigen wir einen ÖPNV-Rettungsschirm“, erklärte Hoff am Dienstag nach einer Kabinettssitzung. Thüringen habe die Aufgabenträger bereits mit 2,38 Millionen Euro unterstützt und weitere 41,4 Millionen Euro über einen Gesetzesentwurf eingeplant. „Das reicht aber bei weitem nicht aus“, machte Hoff klar. Der Bund müsse sich beteiligen.

15.15 Uhr: Weitere Todesfälle im Kreis Gotha und im Eichsfeld

Im Landkreis Gotha liegt die Gesamtzahl der bislang positiv getesteten Personen bei 279 und hat sich damit um eine Person erhöht. Davon sind 62 Personen erkrankt. 20 Personen werden in beiden Krankenhäusern des Landkreises stationär behandelt. Genesen sind 191 Personen. In den letzten 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall verzeichnet. Die Anzahl der Toten mit Corona steigt damit im Kreis Gotha auf 26. Auch im Eichsfeld wurde ein weiterer Todesfall bekannt. Eine 87–jährige Bewohnerin der stark von der Infektion betroffenen Wohngemeinschaft aus Kella ist demnach am Montag im Zusammenhang mit einer schweren Covid-19-Erkrankung verstorben, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Somit verzeichnet der Landkreis nunmehr insgesamt acht Todesfälle. Eine weitere Neuinfektion habe es nicht gegeben.

15.00 Uhr: Clueso-Konzert in Apolda auf 2021 verschoben

Die coronabedingte Verschiebung des Konzerts mit Sarah Connor aufs nächste Jahr steht bereits fest, nun passiert das auch mit dem Konzert von Clueso. Der Erfurter Künstler, der ursprünglich ebenfalls zum Apoldaer Musiksommer Ende August 2020 auftreten sollte, wird sein Konzert stattdessen am 3. Juli 2021 im Rahmen des Apoldaer Musiksommer geben. Was das für Ticket-Besitzer heißt, lesen Sie hier.

14.15 Uhr: Ein Verdachtsfall in Ilm-Kreis-Kliniken isoliert

Mit Stand vom 19. Mai sind dem Gesundheitsamt im Ilm-Kreis 129 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion bekannt. 122 von ihnen gelten als genesen, vier sind verstorben. So verbleiben drei bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken wird ein Verdachtsfall isoliert behandelt. Er bedarf jedoch keiner intensivmedizinischen Behandlung.

14.08 Uhr: Beschwerden über Erfassung von Kundendaten in der Corona-Krise

Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse hat die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen bei der Erfassung von Kundendaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angemahnt. Seine Behörde hätten in den vergangenen Tagen zahlreiche Beschwerden erreicht, erklärte Hasse am Dienstag in Erfurt. Bestimmte Unternehmen wie beispielsweise Gaststätten seien verpflichtet, sogenannte Corona-Listen zu führen - und Daten der Kunden wie den Namen, die Adresse und eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu erfassen. Hintergrund ist, das bei einer möglichen Corona-Infektion die Kontaktpersonen nachverfolgt werden sollen. Die Datenverarbeitung müsse so erfolgen, dass Dritte keinen Einblick darin bekommen können, betonte Hasse. Ohnehin müsse noch geklärt werden, ob die Anordnung zum Führen dieser Listen dem Datenschutzrecht entspreche.

14 Uhr: Noch keine Entscheidung über Haushaltsperre getroffen

Die Entscheidung über eine mögliche Haushaltssperre wurde von Thüringens Landesregierung vertagt. Sie werde erst in einer der nächsten Kabinettssitzungen fallen, sagte Finanzministerin Heike Taubert (SPD) am Dienstag in Erfurt. Das Land muss mit massiven Steuerausfällen rechnen. Taubert hatte angekündigt, dass sie sich dafür einsetzt, dass ein Teil der 2020 geplanten Ausgaben auf Eis gelegt wird.

13.48 Uhr: Weiterer Todesfall in Wartburgregion

Die Zahl der Corona-Toten in der Wartburgregion ist um einen weiteren gestiegen. Im Eisenacher St. Georg-Klinikum erlag eine dort stationär aufgenommene, 89-jährige Patientin aus der Stadt Eisenach den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Insgesamt sind mittlerweile fünf Menschen mit Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, drei aus der Stadt Eisenach, zwei aus dem Wartburgkreis. Im Vergleich zum Vortag blieben die Zahlen der Infektionen und Genesenen mit Stand von Dienstag (18. Mai, 14.30 Uhr) unverändert.

