Meuselwitz. Warum für Nils Miatke das Regionalligaspiel Meuselwitz gegen Cottbus ein Besonderes ist und wieso er sich so sehr eine 1:0-Führung wünscht.

Das Fußball-Regionalligaspiel gegen Energie Cottbus ist für Nils Miatke nicht irgendeins. Es geht gegen seinen Ausbildungsverein, die Lausitz ist seine Heimat. „Meine Eltern leben im Spreewald. Schulfreunde habe ich auch noch“, sagt der 32-Jährige. Als er als Knirps bei Drachhausen spielte, stellte ihn der Trainer bei den Älteren mit auf. „Meine Mitspieler waren viel größer als ich. Aber ich wollte unbedingt spielen, mich durchsetzen. Vielleicht bin ich deshalb Abwehrmann geworden.“

Er hat sich durchgesetzt, wechselte nach Cottbus ins Leistungszentrum. Es ging voran. Der damalige und heutige Energie-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz holte Miatke ins Zweitligateam. Vor über 12 Jahren erlebte Miatke sein Profi-Debüt. Cottbus gewann im DFB-Pokal 3:1 beim 1. FC Magdeburg. Auch 3:1 für Energie endete sein erstes Zweitligaspiel gegen Augsburg. Nun Meuselwitz – auch ein Ausbildungsverein. Miatke macht eine Lehre bei der Bluechip-AG.

Meuselwitz heißt aber auch Abstiegskampf in der 4. Liga. Das 0:2 (0:0) am Mittwoch bei Lok Leipzig war die zweite Niederlage in Folge. Was mehr Sorge bereitet: In den vergangenen fünf Punktspielen gelang nur ein Tor. „Wir üben Abschlüsse, Abschlüsse, Abschlüsse!“ Sein Wunsch? „Dass wir zu Hause mal 1:0 in Führung gehen. Dann haben wir was zu verteidigen.“ Fußballerisch haben sich die Meuselwitzer gemacht, das zeigte die erste Halbzeit in Probstheida. Da passt es ins Bild, dass mit Andy Trübenbach und Fabian Stenzel zwei Leistungsträger ihre Verträge für eine Saison beziehungsweise zwei Jahre verlängerten.