Taipeh. Ultra-Läuferin Heike Bergmann aus Zeulenroda läuft bei der WM in Taipeh mehr als 186 Kilometer am Stück. Bedingungen mit Wind und Regen nicht einfach.

Noch ein letzter Schritt und die Weltmeisterschaft im 24-Stunden-Lauf in Taipeh ist Geschichte. Und was für eine Geschichte für Heike Bergmann. Die Ultraläuferin aus Zeulenroda ist Weltmeisterin im 24-Stunden-Lauf in der Altersklasse 60 weiblich. Im Ziel fehlten ihr die Worte, kullerten die Tränen. Die 24 Stunden von Taipeh waren nicht ihre ersten. Heike Bergmann zählte zur deutschen Nationalmannschaft, zu Hause hängen die Medaillen von den erfolgreichen WM-Starts.

Seit Sonnabend kommt eine goldene hinzu – und die wird einen besonderen Platz erhalten. „Es war hart, sehr hart“, sagt sie. Die Strecke sei kurvig gewesen, der Wendehammer eng, „da musste man immer Tempo herausnehmen. Die äußeren Bedingungen mit Wind, Regen und der hohen Luftfeuchtigkeit waren nicht einfach. Du bist wie in einem Waschkessel gelaufen. Von zehn Uhr bis zehn Uhr war sie in Taipeh auf den Beinen, lief und lief und lief. „In der Nacht habe ich mein Ziel, den deutschen Rekord oder sogar Weltrekord zu brechen, begraben müssen – dafür waren die äußeren Bedingungen zu ungünstig“, sagt sie. „Auch wenn es mit dem Rekord nicht geklappt hat. Ich bin happy, dass ich Weltmeisterin geworden bin, freue mich jetzt auf die Siegerehrung.“

Die exakte Auswertung der gelaufenen Kilometer steht noch aus. Aber es waren in jedem Fall mehr als 186 Kilometer“, sagt sie. Reihenweise seien Weltklasseläuferinnen ausgeschieden, hatten alle ihre Probleme. Heike Bergmann wurde Weltmeisterin in der Altersklasse und über alle Starterinnen hinweg lief sie auf Platz 15. „Da kann ich mir noch einen Extra-Orden anheften“, sagt sie und kann schon wieder lachen. Der deutsche Rekord steht bei 195,498 Kilometer, der Weltrekord in ihrer Altersklasse bei 216 Kilometern.