13.45 Uhr: 147 Menschen in Thüringen nach Corona-Infektion gestorben

Die Zahl der mit dem Coronavirus nachweislich infizierten Toten ist in Thüringen auf 147 gestiegen. Ein Tag zuvor lag sie noch bei 137, wie aus am Dienstag von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Die Gesamtzahl, der bisherigen nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 lag demnach im Freistaat bei 2751. Demnach wurden innerhalb eines Tages lediglich zehn neue Fälle erfasst. Schätzungen zufolge gelten 2300 Menschen inzwischen als genesen. Regionale Brennpunkte der Pandemie blieben die Landkreise Greiz und Sonneberg.

12.40 Uhr: Schleizer Krankenhaus droht Corona-Ausbruch

Die Infektion einer Frau mit dem Coronavirus könnte zu einem erheblichen Problem für den Saale-Orla-Kreis werden. „Eine medizinische Mitarbeiterin des Krankenhauses in Schleiz ist an Covid-19 erkrankt. Bedauerlicherweise hatte sie in den letzten Tagen Kontakt zu zahlreichen Mitarbeitern und Patienten“, berichtet der Leiter des Fachdienst Gesundheit des Landratsamtes Saale-Orla, Dr. Torsten Bossert, von dem möglicherweise folgenschweren Befund. Als erste Konsequenz aus der Erkenntnis, dass ein großes Risiko einer Weiterverbreitung des Corona-Virus in der Klinik besteht, wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Das Krankenhaus stehe damit für die Notfallversorgung vorerst nicht zur Verfügung. Die Bereiche des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), wie etwa die Kardiologie oder Radiologie, bleiben davon unberührt. Auch die Abstrichstation der kassenärztlichen Vereinigung für Corona-Tests wird weiterhin betrieben.

12 Uhr: Gewerkschaftsappell: Jetzt zählt Geduld und jedes getrunkene Bier

Bei den Öffnungen in der Gastronomie nach den coronabedingten Schließungen hat der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Thüringen auch bei Kunden Geduld gefordert. "Wirte und Kellner freuen sich nach extrem harten Wochen auf Kundschaft. Jetzt zählt jedes getrunkene Bier", teilte Jens Löbel am Dienstag mit. Allerdings müssten Gäste mehr Zeit mitbringen, da die Abstands- und Hygieneregeln die Arbeit erschwere. Die Gastronomie müsse eine "Portion Extra-Hygienezeit" einplanen, so Löbel. Dafür sei genug Personal erforderlich: "Wenn eine Gaststätte halb so lang offen hat, heißt das nicht, dass man nur die Hälfte der Service- und Küchenkräfte braucht. Im Gegenteil: Hygiene kostet Zeit. Gerade dann, wenn es jetzt zum Sturm aufs Schnitzel kommt." Das gelte nicht nur für Kneipen und Restaurants, sondern auch für die Hotellerie, die ihre Türen in den nächsten Wochen wieder öffneten. In Erfurt beschäftige das Hotel- und Gaststättengewerbe rund 4700 Menschen – in Thüringen seien es 33.000. Viele von ihnen seien auf den ersten vollen Lohn nach langer Zeit in Kurzarbeit angewiesen, hieß es in der NGG-Mitteilung. Auch weitere Branchen würden von den Öffnungen profitieren. Die Gewerkschaft verwies etwa auf die Brauereien und die Ernährungsindustrie für die Hotels und Gaststätten wichtige Großabnehmer seien.

11.05 Uhr: Bad Lobenstein: Besuche im Altenheim noch nicht möglich

Angehörige und Bewohner müssen sich weiter in Geduld üben, denn Besuche sind in Altenheimen noch nicht erlaubt. Die Diakoniestiftung Weimar-Bad Lobenstein mit der Tochtergesellschaft Diakonie Sozialdienst Thüringen sieht sich vor großen Herausforderungen und bittet die Bewohner und deren Angehörige um Verständnis. Derzeit werden Konzepte, wie Besuche bei den Bewohnern wieder möglich werden können.

10.15 Uhr: Hermsdorfer verharrt in Peru: Seit 60 Tagen Ausgangssperre

Womöglich schaut Matthias Krüger dieser Tage etwas sehnsuchtsvoll nach Deutschland. Der einstige Handballer des SV Hermsdorf, der seit Februar für ein Auslandssemester in Chimbote in Peru verweilt, kann von Lockdown-Lockerungen wie in den hiesigen Breitengraden nur träumen. In dem südamerikanischen Staat stehen nämlich weiterhin alle Zeichen auf Ausnahmezustand – und zwar seit dem 16. März. Quarantäne und Ausgangssperre bestimmen seinen Alltag.

