Zeulenrodas Tischtennis-Herren mit Höhen und Tiefen

Jörg Müller
| Lesedauer: 4 Minuten
Die Stammformation von Post Zeulenroda II in der Thüringenliga (v.l.): Vincent Kazuch, Luca Haas, Steve Anders und Hannes Höfer.

Die Stammformation von Post Zeulenroda II in der Thüringenliga (v.l.): Vincent Kazuch, Luca Haas, Steve Anders und Hannes Höfer.

Foto: Jörg Müller

Zeulenroda.  Der bisherige Saisonverlauf in Thüringen- und Verbandsliga beim Post SV Zeulenroda.

Bereits im Vorjahr wagte der Post SV Zeulenroda mit seiner zweiten Mannschaft das Abenteuer Thüringenliga. Damals bekam man die Möglichkeit durch frei werdende Plätze aus der Verbandsliga. Bekanntlich wurde die Vorsaison nicht zu Ende gespielt und bis zum Saisonabbruch zahlte das Zeulenrodaer Team jede Menge Lehrgeld.

Pünktlich zur neuen Saison kam die nächste Regeländerung mit der Umstellung von 6er- auf 4er-Mannschaften. Eine Veränderung, der man in Zeulenroda positiv gegenüberstand. So wurde die zweite Mannschaft weiter verjüngt. Der älteste Spieler ist mit Steve Anders lediglich 23 Jahre alt.

Zudem konnte mit Vincent Kazuch ein ehrgeiziger und hoffnungsvoller Nachwuchsspieler des Erfurter Sportinternats nach Zeulenroda geholt werden.

Bisherige Ergebnisse Thüringenliga: VfB Schleiz (6:8); Post SV Mühlhausen II (0:8); TTZ Sponeta Erfurt (8:1); USV Jena (2:8); Bischlebener SV (8:1)

Am ersten Spieltag wurde dem VfB Schleiz alles abverlangt, die knappe 6:8-Niederlage ließ sich aber nicht vermeiden. Knackpunkt war, dass man nicht gegen die beiden tschechischen Spitzenspieler Cerveny und Oslzla punktete.

Gegen den Ligafavoriten Mühlhausen rechnete man sich von vornherein nichts aus und so sollte es auch kommen. Gänzlich anders waren die Vorzeichen gegen Erfurt. Hier musste der erste Sieg in der Thüringenliga erspielt werden. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang dies souverän. Steve Anders, der verletzungsbedingt ausfiel, wurde durch Noah Siebenhaar ersetzt.

Zur ungewohnten Ansetzungszeit am Samstagvormittag wurde mit dem USV Jena eine weitere Spitzenmannschaft empfangen. Hannes Höfer gegen Robert Göpfert und Vincent Kazuch gegen Maximilian Wilsdorf sorgten mit zwei Fünfsatz-Siegen für die Zeulenrodaer Punkte.

Gegen den Bischlebener SV folgte zuletzt ein wiederum deutlicher Sieg, bei welchem Haas, Höfer, Kazuch und Ersatzmann Siebenhaar allesamt punkteten.

Bisherige Ergebnisse Verbandsliga: SV Schott Jena III (0:8); ESV Lok Erfurt (8:6); SG Braunichswalde (2:8)

Ein gewisser Druck lastete bei der Verbandsligamannschaft von Post Zeulenroda III vor dem Spiel gegen Lok Erfurt. Der Saisonauftakt gegen Schott Jena III ging gründlich in die Hose, Spitzenspieler Steve Anders fehlt weiterhin verletzungsbedingt.

Ersatz kam aus der 1. Bezirksliga, diesmal durch Moritz Karl. Die Gäste aus der Landeshauptstadt hatten einen Überraschungserfolg gegen die SG Braunichswalde eingefahren. Einen guten Grundstein legten die Doppel, Markus Walther/Moritz Karl gewannen in einem knappen Fünfsatz-Spiel. Alexander Giehler und Noah Siebenhaar waren nicht chancenlos, machten aber in den entscheidenden Momenten kleine Fehler.

Die erste Einzelrunde verlief aus Zeulenrodaer Sicht fast perfekt. Einzig Moritz Karl hatte in einem knappen Spiel gegen Pierre Gerlach das Nachsehen. Markus Walther fehlte anschließend im Duell der Spitzenspieler gegen Peter Kretschmar die nötige Frische, verlor deutlich mit 0:3.

Alexander Giehler ließ sich nicht stoppen, auch Moritz Karl blieb in seinem zweiten Einzel erfolgreich. Noah Siebenhaar verlor dagegen mit 0:3 und wenig später seine dritte Partie mit 2:3. Was dann passierte, ist an Spannung fast nicht zu überbieten. Markus Walther konnte kräftemäßig gegen Pierre Gerlach nicht mehr mithalten. Plötzlich stand es 6:6.

Alexander Giehler erfüllte seine Pflichtaufgabe und es sollte das letzte Match des Tages zwischen Moritz Karl und Christopher Henße sein, das die Entscheidung brachte.

Der Zeulenrodaer führte bereits 2:0 nach Sätzen, hatte Matchball im Dritten. Doch es ging bis in den Entscheidungssatz, in dem Karl fast fehlerfrei spielte und einen umjubelten Heimerfolg sicherstellte.

Beim Auswärtsspiel in Braunichswalde konnte Zeulenroda dann nicht ganz an die gute Leistung gegen Erfurt anknüpfen, verlor nach vielen knappen Spielen und den Erfolgen von Giehler/Siebenhaar im Doppel beziehungsweise Siebenhaar im Einzel mit 2:8.