SV GutsMuths Jena: Auf dem Weg der Besserung

Marcus Schulze
| Lesedauer: 3 Minuten
GutsMuths-Kapitän Lennart Notni empfängt mit den Seinigen am Wochenende zum einen den BV Maintal, zum anderen den TV Martkheidenfeld.

GutsMuths-Kapitän Lennart Notni empfängt mit den Seinigen am Wochenende zum einen den BV Maintal, zum anderen den TV Martkheidenfeld.

Foto: Peter Poser

Jena.  Nach dem verkorksten Auftakt in der 2. Bundesliga vor gut zwei Wochen in der Fremde wollen GutsMuths-Kapitän Lennart Notni und seine Badminton-Mitstreiter die ersten beiden Heimspiele der Saison 22/23 erfolgreich bestreiten. Was der Kapitän über die kommenden Gegner sagen kann und wie es um den Kader der Jenaer dieser Tage bestellt ist, erfahren Sie alles hier…

Lennart Notni gibt sich selbstkritisch. Ja, der Badmintonspieler des SV GutsMuths Jena streut sich regelrecht Asche auf sein Haupt, wenn er noch einmal die ersten beiden Partien zum Auftakt der 2. Bundesliga vor zwei Wochen rekapituliert – in beiden Fällen unterlagen die Ostthüringer in der Fremde, sowohl gegen Eggenstein-Leopoldshafen als auch gegen Bischmisheim. Und das als Absteiger aus der Bundesliga… „Wir haben auch mehr erwartet; das war einfach schlecht von uns“, sagt der GutsMuths-Kapitän, um dann seine eigene Leistung und die seines Teamkollegen Johann Höflitz zu reflektieren – ihre Niederlagen seien das Hauptproblem gewesen. „Im Großen und Ganzen haben wir beide es versiebt“, resümiert Notni, der mit seinem nächsten Atemzug jedoch den Hauptgrund für die defizitäre Leistung benennt: Aus persönlichen Gründen hätten Höflitz und er während der vergangenen Wochen kaum Zeit gehabt, angemessen zu trainieren: Arbeit, Uni, Urlaub und, zumindest bei Höflitz, Familie, schließlich ist er auch Vater eines kleinen Kindes.

Zugegeben, der Abgang von Pit Hofmann sei zweifelsohne ein Verlust, den man nicht so einfach kompensieren könne, doch dergleichen dürfe kein Alibi für die bescheidenen Leistungen sein, gibt Notni zu bedenken.

Die Stimmung des GutsMuths-Kapitäns hellt sich indes merklich auf, wenn er auf die beiden Partien in den heimischen Gefilden blickt, schließlich empfangen die Jenaer am Samstag ab 17 Uhr in der Sporthalle des Sportgymnasiums Aufsteiger BV Maintal – zum einen. Zum anderen am Sonntag ab 11 Uhr den TV Martkheidenfeld. Und Notni gibt sich zuversichtlich, da am Wochenende essenzielle GutsMuths-Akteure wieder in das Geschehen am Netz eingreifen werden, die vor zwei Wochen noch fehlten: Stefan Wagner, Charlotte Mund, Lisa Höflitz und Marie Lücke – ein vielversprechender Kader. „Die Vorfreude ist bei uns natürlich sehr groß, zumal wir uns rehabilitieren wollen und unsere Mission ,Sicherer Ligaverbleib’ angehen wollen“, sagt der 22-jährige Physikstudent, der auch noch betont, dass das Thema Aufstieg bei den Jenaern so gar keine Rolle spielen würde….

Und was kann er über die Gegner sagen? „Maintal ist zwar ein Aufsteiger, hat aber seine ersten beiden Partien gewonnen – man darf sie nicht unterschätzen. Marktheidenfeld indes hat mit Michael Fuchs einen ehemaligen Nationalspieler und Olympioniken in seinen Reihen – und hin und wieder läuft er für die Bayern auf. Es ist sein Heimatverein, seit dieser Saison ist er wieder mit an Bord, zuvor spielte er noch für Saarbrücken. Wenn er anreisen sollte, könnte es knifflig werden“, sagt Notni, der sich in der Bundesliga mit Michael Fuchs schon einmal herumschlagen durfte: Mit Pit Hofmann im Doppel unterlag er in Saarbrücken Michael Fuchs und dessen Mitstreiter...

Ach ja, die Stimmung von Lennart Notni hellt gar richtig auf, wenn er auf das deutsche Ranglistenturnier in Trittau zu sprechen kommt, an dem Johann Höflitz und er am vergangenen Wochenende teilnahmen: beide stießen bis ins Halbfinale vor. „Wir haben unser Trainingsprogramm angezogen und sind auf dem Weg der Besserung“, sagt der GutsMuths-Kapitän und lacht...