9.30 Uhr: Weimarer Gastronom klagt gegen Maskenpflicht vor dem Verwaltungsgericht

Seit Freitag kann Weimars Gastronomie wieder öffnen. Ein Großteil der Wirte nutzte diese Möglichkeit bereits übers Wochenende. Für manchen ist der Gaststättenbetrieb unter den derzeitigen Bedingungen allerdings noch nicht möglich. Die Gründe dafür liegen zumeist im Zuschnitt des Gastraums, in der Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze und im Kundenpotenzial. Denn noch sind vor allem touristische Gäste nicht in ausreichender Zahl nach Weimar gekommen. Ein Gastronomiebetrieb stört sich derweil an der Maskenpflicht, die für Weimars Gaststätten beim Betreten, in Gängen und Gemeinschaftsräumen gilt. Er unterstellt der Stadt Corona-Schutzmaßnahmen freiwillig und ohne Not.

8 Uhr: Thüringer Fleischmarkt-Chef: Kontrollen allein lösen Probleme nicht

„Intensivere Kontrollen sind gut.“ Sebastian Müller, Geschäftsführer der Fleischmarkt GmbH in Aschara (Unstrut-Hainich-Kreis), unterstützt die Ankündigungen der Politik angesichts der jüngsten Corona-Fälle in Schlachtbetrieben außerhalb Thüringens. Die Inspektionen allein beseitigten aber nicht die Probleme, sagt er. Sein Unternehmen werde auch ohne die nun bekannt gewordenen Corona-Infektionen in Schlachthöfen regelmäßig von den Thüringer Behörden überprüft.

7 Uhr: Mundschutz beim Schwimmen? Das sagt das Thüringer Gesundheitsministerium

Eine Mund-Nase-Bedeckung beim Schwimmen? In Corona-Zeiten scheint vieles möglich. Deshalb stellte der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Schard in der Fragestunde der jüngsten Landtagssitzung auch diese Frage. Er wollte wissen, ob es angedacht sei, den Thüringern eine Maskenpflicht im Schwimmbecken aufzuerlegen. Ursprünglich hatte Schard allgemein zur Bäderöffnung fragen wollen, die Antworten aber mit der jüngsten Verordnung bereits erhalten. Ein CDU-Fraktionssprecher erklärte aber, dass die Abgeordneten-Frage zu einer Maske im Becken „durchaus ernst gemeint“ gewesen sei und bekam auch eine Antwort.

6 Uhr: Trotz Corona: Innenminister kommen zu Konferenz nach Erfurt

Für die Frühjahrskonferenz der Innenminister und -senatoren ist ab 17. Juni in Erfurt persönliches Erscheinen geplant. Das bestätigte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) dieser Zeitung. Sollte sich an der aktuellen Pandemie-Lage etwas ändern, könne jederzeit zur Telefonkonferenz gewechselt werden, sagte Maier, der aktuell Vorsitzender der Innenministerkonferenz der Länder ist. Angesichts der niedrigen Corona-Infektionszahlen in Thüringen und Erfurt sehe er derzeit aber keine Gefahr beim persönlichen Erscheinen für die Konferenzteilnehmer. Am 26. Mai werde über diese Planung auch noch einmal auf einer Vorkonferenz in Berlin beraten.

18. Mai

20.10 Uhr: Mehrere Proteste gegen Corona-Einschränkungen

Am Montagabend gab es in mehreren Thüringer Städten Versammlungen, um gegen Corona-Einschränkungen zu demonstrieren. In Rudolstadt nahmen etwa 170 Teilnehmer an einem Stadtspaziergang teil. Die Polizei begleitete die Veranstaltung, die nach einer knappen Stunde beendet war und friedlich verlief. Bei einem „Spaziergang“ durch Pößneck haben 60 Menschen gegen die Einschränkungen in der Corona-Krise protestiert. Gegen 19 Uhr hatten sich die Teilnehmer auf dem Marktplatz versammelt. Drei Polizeibeamte begleiteten die Spaziergänger auf ihrem Weg durch die Innenstadt. An die 100 Erfurter versammelten sich am Montagabend offensichtlich im Zuge von Protesten gegen die Corona-Beschränkungen auf dem Domplatz. Die Anmeldung einer Kundgebung oder ähnlicher Veranstaltung lag der Stadt hierfür nicht vor. Nachdem die Polizei Platzverweise aussprach, löste sich das Geschehen auf. Auch in Eisenach kämpften verschiedene politische Gruppierungen gegen Covid19-Auflagen. Wie die Polizei mitteilte, fanden thüringenweit 46 Versammlungen statt. Man gehe von insgesamt etwa 2900 Teilnehmern aus. Die größten Versammlungen fanden den Angaben zufolge in Arnstadt (etwa 200 Teilnehmer), Schmalkalden (etwa 220 Teilnehmer), Bad Frankenhausen (etwa 200 Teilnehmer), Sonneberg (etwa 250 Teilnehmer), Leinefelde (etwa 200 Personen), Eisenach (etwa 130 Teilnehmer), Greiz (etwa 175 Teilnehmer) und in Erfurt, (etwa 140 Teilnehmer) bei zwei Versammlungen, statt.

