FC Einheit Rudolstadt mit großen Personalproblemen

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Laufduell zwischen dem Rudolstädter Benjamin Bahner (rechts) und dem Saalfelder Frank Naumoff im jüngsten Testspiel der beiden Teams aus dem Landkreis.

Laufduell zwischen dem Rudolstädter Benjamin Bahner (rechts) und dem Saalfelder Frank Naumoff im jüngsten Testspiel der beiden Teams aus dem Landkreis.

Foto: Peter Scholz

Rudolstadt/Grimma.  Rudolstädter Oberligist startet mit Spiel in Grimma am Sonntagnachmittag in seine insgesamt elfte Oberliga-Saison

Am kommenden Sonntag begibt sich der FC Einheit mit seiner Oberligamannschaft auf die Reise ins rund 150 Kilometer entfernte Grimma. Dort empfängt der letztjährige Zwölfte der Oberliga Süd die Gäste aus Thüringen zum insgesamt fünften Aufeinandertreffen beider Mannschaften. Seit der Saison 2019/20 spielt man gegeneinander, wobei Grimma mit zwei Siegen die „Nase vorn hat“. Einmal gewannen die Rudolstädter, der letzte Vergleich am 30. April endete im Heinepark 1:1.

Unterhalb der Heidecksburg ist man sich darüber im Klaren, dass die elfte Saison in der fünften deutschen Liga eine ganz schwere wird. Da muss man sich nur die Aufgebote der anderen Oberligisten anschauen.

Die aktuelle Situation wird beim FC Einheit auch dadurch erschwert, dass Holger Jähnisch, der nach wenigen Urlaubstagen das letzte Training am Freitagabend leiten wird, auf zahlreiche Akteure wegen Verletzungen und Urlaub verzichten muss. So wird von den drei Zugängen wahrscheinlich bloß Konrad Schneider – er kam vom FSV Martinroda -- mit am Start sein. Damit wird sich die Mannschaft, die einige ansprechende Testergebnisse vorweisen kann, fast von alleine aufstellen.

Bereits nach dem Test gegen Saalfeld (4:1) bezeichnete Jähnisch die Kaderplanung als noch nicht abgeschlossen. Zumal sich in den kommenden Wochen, ja Monaten die personelle Situation nicht entscheidend verbessern wird. Denn die verletzten Spieler laborieren allesamt an einigen langwierigen Verletzungen; zum anderen fehlen bis in den Oktober hinein Spieler wegen Urlaub. „Ein, zwei weitere Spieler würden uns schon noch gut zu Gesicht stehen“, so Jähnisch, der der Spielermarkt gegenwärtig allerdings als sehr schwierig einschätzt.

Das ändert freilich nichts an der Aufgabe, die da am Sonntag auf die Rudolstädter wartet. Wie vor etwas mehr als drei Monaten heißt der Trainer beim Gegner auch diesmal Steffen Ziffert. Er saß beim Spiel in Rudolstadt erstmals auf der Bank, nachdem sein Vorgänger Alexander Kunert, der nicht ganz vier Jahre im Husaren-Sportpark, wie das Stadion in Grimma heißt, das Sagen hatte, seinen Hut nahm.

Wie bei allen Mannschaften hat sich im Kader der Grimmaer einiges getan. Vor allem die Rückkehr von Jackisch stimmt die Verantwortlichen froh. Der 30-Jährige sei der beste Torjäger der Vereinsgeschichte gewesen, heißt es, denn er habe zwischen 2012 und 2021 in 246 Pflichtspielen 130 Tore erzielt. Der Verein schreibt: „Er ist unsere Lebensversicherung.“