Bad Berkas Kicker wollen den Fahrstuhl nach oben nehmen

Bad Berka.  Irgendwann soll es nach oben gehen, das ist der Wunsch von Trainer Jan Hanke von Einheit Bad Berka.

Jan Hanke, Trainer des FC Einheit Bad Berka, hat ehrgeizige Ziele.

Jan Hanke, Trainer des FC Einheit Bad Berka, hat ehrgeizige Ziele.

Foto: Jürgen Scheere

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Der Anspruch ist, aufzusteigen. Nicht sofort. Nicht auf der Stelle. Aber eben doch in absehbarer Zeit. Jan Hanke, Trainer der Kreisoberliga-Kicker des FC Einheit Bad Berka, spricht von einem „Dreijahresplan“. Spätestens dann, so fügt er an, wolle man raus sein aus dieser Spielklasse – und drin im Fahrstuhl nach oben. Sein FC Einheit gehöre einfach in die Landesklasse.

Den Winter verbringt man dafür in durchaus aussichtsreicher Position. Platz drei, nur einen Zähler Rückstand auf Spitzenreiter SV Gehren. Das nennt man Schlagdistanz. Und wer weiß, was möglich gewesen wäre, wenn man da nicht im vorletzten Duell beim Meisterschaftsmitbewerber VfB Apolda diesen blöden Elfmeter gleich zweimal verschossen hätte. Hanke winkt ab, sei’s drum. „Solche Dinge passieren im Fußball. Das weiß jeder, der einmal Fußball gespielt hat und am Elfmeterpunkt stand. Wir haben in Apolda einen Punkt geholt. Das ist ordentlich“, erklärt der Übungsleiter, der seit dem vergangenen Sommer das Zepter in Bad Berka schwingt. Da seien anderen Momente in der Hinrunde, denen er schon eher nachtrauere. Da war gleich das erste Spiel in Bad Blankenburg. „Das tut weh, da waren wir noch nicht so weit. Es war unterm Strich ärgerlich, dass wir das 0:1 verloren haben“, sagt Hanke. Unnötig! Auch in Schwarza habe man sich trotz Unterzahl nicht clever genug angestellt, um etwas Zählbares mitzunehmen. „Wir rennen da nach vorn und verlieren, statt wenigstens den einen Punkt mitzunehmen“, bemerkt der Trainer. Gegen Zottelstedt, ein Liga-Novize, habe man daheim nicht die nötige Einstellung an den Tag gelegt. „Da war der Kopf im Weg“, sagt Hanke.

Am 21. Januar geht es weiter, für diesen Termin hat er seine Jungs zum Trainingsauftakt eingeladen. Dann werde er sehen, wer über die Feiertage zu viel gesündigt und wer es bis dahin nicht wieder wettgemacht hat. Nicht vergessen dürfe man, dass man sich im absoluten Amateurbereich befinde und Trainingshausaufgabe wie bei den Profis obsolet seien. „Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Als Trainer hofft man natürlich, dass die Jungs sich etwas bewegen in der trainingsfreien Zeit“, sagt Hanke. Viele seiner Schützlinge spielen aber sowieso in der Halle, „zocken dort etwas“, wie er es sagt.

Zum Anspruch an sich selbst gehöre das – und Hanke habe bei seiner Mannschaft einen „gewachsenen Ehrgeiz“ nach der erfolgreichen Hinrunde verzeichnet. Die Kreisoberliga sei ohne Frage eine „schöne Liga mit vielen Derbys“. Allerdings schaue man eben auch nach oben. „Wenn am Ende dieser Saison der erste Platz rausspringt, dann nehmen wir unser Aufstiegsrecht auch wahr“, erklärt Hanke. Ein Muss sei das aber noch nicht, da das Team zum einen noch recht jung und zum anderen noch nicht lang in dieser Konstellation zusammen ist. Namen allein seien Schall und Rauch. „Ein Team muss wachsen. Und das geht nur über viel Training und Zeit.“

Diese Geduld bringe der Verein auch auf, wenngleich es ihm selbst manchmal nicht schnell genug gehen kann. „Druck ist grundsätzlich ja nichts schlimmes, sondern etwas gutes, wenn man damit umgehen kann. Und ich bin positiv gestimmt, dass die Jungs das können. Jeder weiß, worum es geht“, erklärt der Übungsleiter, der im Winter einen Zugang vermelden kann. Fabian Schaft kommt von der BSG Chemie Kahla. Der 20-jährige Sechser sei das vielleicht noch fehlende Puzzleteilchen, was der Mannschaft noch gefehlt habe. „Unser Problem in der Hinserie war das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive“, erklärt der Coach. Und mit Schaft, mithin ein Perspektivspieler, habe man das hoffentlich nun gefunden. Überhaupt verpflichte man nur Spieler, die mit dem Verein gemeinsam noch wachsen wollen. Wachsen: nach oben. Richtung Landesklasse.

Der FC Einheit sei allenorts in aller Munde, man habe in der Region wahrgenommen, was sich da alles bewege. Nicht umsonst sei ein Oliver Lange beispielsweise gekommen. Einer, der den Anspruch teilt. Aufzusteigen. Nicht sofort. Nicht auf der Stelle. Aber eben doch in absehbarer Zeit.

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