19.33 Uhr: Wie sich die Arbeit im Friseursalon geändert hat

Wie missraten die Frisur mancher Kunden geworden ist, die während der coronabedingten Friseursalonschließungen selber zu Schere und Tönung gegriffen haben, sich der Arbeitsalltag seit der Wiedereröffnung verändert hat und warum nun die Preise gestiegen sind, erzählt stellvertretend Friseurmeisterin Claudia Neupert aus Hirschberg im Interview.

19.30 Uhr: Bad Lobenstein: Kindergartengebühren für Mai teils ungeklärt

Die Kindergärten im Bad Lobensteiner Oberland sollen ab Montag, 25. Mai, wieder öffnen. Doch schon das Eröffnungsdatum sorgt für Trubel. Einige Gemeinden sind per Satzung verpflichtet, für die fünf Tage Betreuungsangebot einen ganzen Monat zu berechnen, andere suchen nach Schlupflöchern in der Satzung oder anderen Möglichkeiten, die Gebühren nicht in voller Gänze einfordern zu müssen.

19.18 Uhr: Nachbesserung bei Kita-Betreuung im Landkreis Sömmerda gefordert

Bürgermeister des Landkreises Sömmerda richten Offenen Brief an Ministerpräsident und Minister. Sie fordern eine Nachbesserung in Sachen Kita-Betreuung. Räumliche und personelle Ressourcen zur Umsetzung der Vorgaben fehlen.

18.17 Uhr: 630 Neustädter haben sich bisher an Corona-Studie beteiligt

Knapp 70 Prozent der über 900 Neustädter haben seit Mittwoch bis Samstagabend direkt an der Studie des Universitätsklinikums Jena teilgenommen Professor Mathias Pletz, Leiter am Institut für Infektionsmedizin, sagte auf Nachfrage: „Wir sind überwältigt vom Interesse und der großen Hilfsbereitschaft der Neustädter. Für wissenschaftliche Folgefragen möchten wir wieder nach Neustadt zurückkehren, zum Beispiel um herauszufinden, ob Menschen mit Antikörpern gegen SARS-CoV-2 langfristig vor dieser Infektion geschützt sind.“

18.14 Uhr: Keine Neuinfektion im Saale-Holzland-Kreis

Am Sonntag und Montag (bis Mittag) wurden dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreis keine neuen Corona-Infektionen gemeldet. 9 Fälle sind noch aktiv, 59 beendet. 47 Personen befinden sich derzeit noch in Quarantäne, für 902 Personen endete die Quarantänezeit bereits, teilte das Landratsamt in Eisenberg mit.

18.10 Uhr: Ex-Ministerpräsidentin kritisiert Kirchen für Agieren in der Krise

Thüringens ehemalige Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat die Kirchen für ihr Verhalten in der Corona-Krise harsch angegangen. "Die Kirche hat in dieser Zeit Hunderttausende Menschen allein gelassen. Kranke, Einsame, Alte, Sterbende", sagte die CDU-Politikerin im Interview mit der «Welt». Auch das Schließen der Gotteshäuser wäre nicht zwingend erforderlich gewesen, so Lieberknecht. "Da wurde kein letzter Psalm gebetet, es gab keinen Trost, keine Aussegnung am Sterbebett. Trauerfeiern waren nur im kleinsten Kreis erlaubt. Dabei hätte es nach dem Infektionsschutzgesetz auch ein Recht für Geistliche auf die Begleitung von Sterbenden gegeben", bemängelte sie. Seelsorgerischer Beistand wäre ihrer Ansicht nach durchaus möglich gewesen: "Ein seelsorgerliches Gespräch kann auch mit Abstandsregelung stattfinden. Aber dazu kam es oft gar nicht". Zudem hätten Corona-Tests von Seelsorgern die Ansteckungsgefahr minimieren können. Lieberknecht begrüßte dagegen, dass ihr Amtsnachfolger Bodo Ramelow (Linke), zugegeben hatte, an der Beerdigung einer Nachbarin teilgenommen zu haben - obwohl er damit gegen Anti-Corona-Regeln verstoßen hatte. Die Protestantin war einige Jahre vor ihrer Zeit als Ministerpräsidentin (2009 - 2014) selbst Pastorin tätig.

