Raus mit Applaus: SV Ehrenhain steigt aus der Thüringenliga ab

Heiko Müller
| Lesedauer: 2 Minuten
Kaputt und niedergeschlagen, die Ehrenhainer Spieler nach der Niederlage und dem Abstieg in die Landesklasse. Foto: Mario Jahn

Kaputt und niedergeschlagen, die Ehrenhainer Spieler nach der Niederlage und dem Abstieg in die Landesklasse. Foto: Mario Jahn

Foto: Mario Jahn

Ehrenhain.  Der SV Ehrenhain verabschiedet sich mit einem 1:3 gegen Schott Jena nach zehn Jahren Ligazugehörigkeit aus der Fußball-Thüringenliga.

Kurz nach 15 Uhr war es so weit. Schiedsrichter Läsker pfiff vergangenen Sonnabend das vorerst letzte Thüringenligaspiel auf dem Ehrenhainer Waldsportplatz an. Für Schott Jena ging es dabei eher um die goldene Ananas, wogegen der SV Ehrenhain, nach dem verkündeten Aufstiegsverzicht von Wismut Gera, noch um den Klassenerhalt zu kämpfen hatte.

Jena zeigte sich sehr effektiv. Schon in der sechsten Minute wehrte die Ehrenhainer Hintermannschaft einen Ball nur halbherzig und direkt in die Mitte ab und Yaser hob die Kugel von der Strafraumgrenze in den linken oberen Winkel zum frühen 0:1.

Ein Aufschrei ging durchs Rund in der 25. Spielminute. Nach einem Eckball lief Routinier Bethke ein und köpfte das Leder mit voller Wucht am Tor vorbei. Besser und mit ein wenig Glück machten es die Gäste nach einer guten halben Stunde. Hamann zog von der Strafraumgrenze ab, das Leder sprang unglücklich auf und flog ins Tor. Kurz vor dem Pausenpfiff der Anschlusstreffer für den SV Ehrenhain. Einen sehenswerten Angriff beförderte Peuker nach Flanke von Lehmann in die Maschen.

In die zweite Halbzeit plätscherte das Spiel nur noch dahin. Erst in der 80. Minute wieder eine schöne Aktion. Die Gäste erhöhten mit sehenswertem Freistoß aus gut 20 Metern auf 3:1. Danach passierte ebenso wenig auf dem Rasen wie die vielen Minuten des zweiten Abschnittes zuvor. Ein zähes Spiel ging nach etwas mehr als 90 Minuten zu Ende.

Nun ging das Schauen auf die Ergebnisse auf den anderen Plätzen los. Aus eigener Kraft hatte man nichts tun können für den sportlichen Klassenerhalt. Da sowohl Westvororte, Sondershausen und Erfurt Nord ihre Spiele gewannen, rutschte der SV Ehrenhain auf den letzten verbliebenen Abstiegsplatz und wird nun in der kommenden Spielzeit eine Klasse tiefer spielen.

Dennoch bleibt für den Verein ein positives Fazit. Nach dem Aufstieg vor zehn Jahren gegen Schott Jena II schließt sich nun der Kreis gegen ebenso diesen Verein. Was anfänglich nach einem Abenteuer eines Jahres aussah, hat ein ganzes Jahrzehnt angehalten. Als kleines Dorf in Ostthüringen hat man sich in dieser Zeit einen Namen in ganz Thüringen gemacht. Viele schöne Erlebnisse und Momente bleiben sicherlich nicht nur bei den Spielern und Verantwortlichen hängen. Auch die Fans hatten eine schöne Zeit. Man freut sich schon jetzt auf ein Wiedersehen zur neuen Landesklasse-Serie auf dem Ehrenhainer Waldsportplatz.