Bad Blankenburg: KSB-Vize will kürzer treten

Stellvertretender KSB-Chef Christopher Mielke kündigt Rückzug aus dem Kreissportbund Saale/Schwarza an.

Christopher Mielke wird als Stellvertreter des Kreissportbundes Saale/Schwarza bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren.

Christopher Mielke wird als Stellvertreter des Kreissportbundes Saale/Schwarza bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren.

Foto: Mielke

Saalfeld. Christopher Mielke wird nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender des Kreis-Sport-Bundes (KSB) Saale-Schwarza bei der in diesem Jahr geplanten Vorstandswahl kandidieren. Das bestätigte der 35-Jährige jetzt unserer Zeitung. Er habe schon länger über diesen Schritt nachgedacht, der Entschluss fiel nun in den Lockdown-Zeiten endgültig.

"Ich muss insgesamt in meiner ehrenamtlichen Arbeit kürzer treten", sagt der Büro-Leiter des Saalfelder Bürgermeisters, Steffen Kania. Die Balance zwischen Job, Privatleben und Ehrenamt sei nicht mehr da gewesen, sagt Mielke, der sich zudem sehr stark in der kirchlichen Arbeit engagiert. Und so sei ein Abwägen zwischen sportlicher und kirchlicher Arbeit notwendig geworden.

"Mir hat im ersten Lockdown das kirchliche Leben mehr gefehlt als der Sport", räumt der gebürtige Rudolstädter ein. Und so fiel für ihn die Entscheidung, lediglich die Legislaturperiode im KSB zu beenden, folgerichtig. "Ich war mit mir manchmal selbst unzufrieden, dass ich meine Aufgaben im KSB nicht so erfüllen konnte, wie ich mir das vorstellte", sagt Mielke, der seit sechs Jahren in dem Gremium sitzt.

Denn die Arbeit sei immer umfangreicher geworden - sowohl im Job, als auch im Ehrenamt: Teilweise habe er zeitgleich drei Sitzungen gehabt und musste sich entscheiden, wo er teilnehmen konnte. Manchmal habe er sich dann auch gefragt: "Was bringe ich dem KSB noch?"

Mielke zog die Reißleine, wobei er betont, dass "die Corona-Krise nicht der Grund für meine Entscheidung ist, sondern eher der Katalysator". Er sei immer gern Sportfunktionär, "aber es ist nicht mein Lebensinhalt", so der Saalfelder, der aber nicht zurücktreten will: "Das wäre Käse. Ich bleibe bis zur geplanten Neuwahl in diesem Jahr."

Trotz seines geplanten Rückzuges aus der Spitze des Kreissportbundes wird Christopher Mielke weiterhin Präsident der Saalfeld Titans sowie Chef des American Football und Cheerleading Verband Thüringen bleiben.