17.40 Uhr: Opel fährt Produktion wieder hoch

Der Autobauer Opel fährt seine Produktion nach dem coronabedingten Stopp vor rund zwei Monaten schrittweise wieder hoch. Ein Opel-Sprecher bestätigte den Bericht. Demnach hat das Werk in Kaiserslautern, in dem Komponenten und Motoren gefertigt werden, bereits am Montag wieder die Produktion aufgenommen. "Auch in Rüsselsheim und Eisenach bereiten wir uns wieder schrittweise auf den Wiederanlauf vor, der dann ebenfalls sehr zeitnahe erfolgen wird", schrieb Opel-Chef Lohscheller.

17.20 Uhr: Landkreis Greiz erstmals ohne neue Corona-Infektion

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat es im Kreis Greiz keine Neuinfektionen gegeben. Am Montag sei dem Gesundheitsamt kein neuer Fall bekanntgeworden, so dass die Zahl der bisher positiv Getesteten bei den 582 vom Vortag verharrte.

16.15 Uhr: Weiterer Corona-Todesfall im Eichsfeld

Im Eichsfeld ist ein weiterer Todesfall gemeldet worden. Es handele sich um einen 68-jährigen Mann, dessen Tod im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion steht. Laut Landratsamt ist er an den Folgen seiner schwerwiegenden Erkrankung verstorben. Des Weiteren steigt die Gesamtzahl der Eichsfelder, bei denen nach einem Corona-Test ein positives Ergebnis vorlag, auf 143. Am vergangenen Wochenende wurde eine weitere Neuinfektion mit dem Covid-19-Virus bekannt.

15.30 Uhr: Corona-Fallzahlen im Wartburgkreis

Es gibt kaum noch Veränderungen bei den vom Gesundheitsamt gemeldeten aktuelle Corona-Fallzahlen in der Region. Mit Stand Montag (18. Mai, 15 Uhr) gab es wie am Sonntag 84 nachgewiesen mit dem Virus infizierte Menschen. 54 (drei mehr als am Vortag) davon gelten als bereits genesen. Im Wartburgkreis sind oder waren 55 Menschen nachgewiesen mit Corona infiziert und in der Stadt Eisenach beläuft sich diese Zahl weiterhin auf 29.

15 Uhr: Kreise Greiz und Sonneberg bleiben Brennpunkte der Corona-Pandemie

In den Landkreisen Greiz und Sonneberg gibt es weiterhin eine hohe Corona-Infektionsrate. Die Staatskanzlei bezifferte die Rate in beiden Landkreisen am Montag auf 52,0 (Greiz) und 44,5 (Sonneberg). Als kritisch gilt die Lage, wenn der Wert von 50 überschritten wird. Landesweit lag die Quote bei 6,8.

14.50 Uhr: Weiterer Todesfall nach Corona-Infektion im Landkreis Gotha

Unverändert bei 278 lag am Montag die Zahl der Menschen, die sich im Landkreis Gotha seit Beginn der Epidemie mit dem Corona-Virus infiziert haben. Das teilte das Landratsamt mit. Allerdings sind inzwischen 25 Erkrankte an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, ein Mensch mehr als am Vortag. 185 Infizierte gelten als genesen, genauso viele wie am Sonntag. Krank sind momentan noch 68 Personen. Davon werden 23 in einem Krankenhaus behandelt.

14.20 Uhr: Steuerschätzung: Kommunen fehlen 242 Millionen Euro

Die Corona-Krise und der lange Stillstand einiger Wirtschaftsbereiche sorgen auch bei den Kommunen für hohe Einnahmeausfälle. Die Steuerschätzung gehe bei Städten und Gemeinden von einem Minus von 242 Millionen Euro in diesem Jahr aus, sagte Finanzministerin Heike Taubert (SPD). Die Oberbürgermeister der sechs kreisfreien Städte hatten mit Verweis auf einen Einbruch vor allem der Gewerbesteuer in der vergangenen Woche Alarm geschlagen und weitere Hilfen des Landes verlangt.

14.14 Uhr: Weiterhin 129 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis

Mit Stand vom 18. Mai sind weiterhin 129 bestätigte Fälle einer Coronavirus-Infektion im Ilm-Kreis bekannt. 122 davon gelten als genesen, vier sind verstorben. Somit bleiben drei bestätigte Fälle und deren Kontaktpersonen in Quarantäne. In den Ilm-Kreis-Kliniken werden derzeit zwei Verdachtsfälle isoliert behandelt. Sie bedürfen keiner intensivmedizinischen Behandlung. Die Ergebnisse der Abstriche stehen noch aus.

14.06 Uhr: Der aktuelle Stand im Kyffhäuserkreis

Bisher haben sich 45 Menschen im Kyffhäuserkreis mit dem Coronavirus infiziert. Neue Infektionen gab es am vergangenen Tag keine. Nach Angaben der Kreisverwaltung befindet sich ein Patient in stationärer Behandlung. Verstorben ist am Coronavirus niemand. Derzeit befinden sich 75 Kontaktpersonen in Quarantäne, während die Zahl der Genesenen inzwischen bei 44 liegt.

