Aus im Penaltyschießen

Recklinghausen.  Rollhockey, -Pokal: Die Blue Lions sind nahe dran an einer Überraschung. RHC Recklinghausen - SG Blue Lions 6:5 n.P. (3:3, 3:3, 1:2)

Dem Geraer Maximilian Rehfeld (Mitte) ist in Recklinghausen kein Treffer vergönnt.

Dem Geraer Maximilian Rehfeld (Mitte) ist in Recklinghausen kein Treffer vergönnt.

Foto: Jens Lohse

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Wieder einmal war Bundesliga-Aufsteiger SG Blue Lions das Glück nicht hold. Mit 5:6 unterlag die Gera-Chemnitzer Spielgemeinschaft im Achtelfinale des DRIV-Pokals beim RHC Recklinghausen, gegen den man bereits um Meisterschaftspunkte nach einem ausgeglichenen Duell nur hauchdünn mit 4:5 den Kürzeren gezogen hatte.

„Wir haben immer geführt, sahen lange Zeit schon wie der sichere Sieger aus, haben es aber verpasst, ein viertes Tor zu erzielen und damit den Sack zuzumachen. Vor allem die zweiminütige Überzahl nach einer blauen Karte für den Gastgeber hätten wir dafür Mitte der zweiten Hälfte nutzen müssen“, so Blue Lions-Headcoach Stefan Zeiß, der zum zweiten Mal in einem Pflichtspiel verantwortlich an der Bande stand.

Gideon Liebmann hatte die Gäste früh in Führung gebracht (3.). In starker Form präsentierte sich Keeper Albert Bellido, der den Hausherren mehrfach mit tollen Paraden den Schneid abkaufte, den 1:1-Ausgleich durch Mario Martins (20.) aber auch nicht verhindern konnte.

Die Löwen zeigten sich unbeeindruckt und hatten schnell die passende Antwort parat. Moritz Mühlmann erzielte noch vor dem Seitenwechsel die erneute Lions-Führung - 1:2 (23.). Nach Wiederbeginn setzte sich das Spiel auf Augenhöhe fort. Mehrfach trafen die Gäste Pfosten oder Latte. Beide Torhüter standen fast durchweg im Brennpunkt und konnten sich immer wieder auszeichnen.

Als Gideon Liebmann das 1:3 erzielte (29.), schien sich der erste Pflichtspielerfolg der Blue Lions anzubahnen, zumal Recklinghausens Mario Martins auch noch nach einer blauen Karte für zwei Minuten vom Feld musste (35.). Während die Geraer und Chemnitzer in dieser Zeit den vierten Treffer verpassten, witterten die Hausherren aus dem Ruhrgebiet ihre Chance. Binnen vier Minuten glichen Philipp Wagner (41.) und Marlon Angenendt (44.) zum 3:3 aus.

Es ging in die zehnminütige Verlängerung, in der sich am Spielstand nichts mehr änderte, so dass ein Penaltyschießen den Ausschlag geben musste, in dem für die Blue Lions Eric Nicolai und Filip Zika ins Schwarze trafen, während Maximilian Rehfeld, Gideon Liebmann und Moritz Mühlmann die Kugel nicht im Kasten unterbrachten. Torwart Albert Bellido tat sein Bestes, kaufte den Gastgebers zwei Penaltys ab, wurde aber auch dreimal überwunden, weshalb unterm Strich eine 5:6-Niederlage zu Buche stand.

„Das war unser zweites gutes Spiel in Folge. Das Ausscheiden ist sehr tragisch. Wir waren nahe dran. Auf unsere Leistung können wir stolz sein. Wir haben füreinander eingestanden, waren hochmotiviert. Die Mannschaft hat viel von dem umgesetzt, was wir im Training besprochen haben“, so Stefan Zeiss.

Am Sonnabend gastieren die Blue Lions wieder um Bundesliga-Punkte beim Meisterschaftsfünften TuS Düsseldorf Nord. Dort machen sich die Gäste aber kaum Hoffnungen auf eine Überraschung, da man sich stark ersatzgeschwächt auf die Reise ins Rheinland macht.

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