14 Uhr: Hoff und Siegesmund für Neuverschuldung

Thüringen steuert auf eine Neuverschuldung in diesem Jahr zu - die erste seit etwa einem halben Jahrzehnt. Nach Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprachen sich am Montag in Erfurt auch Landwirtschafts- und Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke) und Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) für die Aufnahme von Krediten aus.

13.50 Uhr: Kein aktiver Covid-19-Fall im Landkreis Sömmerda

Im Landkreis Sömmerda gibt es keinen aktiven Covid-19-Fall mehr. Während dem Gesundheitsamt Sömmerda über das Wochenende keine Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden sind, konnte der letzte Covid-19-Patient die Quarantäne verlassen. Insgesamt gibt es im Landkreis Sömmerda mit Stand 18.05.2020, 12 Uhr seit dem Ausbruch der Pandemie 38 Personen, bei denen die Infektion mit dem Corona-Virus durch ein positives Abstrich-Ergebnis bestätigt worden ist. 37 Covid-19-Patienten sind genesen. Eine Person ist verstorben.

11 Uhr: Pandemie verstärkt psychische Erkrankungen

„Vor allem Existenzängste und die fehlenden sozialen Kontakte machen vielen Menschen zu schaffen“, sagt Synan Al-Hashimy. Er ist der Chefarzt für Psychosomatik und Psychotherapie im Ökumenischen Hainich-Klinikum (ÖHK) in Pfafferode. Für diejenigen, die unter psychischen Erkrankungen leiden, stelle die Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Viele Dinge, die den Betroffenen im Alltag Halt gegeben haben, fallen durch die Coronamaßnahmen weg. Seelische Erkrankungen, wie Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen, können sich durch die derzeitigen Umstände verschlechtern. Die Nachfrage nach Behandlungsplätzen am Ökumenischen Hainich-Klinikum ist momentan daher besonders hoch.

10 Uhr: Siebtes Corona-Todesopfer im Eichsfeld

Zum Stand Montag, 18. Mai, 8 Uhr, hat es seit Freitag eine Neuinfektion gegeben. Bedauerlicherweise sei eine weitere Person in Zusammenhang mit dem Covid-19-Virus verstorben, teilt der Landkreis mit. Damit sind sieben Todesopfer zu beklagen. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie beläuft sich auf 143, 109 Menschen gelten als wieder genesen. Derzeit sind noch 27 Eichsfelder erkrankt. Vier Patienten befinden sich momentan in stationärer Behandlung.

6.40 Uhr: Strenger Datenschutz für Corona-Kundenlisten in Thüringen

Die zur Corona-Prävention für bestimmte Handwerksbetriebe vorgeschriebenen Kundenlisten sind nur so lange aufzubewahren, bis sie ihren Zweck erfüllt haben. „Das dürfte nach jetzigem Kenntnisstand nach zwei bis maximal drei Wochen der Fall sein“, erklärt Sabine Pöllmann vom Büro des Thüringer Datenschutzbeauftragten. Daten der Kunden, wie Adresse und Zeitpunkt des Aufenthalts beispielsweise beim Friseur, sowie Angaben zum Gesundheitszustand würden nur erhoben, um später Infektionsketten nachverfolgen zu können, sollten Covid-19-Erkrankungen auftreten. Diese Kunden-Daten müssen verschlossen aufbewahrt werden und sind nach Ablauf der Frist zu vernichten.

6.30 Uhr: Thüringer IG Metall: Beschäftigte in Not brauchen Härtefallhilfen

Härtefallregelungen für Beschäftigte in finanzieller Not - das ist ein Thema, über welches die Gewerkschaft IG Metall mit dem Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen in den kommenden Tagen reden will. Man appelliere an die Arbeitgeber, die aus Sozialversicherungsbeiträgen finanzierten Entlastungen bei Kurzarbeit und die mit dem Tarifabschluss im März dieses Jahres vereinbarten finanziellen Mittel zur Beschäftigungssicherung zu bündeln, so die Gewerkschaft. „Wir sollten darüber beraten, die Folgen der Corona-Krise abzumildern“, schlägt Jörg Köhlinger vor, Leiter des IG-Metall-Bezirks Mitte, zu dem Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen gehören.

6 Uhr: Thüringer Firmengründer fürchten um ihre Existenz

Viele Firmengründer in Thüringen fürchten infolge der Corona-Krise um ihre Existenz. Das belegt eine aktuelle Umfrage der Thüringer Zentrums für Existenzgründung und Unternehmertums (Thex). Demnach sehen sich 90 Prozent der Befragten durch die Krise in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt, nahezu jede dritte Firma musste ihren Geschäftsbetrieb vorübergehend einstellen und erlitt einen kompletten Umsatzverlust.

17. Mai

19.00 Uhr: Wegen Corona weniger Prüfungen in diesem Schuljahr

Die von der Landesregierung angekündigten Corona bedingten Änderungen an Thüringer Schulen sind seit Sonntag offiziell in Kraft. So wird beispielsweise die Realschulprüfung für die 10. Klassen in diesem Schuljahr um eine schriftliche Prüfung gekürzt. Auch beim Qualifizierten Hauptschulabschluss in der 9. Klasse wird es in diesem Schuljahr eine Prüfung weniger geben. Das Bildungsministerium hat zudem vorgeschlagen, das laufende zweite Kurshalbjahr in der gymnasialen Oberstufe („Halbjahr 11/2“ des Abiturjahrgangs 2021) bis in das kommende Schuljahr hinein zu verlängern. Alle Einzelheiten lesen Sie hier.

18.30 Uhr: Keine Veränderungen bei der Corona-Lage in Weimar und im Weimarer Land

In der Stadt Weimar und im Weimarer Land gab es nach Angaben von Stadtverwaltung und Landratsamt von Samstag zu Sonntag. Demnach ist die Infektion bei 138 Menschen durch Tests nachgewiesen worden. In Stadt und Kreis sind jeweils noch vier bestätigte Erkrankte bekannt.

18.00 Uhr: Keine neuen Infektionen im Landkreis Gotha

278 Menschen und damit genauso viele wie am Samstag haben sich mit Stand vom Sonntagabend im Landkreis Gotha seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infiziert. Darüber informierte das Landratsamt. Als genesen gelten inzwischen 185 Personen, vier mehr als am Freitag. 69 Menschen sind noch krank, das sind zwei weniger. 23 Patienten werden derzeit noch im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 Verstorbenen liegt im Landkreis Gotha unverändert bei 24.

17.39 Uhr: Erfurter Security-Unternehmen auf der Corona-Achterbahn

Erfurts größtes Security-Unternehmen Guardian Force muss derzeit mit einem unkalkulierbaren Auf und Ab leben. "Der Lockdown hat uns mit voller Wucht auf dem falschen Fuß erwischt", sagt Thomas Reinke. Die Auftragsbücher seien brechend voll gewesen. Dann rutschte die Auftragslage von jetzt auf gleich gegen Null. Und plötzlich ging es im März mit Hochgeschwindigkeit wieder in die andere Richtung - aufwärts. Der Handel, vor allem die Lebensmittelmärkte, brauchten jede Menge Sicherheitsleute, die die Einhaltung der maximalen Personenzahl, der Abstandsregeln und der Maskenpflicht überwachten und Einkaufswagen desinfizierten. Aber nun fahre alles wieder langsam zurück. Die Welle sei nur kurz gewesen, weil sich der Handel nach den Lockerungen größtenteils das Geld für die Security spart.

16.00 Uhr: Firmung unter Corona-Bedingungen im Eichsfeld

In Niederorschel empfingen 31 Menschen in zwei Gottesdiensten das Sakrament der Firmung von Weihbischof Reinhard Hauke, der ein Schutzvisier trug.

15.03 Uhr: Hunderte demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Proteste fanden am Wochenende etwa Erfurt, Gera, Jena, Weimar, Leinefelde, Heiligenstadt und Meiningen statt. Die meisten Teilnehmer gab es in Erfurt. In Gera wurde der Protest abgebrochen. Hier lesen Sie die Proteste im Überblick.

14.00 Uhr: Sonneberg meldet weiteren Todesfall

Nach Angaben des Gesundheitsamtes von Sonneberg wurden über das Wochenende zehn weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Eine weitere Person starb an den Folgen von Covid-19. Die absolute Zahl der infizierten steigt damit auf 185, die der Todesfälle auf 14.

13.28 Uhr: Altenheim in Saalfeld-Rudolstadt nach Todesfall unter Quarantäne

Keine guten Nachrichten gibt es in Sachen Corona im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Auch zwei infizierte Jugendliche aus Heimen in Bad Blankenburg bereiten Sorgen.

13.17 Uhr: Noch knapp 500 Corona-Infizierte in Thüringen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Thüringer ist auf 2724 gestiegen, schätzungsweise 2.230 gelten davon als genesen, teilte das Land mit. 86 Menschen befanden sich wegen eines schweren Verlaufs der Lungenkrankheit Covid-19 in intensivmedizinischer Behandlung, wie die Thüringer Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. Die Landkreise Greiz und Sonneberg blieben am Sonntag, Stand 10 Uhr, unter dem kritischen Grenzwert von 50 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Landkreis Greiz sank der Wert auf 46,9 und in Sonneberg auf 35,6. Beide Landkreise gelten als Corona-Brennpunkte in Thüringen. Bund und Länder haben die Zahl 50 als Obergrenze bei der Infektionsrate festgelegt. Wird diese überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden (dpa).

13.05: Weiterer Corona-Fall im Saale-Holzland

Dem Gesundheitsamt des Saale-Holzland-Kreises wurde am Sonnabend ein neuer Corona-Infektionsfall bekannt. Damit sind im Saale-Holzland-Kreis neun Fälle aktiv, 59 sind beendet. 32 Personen befinden sich noch in Quarantäne, für genau 900 Menschen endete die Quarantänezeit bereits.

13.09 Uhr: Sechs Menschen sind derzeit im Ilm-Kreis infiziert

Sechs Menschen sind derzeit im Ilm-Kreis mit dem Coronavirus infiziert. Das gab am Sonntag eine Sprecherin des Landratsamtes bekannt. Seit Ausbruch der Pandemie wurden 129 Menschen im Kreis positiv auf Covid-19 getestet. Seit dem 10. Mai kam kein weiterer Fall hinzu. 119 Betroffene sind inzwischen genesen, vier Menschen, die Corona hatten, sind verstorben. Die sechs Erkrankten befinden sich allesamt in häuslicher Quarantäne, auch deren Kontaktpersonen verbringen auf Anweisung des Gesundheitsamtes mindestens 14 Tage daheim, selbst wenn sie keine Symptome zeigen sollten. Dadurch und durch das Beachten der Allgemeinverfügungen soll ein weiteres Ausbreiten verhindert werden.

12.48 Uhr: Krankenhäuser können schrittweise zurück in den Regelbetrieb

Thüringens Krankenhäuser können schrittweise wieder in einen normalen Betrieb übergehen. Wegen der Corona-Pandemie hatten laut dpa viele Krankenhäuser Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorgehalten und mehr intensivmedizinische Betten eingerichtet. Planbare Operationen und Behandlungen seien - soweit medizinisch vertretbar - abgesagt oder verschoben worden, teilte das Ministerium mit. Nun sollen die allgemeinversorgenden Krankenhäuser zunächst noch ein Viertel ihrer Intensivbetten weiter für Covid-19-Patienten frei halten. Zusätzlich genehmigte Intensivbehandlungsbetten sollen bis auf Ausnahmen bestehen bleiben. Außerdem soll in allen Krankenhäusern mindestens eine Normalpflegestation für Covid-19-Patienten frei gehalten werden.

11.22 Uhr: FDP-Fraktion für Massentests von Freiwilligen ohne Symptome

Die Thüringer FDP-Fraktion hat laut dpa flächendeckende Massentests von Freiwilligen ohne Covid-19-Symptome vorgeschlagen. Es brauche möglichst viele Daten, um die Infektionsgefahr richtig einschätzen zu können, erklärte die Abgeordnete Ute Bergner, die Mitglied in der Thüringer FDP-Fraktion ist. Die Liberalen wollen erreichen, dass die Landesregierung innerhalb von vier Wochen ein Konzept erarbeitet, wie diese Daten in der Bevölkerung erhoben werden können. Bergner betonte, dass die Verhältnismäßigkeit der Einschränkungen während der Corona-Pandemie stets überprüft werden müssten. Dafür sei die Infektionsgefahr entscheidend.

10.37 Uhr: CDU kritisiert Notbetreuung an Grundschulen

Die Thüringer CDU-Fraktion kritisierte, dass die Betreuung an Grundschulen weiterhin nur im Notbetrieb stattfinden soll. „Die Landesregierung lässt die Familien mit ihren Problemen allein“, erklärte laut dpa der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Tischner, am Sonntag. Seiner Meinung nach müsste die Beschränkung der Gruppengrößen aufgehoben und stattdessen auf eine strikte Trennung der Klassen geachtet werden.

10 Uhr: Jenaer mit Atlantik-Querung gegen die Zeit

Ein Jenaer sitzt nach dem Corona-Shutdown in der Karibik fest und segelt mit einer zwölfköpfigen Crew zurück nach Europa. Zum Entsetzen aller reißt mitten auf dem Ozean das Hauptsegel. Doch er schafft es, den sicheren Hafen in Europa zu erreichen. Über die Odyssee berichteten auch BBC und Süddeutsche Zeitung.

9.09 Uhr: Thüringer Kindergärten dürfen öffnen: Nicht alle Kommunen machen mit

Das Land stellt den Kommunen frei, die Kindergärten ab Montag zu öffnen. Vielen ist das zu früh. Denn es soll ohnehin nur ein eingeschränkter Regelbetrieb möglich sein. Und der will organisiert werden. Doch die Wirtschaft drängt auf eine schnelle Öffnung.

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